Akaki Gogia ist endlich da und Toni Leistner will weg

Puh, das hat wirklich ewig gedauert mit Akaki Gogia. Heimlich und getrennt von der Mannschaft trainierte der Offensivmann in dieser Woche (Kicker), weil sich sein Verein FC Brentford nicht zu Unrecht ein bisschen verschaukelt vorkam. Der hatte ihn in der vergangenen Saison an Dresden verliehen mit einer Kaufoption. Die zog Dresden und verkaufte ihn für mehr Geld an Union weiter. Brentford gab dann keine Gastspielgenehmigung, die normalerweise immer nötig ist, weil die Sommervorbereitung vor dem 1. Juli startet, wenn die neuen Verträge erst Gültigkeit entfalten.

Deswegen auch dieser Tweet von Brentford gestern Abend:

So jetzt aber endlich: Herzlich Willkommen Akaki Gogia! Ein Vierjahres-Vertrag also (Details zur Verpflichtung auf der Union-Website). Ich bin gespannt.

Während Union in der Offensive damit fertig aufgestellt ist, wackelt das Gerüst in der Defensive noch gewaltig. Helmut Schulte wollte die Transfers bis Ende dieser Woche endgültig unter Dach und Fach bringen und es wird wohl auch noch mindestens ein weiterer Transfer dieses Wochenende verkündet werden. Wir wissen, dass noch ein jüngerer Rechtsverteidiger kommen muss und noch ein Innenverteidiger. Mindestens einer.

Toni Leistner will weg

Denn dass Toni Leistner noch bei Union bleibt, glaube ich nicht. Laut Bild/BZ hat der Verteidiger um Freigabe gebeten. Bei noch einem Jahr Vertragslaufzeit halte ich es für Wahnsinn, ihm diese verweigern zu wollen. Zumal die Situation nicht neu und der Wille von Leistner, Bundesliga oder in England spielen zu wollen, seit langem bekannt ist. Natürlich kann Union auf Erfüllung des Vertrages bestehen. Aber was hat das für einen Sinn?

Ich hoffe, dass es ordentlich Geld gibt und dann 2 neue Innenverteidiger verpflichtet werden können. Vielleicht rächt sich jetzt, dass man offensichtlich kein Vertrauen in Roberto Puncec hatte, der auf der falschen Innenverteidigerposition (links, statt auf seiner stärkeren rechten Seite) aus meiner Sicht gute Leistungen gebracht hatte. So muss man wohl durch den worst case und eine neue Innenverteidigung aufbauen.  Einen unzufriedenen und unmotivierten Leistner durch die Sommervorbereitung mitziehen? Ich kann mir besseres vorstellen. Das hat ja schon bei Nürnberg im letzten Sommer mit Guido Burgstaller nicht geklappt. Immerhin ein frisches Tattoo hat Toni Leistner (hier ein Bild von Leistner vor dem Dresdner Tattoostudio). Und es sieht dem von Kristian Pedersen sehr ähnlich.

Noch ein Gerücht

Das vom Kurier kolportierte Interesse des HSV an Kristian Pedersen hingegen sehe ich so ähnlich wie das Gerücht, dass Stuttgart an Skrzybski interessiert sei. Bestimmt gut für das Selbstbewusstsein des Spielers. Aber das war es. Sollte Pedersen in dieser Saison den nächsten Schritt machen (weniger Dribblings in der gegnerischen Hälfte und dafür dort bessere Anspiele auf die Offensivspieler), dann dürfte die Bundesliga wirklich ein Ding werden. Den Schritt aber beim HSV machen? Nun ja, es gibt sicher bessere Vereine für die Entwicklung eines Fußballers.

Und sonst so?

Ein neues Union-Lied

Roland Krispin hat mit Unterstützung der Unionstiftung ein neues Lied aufgenommen, das sicher nicht geeignet ist, um im Stadion mitzugrölen. Es erfüllt aus meiner Sicht eine ganz andere Aufgabe: Es ist wehmütig, traurig und Mut gebend. Es versichert uns, dass wir zusammen bleiben, auch wenn wir nicht mehr zusammen sein können. Wenn liebe Menschen uns verlassen. Es erleichtert uns den Abschied mit der Gewissheit, dass die Menschen, die uns verlassen, nicht vergessen werden. Weil das, was sie gemacht haben haben und wofür sie standen, weiterleben wird. Wir hatten als Familie in den vergangenen Wochen viel mit Abschieden zu tun und vielleicht bin ich deswegen besonders empfänglich für diese Lied.

Und dann war da gestern noch die Lesung von Torsten Mattuschka und Matze Koch bei strömenden Regen in der Uniontanke:

Mir hat das sehr viel Spaß gemacht. Und ich habe gelernt, dass Tusche das Testspiel der VSG Altglienicke gegen Dynamo Dresden über eine Nachricht an Uwe Neuhaus eingefädelt hat (am 2.7. um 14.00 Uhr im Willy-Tröger-Stadion in Pirna). Tusche verriet auch, wer Karim und sein Allstar-Team beim Abschiedsspiel trainieren wird:

Er zeichnete sogar etwas:

Wir haben das Tusche-Paradoxon kennengelernt:

Und natürlich hat er beantwortet, ob sein Weg wieder zurück zu Union führen könnte:

Mehr Fotos von gestern gibt es hier. Meine Empfehlung bleibt: Geht zu einer dieser Lesungen. Sie sind sehr witzig und unterhaltsam. Und wir erfahren etwas aus dem Alltag von Fußballprofis. Die Verlosung der drei signierten Tusche-Bücher machen wir jetzt am Wochenende.

6 Gedanken zu „Akaki Gogia ist endlich da und Toni Leistner will weg

  1. Auf die Gerüchte in der BILD/BZ würde ich nicht so viel geben, denn das hört sich doch alles ziemlich schwammig an: “Leistner und sein Berater sollen den Verein um die Freigabe gebeten haben. Ohne Angebot würde dies Leistner sicher nicht tun. In England soll man weiter heiß auf ihn sein.”! Etwas konkretes lese ich da nicht. Eventuell hat ja Leistner/sein Berater mal nachgefragt, was Union bei einem entsprechenden Angebot machen würde (“sollen”, “würde”, “soll”). Wenn es ein Angebot geben würde, dann hätte man das dem Verein sicherlich vorgelegt, ansonsten macht eine Bitte um Freigabe ja keinen Sinn. Abwarten und Tee trinken. :)

  2. Das mit Leistner ist Verzwickt!
    Der Berater will natürlich einen Verkauf anstreben, da bekommt er das meiste Geld. Eine weitere Verlängerung würde sicherlich etwas weniger einbringen.
    Toni will so hoch wie möglich Fussball spielen, sicherlich gutes Geld verdienen und vllt für seine Familie etwas Stabilität.
    Union soll zwar laut Medienberichten auf ihre Verkaufen oder Verlängern Taktik verzichten, damit es mit dem Aufstieg klappt, aber die Motiviationsfrage wurde hier zurecht gestellt.
    Schwierige Situation für alle.
    Für euch Seb – viel Kraft!

  3. Nachtrag: die Überschrift “Toni Leistner will weg” sollte überdacht werden, oder ist das hier Boulevard? O_o

  4. War wirklich ein toller Abend mit Tusche allein schon wegen der intimen Atmosphäre

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