Stromausfall und Verkehrskollaps

Stromausfall im Südosten Berlins (wegen einer defekten Hochspannungsleitung) und auch Union war betroffen. Während die Mitarbeiter erst Jenga auf dem Parkplatz spielten und dann nach Hause durften (Kurier), durften die Spieler trotzdem trainieren.

Dafür gab es eine besondere Beleuchtung in der Kabine:

Und dann wurde trainiert:

Eine, wie ich finde, sehr gute Zusammenfassung zur Verkehrssituation rund um Spiele am Stadion an der Alten Försterei gibt die Berliner Zeitung. Hier geht es vor allem darum, wie das zu erwartende Mehraufkommen an Fans nach dem Stadionausbau gelenkt wird. Ich finde es interessant, dass sich diese Frage in den letzten 10 bis 15 Jahren vor allem nur die Fans selbst gestellt haben. Denn das Aufkommen ist ja in dieser Zeit von gut 5.000 auf gut 20.000 pro Spiel gewachsen. Aber natürlich graduell. Das merkten nur diejenigen, die auch tatsächlich im Verkehr steckten. Die erste Forderung, Union solle nun endlich Kombitickets mit Fahrkarte anbieten, kommt auch im Text vor. Über die Lösungsvorschläge konnte ich nur schmunzeln. Denn wie überall im Leben ist auch hier die Argumentation: Gerne würden wir helfen, wenn wir nur das und das bekämen. In diesem Fall wird das altbekannte Lied von der BVG und der S-Bahn gesungen. Letztere könnte immerhin ab 2018 (wenn der Gleisbau zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz abgeschlossen ist), einen 5-Minuten-Takt anbieten. Aber natürlich nur, wenn genug Waggons zur Verfügung ständen …

Im Text ausgespart ist die merkwürdige Situation um den Bahnhof Köpenick. Wann kommt der Regionalbahnhof und wie wird der gestaltet? Zieht der Bahnhof um? Wie lange darf eigentlich ein derartig belasteter S-Bahnhof nur einen Ausgang haben? Fragen über Fragen. Ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass Union mit dem Stadionausbau jetzt die anderen Institutionen unter Druck setzt. Denn der Verkehrskollaps in Köpenick ist ja Alltag und hat nur bedingt etwas mit Union zu tun. Wenn ich das gestern im Treptow-Köpenick-Newsletter des Tagesspiegels richtig gelesen habe, sind nur noch Pankow, Mitte und Lichtenberg im Bevölkerungswachstum vor Köpenick. Um 11% stieg die Bevölkerungszahl zwischen 2005 und 2016. Und wer die vielen Neubauten im Bezirk sieht, fragt sich schon lange, wann eigentlich die öffentliche Infrastruktur mitwächst.

Und sonst so?

  • Christoph Trimmel will aufsteigen und erwartet eine harte Saison (Bild/BZ)
  • Der TSV 1860 ist gerade dabei, die vergangene Saison auch gerichtlich aufgearbeitet zu bekommen. Aktuell wurde dem nach nur 4 Monaten Amtszeit freigestellten Geschäftsführer Thomas Eichin vom Arbeitsgericht Recht gegeben, dass die Einstellung der Gehaltszahlungen an ihn nicht zulässig gewesen seien. Die Süddeutsche zeichnet ein Bild eines Vereins, bei dem man nur mit dem Kopf schütteln kann.
  • Hertha hat jetzt auch einen Ärmelsponsor:

Für eure Wochenendplanung: Das nächste Testspiel findet am Samstag in Barleben statt. Karten gibt es im Vorverkauf in Barsleben im Lottoshop (Breiteweg) und Neckermann Reisebüro (beim Lidl) und sehr wahrscheinlich auch an der Tageskasse:

4 Gedanken zu „Stromausfall und Verkehrskollaps

  1. Kurz vor 10 und Sebastian denkt schon wieder an Bars – ich glaube die Stadt heißt nur Barleben.

    Der Verkehr in Köpenick brauch dringend infrastrukturelle Hilfe, damit er nicht kollabiert. LA Stau Verhältnisse möchte keiner. Ansonsten warte ich weiter gespannt auf Nachrichten zu neuen Spielern.

  2. Das ist ja sicherlich tiefstes FCM-Gebiet!

    Gruß jöhei (Köpenick)

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