Erlösung ja, aber es war auch erst einmal nur ein Spiel

Ich habe heute früh in der Grundschule des Jungunioners in meiner Eigenschaft als Lesepate mir von Zweitklässlern Texte vorlesen lassen, damit sie Übung im Lesen bekommen. Mitten in einer Piratenferiengeschichte stoppte ein Junge und fragte mich: “Du bist doch Unionfan?” Ich nickte. Er las weiter. Dann stoppte er erneut. “Und der Jungunioner hat mir erzählt, dass er schon oft mit im Stadion war. Stimmt das?” Ich bejahte das, verschwieg aber, dass unser Jüngster bei Union vor allem die Unionlieder toll findet, aber während des Spiels lieber auf den Stufen sitzt und Netflix schaut.

Eine Seite später kam die nächste Frage: “Kann ich mal mitkommen?” Das muss ihn wirklich sehr beschäftigt haben. Gegen Fürth werde ich also mit zwei 7-Jährigen zum Spiel gehen (und bestimmt 4 Mal während der Partie mit ihnen aufs Klo). Aber ich freue mich sehr, wenn Kinder nicht nur in Bayerntrikots herumlaufen, sondern auch mal in echt dabei sein wollen.

Nach dem 5:0 gegen Kaiserslautern beherrscht Sebastian Polter dank seiner 3 Tore die Berliner Medien. Und das vollkommen verdient.

Beim Lesen der Texte habe ich mir im Hintergrund die Stimmung während des Spiels auf AFTV angeschaut. Das war die passende Untermalung dafür.

Es gab natürlich außer Sebastian Polter noch andere Spieler, die ein gutes Spiel gemacht haben, wovon beispielsweise die Kicker-Elf des Tages erzählt:

Oder man kann mal über Grischa Prömel sprechen, der vielleicht eine Balance ins Mittelfeld bringen kann, die wir alle ein bisschen gesucht haben. Auch wenn ein Spiel, gerade gegen total verunsichert spielende Lauterer, noch kein echter Gradmesser dafür ist, wie Jens Keller zurecht in der Pressekonferenz nach dem Spiel bemerkte.

Wir haben im aktuellen Podcast aber trotzdem darüber gesprochen: Teve305 – Torvorlagen, die fast noch schöner als die Tore waren.

Bei Eiserne Ketten gibt es dazu noch eine Spielanalyse aus taktischer Sicht: Ein Teil unserer Spielweise könnte sie verunsichern.

 

Und sonst so?

  • Die Zeit hat sich mit den Capos von Dresden und Hertha getroffen und über das aktuelle Verhältnis zum DFB gesprochen: “Franz Beckenbauer sollte Stadionverbot bekommen, nicht wir”
  • Babelsbergs Präsident wendet sich mit einem offenen Brief an DFB-Präsident Reinhard Grindel, nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband das Urteil gegen Babelsberg wegen der Rufe “Nazischweine raus” in der Heimpartie gegen Cottbus aufrecht erhält, aber das Urteil für Zeigen des Hitlergrußes durch Cottbuser Fans oder Rufe wie “Arbeit macht frei, Babelsberg 03!” abgemildert hat. Der NOFV verbarrikadiert sich hinter formaljuristischen Argumenten, ohne das fatale Zeichen zu erkennen, das er hiermit setzt. Den ganzen Fall dokumentieren die 11Freunde. Was sich hinter dem Umschwung in der Fanszene von Energie Cottbus verbirgt, hat der Spiegel vor einigen Tagen geschrieben.

Und als Letztes noch: Bei einigen Spielern glüht schon die Konsole weil Fifa18 rauskommt:

3 Gedanken zu „Erlösung ja, aber es war auch erst einmal nur ein Spiel

  1. Richtig guter Blog! Muss mal ein Kompliment hierlassen. Ich bin auch eine meeega großer Fan und finde solche Artikel dann besonders nett ;)

  2. So also fängt das heutzutage an. Der Kleine kann ja nichts dafür, denn zur Zeit ist Union einfach sowas von angesagt. So sehr das man garkeine Karten mehr auf normalem Weg bekommt und solange das so bleibt werde ich mich auch nicht mehr darum bemühen. Nicht das ich jemandem die Karte vor der Nase wegschnappe der schöner singen kann als ich. Muß ich dazu anmerken das der letzte Satz satir… gemeint war?

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