André Hofschneider spricht Klartext und gibt allen etwas zum Nachdenken mit

Nachdem gestern der letzte Arbeitstag vor Weihnachten war, gab es beim Pressegespräch mit Trainer André Hofschneider noch ein paar direkte Hinweise des Coaches, die vor allem in der Morgenpost ausführlich dokumentiert sind:

  • er hat keinen Kapitänswechsel vor, es sei denn Felix Kroos will das selbst
  • im Tor sieht er Verbesserungspotential
  • er hält die Defensive für gut besetzt, aber Fabian Schönheim müsse sich angesichts der vielen Verletzungen fragen, ob er sich genau so gut um seinen Körper kümmere wie Marc Torrejon (der gab bereits Entwarnung nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung, Kurier)
  • Toni Leistner müsse auch seinen eigenen Ansprüchen entsprechend spielen

André Hofschneider beim Pressegspräch, Foto: Matze Koch

Ich habe da natürlich auch meine eigenen Meinungen dazu, aber prinzipiell lässt sich festhalten, dass kaum ein Spieler konstant die Leistung gezeigt hat, die er abrufen könnte. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf geht das auch in Ordnung, was Hofschneider sagt. Und ich finde es auch in Ordnung, bestimmte Dinge direkt anzusprechen und nicht unausgesprochen im Raum stehen zu lassen. Aber ich glaube auch, dass es vielleicht ganz gut ist, erst einmal Abstand zu gewinnen und dabei nicht permanent an die Arbeit zu denken.

Das sind die die weiteren Medienberichte zu Hofschneiders Pressegespräch:

Im Kurier gab es den Hinweis, dass Union vielleicht an einer Verpflichtung von Marcel Franke (von Norwich City und ebenso wie Leistner ehemaliger Dynamo-Spieler) interessiert sei. Ich würde mich darüber nicht beschweren.

Liga-zwei.de hat derweil Toni Leistner zum besten Verteidiger der Hinrunde gewählt, was Unions Abwehrchef gekonnt kurz und treffend kommentierte:

Falls ihr etwas zum Nachdenken haben wollt: Union hat nach Führungen in dieser Saison 17 Punkte verloren. Das ist tatsächlich bemerkenswert. Also dass Führungen keine Sicherheit geben. Jetzt könnte man über Konditionsprobleme nachdenken, aber die Daten geben das nicht her:

Die BZ versucht derweil, einen Gegensatz zwischen Trainer und Profis zu konstruieren. Und bei Union in Englisch gibt es noch ein paar Gedanken zum 1:2 gegen Ingolstadt und den Aussagen von Dirk Zingler.

Und Union nutzt die Gelegenheit, in dieser Saison nicht mehr gegen Ingolstadt antreten zu müssen für ein Testspiel kurz vor Ende der Winterpause am 17. Januar:

Passend zum 3. Advent gibt es diese wunderschöne Geschichte über einen Unioner, der seit vielen Jahren nach der Arbeit im Ronald-McDonald-Haus Familien von schwerkranken Kindern unterstützt:

Und ein vielleicht etwas ungewohnter Union-Tanz aus Boston:

2 Gedanken zu „André Hofschneider spricht Klartext und gibt allen etwas zum Nachdenken mit

  1. Danke für die Zusammenfassung. In der Morgenpost steht wirklich inhaltlich mehr als beim Kurier und im RBB – da lese ich nur Phrasen und Keller´sche Philosophie.

    Ich werfe mal eben den Namen Damir Kreilach zum Thema Führungspersonen in den Lostopf.

    Mir ist noch nicht klar, wie seine zukünftige Rolle aussehen kann. Geholt als 6er, tritt er lieber in Richtung 8 an und trifft wie ein Stürmer (fast). Neben Kroos auf der 6 würde ich ihn gerne sehen – dann fehlt aber Fürstner. Vorne ist aber Hartel auch sehr gut zu gebrauchen und auf Dauer nicht nur von draußen zu bringen.
    Unter der Annahme das Köln absteigt, wie wahrscheinlich ist es, dass Hartel wieder zurückgehen muss/darf.

    Insgesamt haben wir so viele Variante im Mittelfeld + Flügel, die noch nicht in ihre optimale Formation gefunden haben.

    Insgesamt ist mir dann doch die Transferpolitik im letzten Sommer noch nicht ganz schlüssig. Ob das jetzt an Schulte, Keller oder am Scouting hängt, müssen oder haben andere zu bewerten.

  2. Pingback: “Ich persönlich will das Wort ‘Aufstieg’ eigentlich die nächsten Wochen gar nicht mehr hören” | ***textilvergehen***

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