Wahnsinnstor von Christopher Trimmel, aber der Jubel … 😂😂😂

Ich habe gestern etwas gehadert beim 1:0 in Ingolstadt. Zuerst mit Union, die in den ersten 20 Minuten wahnsinnige Probleme hatten, überhaupt in die Zweikämpfe zu kommen. Dann mit Ingolstadt, deren Einsteigen immer sehr knapp an der Grenze war zwischen einfachem Foulspiel und Verwarnung. Und dann mit Schiedsrichter Sascha Stegemann, der bei möglicherweise spielentscheidenden Situationen nicht sehr glücklich handelte. Dass Union mit 3 und Ingolstadt mit 0 Gelben Karten aus dieser Partie ging, ist für mich ein Witz.

Ich möchte nicht alles aufzählen, sondern halte mich mal an drei Szenen, an denen kurioserweise immer der Ingolstädter Dario Lezcano beteiligt war. In der ersten Halbzeit stößt er Christopher Trimmel in der Luft und verschafft sich so den Vorteil, alleine auf Jakob Busk zuzulaufen (hervorragend gemacht von Busk, wie auch der Kurier findet). In der zweiten Halbzeit will Busk den Ball unter Bedrängnis wegschlagen und trifft Lezcano, von dem der Ball Richtung Tor abprallt, allerdings knapp daneben geht. Allerdings hätte es hier Gelb und Freistoß geben müssen, da Lezcano den Ball mit dem ausgestreckten Arm berührt hat. Die letzte Situation: Felix Kroos foult Lezcano im Strafraum. Hier hätte es in der Nachspielzeit Elfmeter für Ingolstadt geben müssen. Aus meiner Sicht lag es nur am Ergebnis, dass nach dem Spiel niemand bei Union über den Schiedsrichter reden wollte.

“Mit Ball haben wir noch Luft nach oben”, sagte Jens Keller in der Pressekonferenz nach dem Spiel (AFTV). Das stimmt, aber das lag sicher auch am Ingolstädter Spiel, die nah am Gegner standen und diesem kaum Möglichkeiten ließen, sich mit Ball zu bewegen. Extrem gut gefallen hat mir die linke Seite mit dem wiedergenesenen Kristian Pedersen und Simon Hedlund (der für Akaki Gogia im Spiel war). Überhaupt war es schön zu sehen, wie viel spielerische Qualität Union besitzt, dass immer das Spiel über die Flügel möglich war, wenn durch die Mitte kein Weg führte. Daran dürften wir in Zukunft noch viel Freude haben.

Hier sind die Spielberichte der Berliner Medien:

Fotos vom Spiel gibt es bei unveu.de

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Boooom 💣💣💣

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Dort können wir auch bewundern, wie Christoph Trimmel nach seinem wunderschönen Tor gejubelt hat. Der Rechtsverteidiger trifft so selten, dass sein Jubel extrem ungelenk aussah. Hier sieht noch alles gut aus. Aber man sieht, wie Damir Kreilach den Gästeblock im Blick hat, während Christopher Trimmel sich irgendwo bei der doppelten Beckerfaust befindet.

Dann lässt sich Trimmel fallen. Allerdings rutscht er nicht über den Rasen, sondern dreht sich, weil er das linke Bein nicht hochgenommen hat. Damir Kreilach ignoriert den Österreicher und rennt auf den Gästeblock zu.

Trimmel rollt über den Rasen wie ich als Kind, wenn ich einen Abhang runtergerollt bin, während Damir Kreilach und Steven Skrzybski perfekte Jubelhaltungsnoten bekommen.

Christopher Trimmel entscheidet sich, doch aufzustehen und mit den anderen mitzumachen.

Und sonst so?

Jens Keller hat mit dem Sieg im ersten Spiel gleich mal wieder eine negative Serie gerissen, denn das ist der erste Auftaktsieg seit 2009. Wenn der Trainer so weiter macht, bleibt ja gar nichts zum Meckern mehr übrig. Der Kurier ist jedenfalls wahnsinnig euphorisch. Ich hingegen … ach, ihr wisst ja, dass es etwas mehr braucht, um mich aus der Reserve zu locken.

Andy Gogia hat sich im Spiel gegen QPR eine Fersenprellung zugezogen und schaute das Spiel zu Hause:

Der Kurier schreibt, dass Union Berkan Taz einen Profivertrag anbieten möchte.

Außerdem fallen bei AFTV zwei Änderungen auf: Es gibt endlich eine Zeit- und Spielstandsanzeige:

Und es gibt echtes HD:

Sky hingegen hat zur neuen Saison eine der sinnlosesten Innovationen seit der 3D-Übertragung von Fußballspielen hervorgebracht:

So schön die gelb-roten Trikots aus meiner Sicht sind, sorgen sie bei ungeübten Union-Beobachtern am Anfang für leichte Irritationen:

Unser Podcast zum Spiel in Ingolstadt startet heute 20 Uhr live.

Und hier noch ein Service-Hinweis für das erste Heimspiel am Freitag. Es ist nicht nur die Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Lichtenberg gesperrt, sondern als extra Erschwernis kommt jetzt noch ein Pendelverkehr auf der S3 mit 15-Minuten-Takt hinzu. Plant also mehr Zeit ein oder umfahrt das, wenn ihr könnt.

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