Zwei Trainingsstarts sind besser als gar keiner

Gestern ging das Training für die Mannschaft wieder los. Und wie das so ist, wenn der Trainingsstart in der Woche ist, sind halt nicht so viele da, denn 10 Uhr morgens ist halt Schule, Uni, Ausbildung, Arbeit. Da kann man natürlich trotzdem eine Geschichte daraus machen, wie BZ/Bild das tun, dass nur eine Person beim Trainingsauftakt ist. Und irgendwie kann sich Union wegen dieser Spitzfindigkeit selbst an die Nase fassen, weil sie in der Ankündigung für den Event am Sonnabend geschrieben haben: “Am Samstag, dem 24. Juni 2017 um 15:30 Uhr bittet Cheftrainer Jens Keller die Profis des 1. FC Union Berlin zum ersten Training nach der Sommerpause.”

Mir ist das egal, denn beim “Offiziellen Trainingsauftakt” geht es ja selten um das Training, sondern darum, Dauerkarten und Trikots zu verkaufen und für die Fans, um sich wiederzusehen und sich in Ruhe das Team anzuschauen. Und natürlich Toni Leistner zu sagen, wo er 2020 spielen möchte (#TeamLeistner). Außerdem sind die Bedürfnisse von Trainer und Marketing unterschiedlich. Jens Keller würde dem Zeughaus einen Vogel zeigen, wenn die ihm vorschreiben würden, wann er das erste Training abzuhalten habe. Apropos Marketing und Trikots. Hier eine kleine Vorschau auf die weiteren Trikotsätze:

Und für das schönste Foto vom Trainingsauftakt brauchte es nur diesen einen besonderen Zuschauer:

Die Mannschaft ist nun im Trainingslager in Sommerfeld und kommt am Samstag zum offiziellen Trainingsstart zurück. Wenn ich mir das Bild vom Pressegespräch mit Jens Keller und Helmut Schulte so anschaue, dürfte das Trainingslager eine ziemlich rustikale Angelegenheit werden:

Zwei Dinge fand ich wichtig:

  • Es sollen noch ein Rechtsverteidiger, ein Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler kommen, sagte Helmut Schulte
  • Es wird mit Toni Leistner geplant. Allerdings wissen wir, was solche Aussagen in der Transferzeit wert sind. Exakt nichts.

Hier gibt es alle Zusammenfassungen des Mediengespräches:

Hier gibt es noch ein paar Zusammenfassungen zum Stadionausbau:

Und sonst so?

  • Also diese Geschichte, dass ein chinesisches Team in der Regionalliga Südwest mitkicken soll, kann ich immer noch nicht glauben. Lest das mal im Kicker nach.

Hier ein konstruktiver Vorschlag zum Thema:

9 thoughts on “Zwei Trainingsstarts sind besser als gar keiner

  1. Das U20-Olympiateam aus China soll Testspiele gegen die Regionalligisten machen und wird nicht offiziell in die Liga integriert. Bietet sich durch die ungerade Zahl der Vereine an. Ob das Ganze nun Sinn macht sei mal dahingestellt, aber Hauptsache der gemeine Wutbürger hat mal wieder ein Sommerlochthema und kann sich erregen. :D Recherche und Hintergrundwissen wird im Jahr 2017 sowieso überbewertet… ;-)

  2. Die bekommen Geld, Spielpraxis und ein Showmatch. Trotzdem erst einmal merkwürdig.

    Gucken wir mal wann Herr Schulte seine Shoppingtour fortsetzen kann. Aktuell ist es ja ruhig geworden.

  3. Bleiben die Chinesen dann 1 Jahr zum Trainingslager im Südwesten oder wird 19-mal hin- und hergeflogen?

  4. Ich würde mal tippen, dass die in den Länderspielpausen zurückreisen und ansonsten im Südwesten einquartiert werden. Im Kicker steht übrigens gleich oben, dass die als “Sparringspartner außerhalb des Wettbewerbs mitspielen”.

  5. Auf dem Bild von Stephanie Baczyk hat Herr Keller ein schickes Shirt an. Wo gibt es den dieses? Im Zeughaus habe ich nichts gefunden.

  6. Du hast doch gar keinen Vergleich gezogen, der hinken könnte, sondern nur einen anderen Sachverhalt, der mit dem einen gar nichts zu tun hat, erwähnt.

  7. Die Chinesen dürfen auch nicht in der Regionalliga mitkicken. Es ist eine etwas ungewöhnliche Konstellation so viele Pflichtfreundschaftsspiele zu bestreiten, aber den Untergang des Abendlandes sehe ich da trotzdem nicht auf uns zurollen. Die BILD sollte sich mal lieber des Themas “Red Bull mit 2 Teams in der Champions League” widmen. Das wäre mal wirklich was zum aufregen.

  8. Die Frage ist doch eher folgende:

    Die Vereine bekommen dafür je 15.000 € – sprechen wir da noch von Amateurfussball?
    Ist das nicht schon eine Liga Vermarktung die der einer Profiliga gleicht? Wie sieht es mit dem Wettbewerb(Verzug) gegenüber den anderen Regionalligen aus, die gerade sind und keinen Zugang zum chinesischen Markt haben?

    Auch wenn das Thema der Dosen auch interessant ist, halte ich den Vorstoß der Regionalliga für sehr fraglich. Mir drängt sich gerade auch noch die Frage auf, wie viel wohl bei der Regionalliga GbR hängen bleibt, wenn die knapp 300T€ an die Vereine ausschütten kann.

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