“Collin Quaner wird auch wieder treffen. Aber wenn andere treffen, ist das nicht so entscheidend”

Guten Morgen. Wenn ich mir das Bild des Stadions am Morgen so anschaue, könnte es heute Abend gegen Braunschweig (Anpfiff 2015 Uhr) auch eine ganz schön neblige Angelegenheit werden. Verirrt euch auch nicht bei der Anreise. Die S-Bahn fährt nicht und mit den Bussen im Berufsverkehr aus der Stadt Richtung Köpenick dauert es sicher eine Weile. Fahrt vielleicht eher los (das Stadion ist schon ab 18 Uhr geöffnet) oder nehmt einen Umweg (Rom-Paris-Mahlsdorf), der euch vielleicht schneller zum Stadion bringt. Vom Auto kann ich nur abraten. Auf der Union-Website stehen ein paar Verbindungen, die vielleicht funktionieren.

Für mich ist das Spiel leider nicht machbar, denn ein Jung-Unioner möchte gerne mit mir für die Schule lernen. Noch ein Argument gegen Spiele an Wochentagen.

Kommen wir zum Sportlichen: “Bis auf Benny Köhler haben wir heute die komplette Mannschaft auf dem Platz. Wir haben ansonsten keinen einzigen Ausfall”, sagte Jens Keller am Samstag in der Pressekonferenz vor der Partie gegen Braunschweig (gibt es auf AFTV zum Anschauen). Der Trainer kann also aus dem Vollen schöpfen, wenn wir mal vernachlässigen, dass einige Spieler von der Fitness her noch hinten dran sind.

Collin Quaners Situation

Der Tagesspiegel, der Kurier und die BZ beschäftigen sich mit Collin Quaner, der seit seiner Verletzungspause nicht so stark auftrumpfte wie zuvor. “Er wird auch wieder treffen. Aber wenn andere treffen, ist das nicht so entscheidend”, sagte Jens Keller, der Quaners Leistung im vergangenen Ligaspiel beim SV Sandhausen ansprechend fand.

Collin Quaner im Training, Foto: Matze Koch

Ich habe keine Ahnung, ob Vertragsverhandlungen Collin Quaner in seiner Leistung beeinträchtigen. So richtig mag ich das nicht als Begründung gelten lassen, denn dann müssten ja einige Unionspieler blockiert sein. Und ehrlich gesagt ist noch ein bisschen Zeit, bis es wirklich entscheidend wird. Mir wird um diese Personalie etwas zu viel Wind gemacht. Sollte Quaner nicht spielen/treffen, ist eben Philipp Hosiner zur Stelle. Oder Steven Skrzybski. Ach, es gibt so viele Optionen in der Union-Offensive.

Torsten Lieberknecht und das schwere Erbe von Traditionsvereinen

In der letzten Ausgabe der Big Show des Podcasts Sportradio360 gab es ein etwas mehr als 20-minütiges Interview mit Torsten Lieberknecht (das Interview gibt es auch hier als separaten Download). Darin beschreibt der Braunschweiger Trainer die Schwierigkeiten, die Traditionsvereine haben, sich an neue Gegebenheiten anzupassen (seit Lieberknecht 2008 in Braunschweig ist, hatte der TSV 1860 bereits 15 Trainer). “Wir können die Vergangenheit nicht zurückholen!”, sagt er aus meiner Sicht sehr zutreffend. Er spricht außerdem über Braunschweigs Tabellenplatz 1 und über Taktik im Fußball (“Wer nicht über Taktik spricht, hat sie am meisten nötig”). Ich fand das Gespräch sehr erfrischend. Gerade weil es sich nicht in Statements erschöpfte, die wir sonst von Pressekonferenzen oder Field-Interviews kennen.

Das schreiben die Berliner Medien vor dem Montagsspiel gegen Braunschweig:

In der Zwischenzeit übt Benny Köhler etwas Druck auf Tusche und Karim aus, damit er einen Platz im Team beim Abschiedsspiel bekommt …

2 Gedanken zu „“Collin Quaner wird auch wieder treffen. Aber wenn andere treffen, ist das nicht so entscheidend”

  1. Lieber Sebastian,
    Ich würde es dem Collin von Herzen gönnen, heute Abend sich als unverzichtbaren Stürmer mal wieder ins Unionsgedächniss zurück zu holen. Aber deine Sorglosigkeit unserer Offensive gegenüber kann ich leider nicht teilen. Aber wir werden es ja sehen heute Abend.
    L.G.

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