Erster in der Auswärtstabelle: Ist das noch Union?

Lasst uns nach dem 1:0 in Würzburg noch einmal über Collin Quaner reden. Der Angreifer macht sich einen Spaß daraus, mich, der ich ihm vor Saisonstart einen Vereinswechsel nahegelegt und technische Schwächen attestiert habe, am Nasenring durch die Arena zu schleifen. “Seht her, das ist Sebastian Fiebrig, der keine Ahnung vom Fußball hat!” Anders kann ich mir das goldene Tor zum 1:0 in der 84. Minute nicht erklären.

Instagram: @clnqu

Denn was haben wir da gesehen? Steven Skrzybski der einen Pass über ein paar Meter im Mittelfeld zu Quaner spielt. Würzburger, die perfekt alle Passwege zustellen. Eigentlich bleibt Quaner nur der Ball zurück zu Skrzybski. Aber stattdessen läuft er und läuft er, lässt in seiner unnachahmlich staksigen Art zwei Würzburger wie die berühmten Slalomstangen stehen um dann was zu machen? Mit Vollspann draufzuhauen von halbrechts am Strafraum? Nein, er schießt die Kugel mit Außenrist an den Innenpfosten. Um mich und alle anderen, die ihm die Zweitligatauglichkeit abgesprochen haben, zu verhöhnen.

Und genauso schön auch die Szene, wie Jens Keller danach, fast noch mit dem jubelnden Co-Trainer Henrik Pedersen um den Hals, der Bank zeigt: “Stopp, wir wechseln jetzt nicht wie abgemacht Philipp Hosiner für Collin Quaner ein.” Stattdessen kam Michael Parensen zur Stärkung der Defensive.

Weil aber nicht alles rosarot ist nach 3 Punkten und einem insgesamt glücklichen Sieg in Würzburg, sollten wir über Eroll Zejnullahu sprechen, der es gestern leider nicht geschafft hat, im Mittelfeld gegen die sehr aggressiv rausrückenden Würzburger zu bestehen. Zur Halbzeit kam für ihn Dennis Daube. Das ist schade, weil sich für Eroll in dem Spiel durch den Ausfall von Felix Kroos die Chance bot, sich mehr anzubieten. Aber zum Glänzen gibt es sicher günstigere Partien als gegen Würzburger in der aktuellen Form. Denn ehrlich gesagt glänzte gestern nicht viel im Union-Mittelfeld.

Hier gibt es alle Spielberichte der Berliner Medien:

Fotos gibt es wie gewohnt bei unveu.de und union-foto.de

Ist das noch Union?

Das Unwirklichste an der aktuell sehr angenehmen sportlichen Situation bei Union ist allerdings der Blick auf die Tabelle. Nein, nicht die Gesamttabelle, in der Union auf Platz 3 steht. Sondern die Auswärtstabelle. Platz 1! Ja, genau der 1. FC Union, der sonst auswärts brav die Punkte abgibt und auch sonst auf fremden Plätzen agiert wie bei einer Alien-Invasion, indem er ausstrahlt: “Von uns geht keine Gefahr aus.”

Ich genieße mal einfach diesen Zustand.

Quelle: Kicker, via: @keinewunder

Wie ich in Zukunft vermeide, dass Elternabende mit Unionspielen zusammenfallen

Gestern während des Spiels saß ich in einem Gymnasium in Weißensee beim Elternabend des einen Kinds (immerhin mit gutem Empfang in dem Altbau) und musste mich zusammenreißen, bei Collin Quaners Tor nicht laut zu jubeln. Und ja, ich habe mich zum Elternvertreter wählen lassen, damit in Zukunft die Termine der Elternabende nicht mit Union kollidieren.

Heute ist übrigens wieder Elternabend. Dieses Mal beim anderen Kind in der Grundschule. Drückt mir die Daumen, dass er nicht allzu lange dauert, damit wir pünktlich um 21 Uhr und live mit dem Podcast beginnen können.

Update vom 22.09. um 10.10 Uhr: Es wird einen 3. Sonderzug vom Eisernen Virus geben!

Facebook: Eiserner Virus

Ein Gedanke zu „Erster in der Auswärtstabelle: Ist das noch Union?

  1. Gut gefällt mir bezüglich des Tores übrigens die Wortschöpfung “quantastisch” des Berliner Kuriers.

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