Das nächste Mal sind wir eben abgewichster

Wie fasse ich denn das Gefühl zusammen, dass nach dem 1:3 in Braunschweig einerseits Enttäuschung da ist und andererseits Stolz auf die erfolgreiche Saison und Trotz, was den Tabellenplatz betrifft? Denn natürlich ist die Enttäuschung da, wenn man kurz vor Schluss nach oben abreißen lassen muss. Das war den Spielern gestern ins Gesicht geschrieben. Denn die rechnerische Chance, noch auf Rang 3 springen zu können ist nur noch theoretischer Natur bei 6 Punkten Abstand und noch zwei Spielen in der Saison. Union muss sich fühlen wie dieser Hund.

Was ich allerdings nicht möchte: Dass diese Enttäuschung zum Schluss diese beste Platzierung, die Union im wiedervereinigten Deutschland je erreicht, überdeckt. Natürlich ist der 4. Platz eine Enttäuschung, weil er immer sagt, es hätte nicht für ganz oben gereicht. Aber er ist auch eine Bestätigung dafür, dass Union nicht für immer in der Zweiten Liga spielen muss und das Ziel des Vereins, zu den Top20 des deutschen Fußballs zu gehören, keine Schnapsidee war, die Dirk Zingler vor drei, vier Jahren erstmals ausgesprochen hatte. Sondern, dass das ein über viele Zwischenschritte erreichbares Ziel ist. Und das nehme ich mit. Dieses sich nicht begnügen wollen. Das hat mir die Mannschaft diese Saison gezeigt.

Und was den Punch betrifft, der zum Ende gefehlt hat? Da bin ich trotzig und sage: “Das nächste Mal sind wir eben abgewichster.” Denn der Aufstiegskampf wurde mit dieser Rückrunde wieder in die DNA von Union gepflanzt. Ebenso wie das Brechen von Serien. Der quasi gottgegebene Ablauf einer Union-Saison mit einem schlechten Start, dem Aus im DFB-Pokal mit einem Zwischenhoch und dem dann folgenden Tief mit Austrudeln im März wurde durchbrochen. Das sind alles Entwicklungen, auf denen weiter aufgebaut werden kann. Für das gemeinsame Ziel “Ligawechsel”, wie es meiner Meinung nach zurecht hier heißt.

Das hier sind die Beiträge der Berliner Medien heute:

Fotos gibt es hier:

Das Schöne am Fußball und an solchen Situationen wie jetzt: Es geht weiter. Die Mannschaft bekommt jetzt zwei Spiele, in denen sie die Punktzahl für diese Saison weiter nach oben schrauben kann, auch wenn es tabellarisch keine Auswirkungen mehr hat. Aber ich möchte gerne, dass das Team die 60-Punkte-Marke durchbricht. Und außerdem ist jetzt klar, in welcher Liga Union nächste Saison spielt, so dass bei der Kaderplanung jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden können.

Wenn das in der Berliner Zeitung so stimmt, dann wird der Vertrag des ständig von Verletzungen geplagten Maxi Thiel nicht verlängert werden. Das ist schade, weil der Linksaußen ein super Typ ist, aber rational auch nachvollziehbar. Vielleicht war das gestern das letzte Tor, das wir von ihm gesehen haben.

Bitterer Abend! ⚽️💪🙌 1:3 😌 #458 #tage #comeback #tor #ebsfcu #nevergiveup #mt11

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Stark war gestern die Auswärtsreise der Unioner mit Handicap:

Und auch die Belohnung für den Support nach dem Spiel:

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