“Jimmy hau rin und niemals vergessen …”

Es war eine traurige Nachricht, die Union gestern veröffentlichte: Günter “Jimmy” Hoge ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Er gehörte vielleicht zu den schillerndsten Spielern, die in der DDR für Union spielten und die Brüche in seinem Leben haben dazu beigetragen, dass viele, die in der DDR aufgewachsen sind, sich mit ihm identifizieren konnten. Bei AFTV gibt es immer noch das über eine Stunde lange Interview mit Jimmy Hoge, das anlässlich seines 75. Geburtstags vor zwei Jahren geführt wurde. Bei immerunioner.de gibt es alle Zahlen zu seiner Spielerkarriere bei Union. Und in der Berliner Zeitung beschreibt der ehemalige Kurier-Sportredakteur und Ex-Unionspieler Andreas Baingo in einem Nachruf, wie er Jimmy Hoge zwar immer nahe, aber nie wirklich an ihn ran kam und welche Aura Hoge umgab.

Jimmy Hoge bei der festlichen Mitgliederversammlung zum 50. Vereinsjubiläum 2016, Foto: Matze Koch

Kurz zum Sportlichen: Union bleibt auf Rang 3 in der Tabelle dank dieses Ergebnisses im Montagsspiel:

In der Tipprunde Twitterförsterei mit ihren rund 180 Mitspielern erringt EisernerStorch den Tagessieg. Und ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich in der Gesamtwertung aktuell auf Rang 6 komme. Das einzige, was ich nie mache: Unentschieden tippen:

Bilder aus der Alten Försterei

In der HB55 in Lichtenberg (in der Herzbergstr. 55) haben die Eisernen Botschafter gestern die Tage der Fußballkultur eingeläutet. Die Bilder und Installationen, die dort gezeigt werden, könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein Traumfänger, an dem die größten Unionmomente und -sehnsüchte verewigt werden können, eine Bildreihe, die mit sehr liebevollem Blick die neue Generation der Unioner betrachtet, und natürlich Stadiongeschichten. In großen Formaten und als Miniaturen, in Farbe, in schwarzweiß – und eine Serie in rotweiß. Maja Lopatta hat ihren damals noch jugendlichen Sohn Lopez fotografiert, immer in Unionfarben gekleidet, selbstgenäht, selbstgestrickt, selbstgehäkelt. Es ist ein schöner Spaziergang durch die Uniongeschichte, aber als Privatführung.

Mehr Infos, vor allem zu den Abendveranstaltungen (Lesung, alles rund um Sportis “Eisernet Lied”, etc.) findet ihr auf der Website der Ausstellung. Die Ausstellung ist bis 19.11. von Montag bis Freitag 12-17 Uhr geöffnet. Abends zu den Veranstaltungen und gerne auch nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Der DFB feuert Hellmut Krug ein bisschen

Das merkwürdige Gebaren des DFB, die Vorwürfe des Mobbings und der Günstlingswirtschaft gegen Hellmut Krug nicht entkräften zu können und ihn gleichzeitig als Chef des Projekts Videobeweis mit Direkteingriff in Spiele im Amt zu lassen, hatte gestern ein Ende gefunden mit dieser Pressemitteilung des DFB. Liest man sie genauer, wird aber klar, dass Hellmut Krug gar nicht wirklich gefeuert wurde:

Schiedsrichter-Manager Hellmut Krug bleibt in dem Projekt engagiert und wird sich auf die inhaltliche Analyse und die fachliche Dokumentation konzentrieren sowie wie bisher die Berichterstattung an das internationale Regelboard IFAB leisten. Für ihn gilt ebenso wie für die anderen Supervisoren, dass sie künftig während der Spiele keine direkte Kommunikation mehr mit den Video-Assistenten haben werden.

Das ist aus meiner Sicht immer noch nicht das Ende der ganzen Affäre. Denn Krug ist nicht über Manuel Gräfes Mobbing-Vorwürfe gestolpert, sondern über den Vorwurf aus der Bild am Sonntag, als gebürtiger Gelsenkirchener in seiner Funktion als Supervisor der Videoassistenten zweimal direkt in ein Spiel von Schalke und zugunsten von S04 eingegriffen zu haben.

Der DFB widerspricht dieser Darstellung (Bild). Doch bislang macht der Verband nicht den Eindruck, noch Herr über die Situation zu sein, sondern agiert getrieben von immer neuen Vorwürfen, die klar machen, dass der ganzen Schiedsrichterei die Transparenz fehlt. Darüber wie Schiedsrichter bewertet und befördert werden und wie Entscheidungen beim Videobeweis zustande kommen. Denn wenn der DFB jetzt klarstellt, dass die Supervisoren keinen direkten Kontakt zum Schiedsrichter mehr haben dürfen, klingt das doch sehr danach, dass sie ihn vorher gehabt und genutzt haben.

Eine, wie ich finde, ausgewogene Betrachtung zum Videobeweis gibt es bei Spielverlagerung.

Und sonst so?

So sah es beim Vorverkauf für das Weihnachtssingen gestern aus. Und es sind fast alle Tickets verkauft, wenn ich das gerade online auf der Seite des Zeughauses richtig gesehen habe. hier ein Bericht vom RBB inklusive Video:

Tusche hat einen eigenen Weihnachtskalender rausgebracht:

Von Sebastian Polter gibt es erst einmal nichts zu lesen …

… aber dafür zu sehen. Hier im Interview mit QPR FAN TV im Stadion an der Alten Försterei:

Union hat übrigens mittlerweile den englischsprachigen Twitter-Account @fcunion_en, der nicht nur einfach die deutschen Tweets übersetzt.

Egal wie seine sportliche Situation aktuell ist, Daniel Mesenhöler macht, fotografiert von seiner Freundin, immer eine extrem gute Figur:

👀

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Auf die Ohren

Die Morgenpost hat (aus meiner Sicht endlich) einen Podcast für immerhertha.de gestartet, bei dem einmal in der Woche eine Episode veröffentlicht werden soll. Ich freue mich sehr für meine ehemaligen Kollegen und bin gespannt, wie sie ihr Format entwickeln werden. Die erste Episode gibt es aktuell nur auf der Website zu hören, aber bald soll der Podcast auch wie ein echter Podcast abonnierbar sein.

Und aus Unionsicht vielleicht ganz interessant (ich höre mir die Episode gleich an): Der St.-Pauli-Podcast Millernton spricht mit Tim und Daniel (die ihr beide aus unserem Podcast kennt) über das vergangene Spiel im Stadion an der Alten Försterei

Fantreffen

Nicht vergessen, heute Abend um 19 Uhr findet das Fantreffen zum Nachwuchsleistungszentrum mit Geschäftsführer Sport Lutz Munack und dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrum Janek Kampa in der Haupttribüne statt:

Die Freistoß-Rolle

Zum Schluss dieser fantastische Freistoßtrick von Unions U16, den Keeper Michael Gspurning auf Instagram teilte:

4 Gedanken zu „“Jimmy hau rin und niemals vergessen …”

  1. In Sachen Freistoßtricks können sich die Profis da mal inspirieren lassen. Gefühlt ewig her, dass mal einer direkt verwandelt wurde, geschweige denn künstlicherisch wertvoll.

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