Torsten Mattuschka und die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt

Fahren wir mal etwas weiter nach Süden. Stop, nicht ganz so weit. Südbrandenburg reicht. In Cottbus hat Torsten Mattuschka seinen Anschlussvertrag mit dem Verein aufgelöst (offizielle Cottbuser Mitteilung). Damit entlastet er den in die Regionalliga abgestiegenen Klub finanziell, steht aber damit weiter vor der Frage, was er eigentlich jetzt machen will. Die BZ schreibt, dass Oberliga-Aufsteiger Altglienicke an einer Verpflichtung interessiert sei.

Ich warte bei Torsten Mattuschka bei Tusche schon eine Weile auf den Punkt, an dem er sagt: “Ich höre auf mit Fußball und mache ab jetzt das hier!” Aber das ist aus meiner Sicht leicht gesagt. Ich hatte es ja nie mit einer endlichen Sportkarriere zu tun, die der größte Teil meines bisherigen Lebens war. Dann könnte ich nicht nur sagen, wie schwer der Abschied ist, sondern es auch nachfühlen.

Wir sprechen von außen dann immer “vom richtigen Zeitpunkt”. Aber wie ist es eigentlich, wenn man selbst den richtigen Zeitpunkt finden muss? Woran merkt man das? An häufigeren Verletzungen? Daran, dass die Luft nicht mehr für 90 Minuten reicht? Oder dass man in Laufduellen nicht hinterherkommt? Kann ich das durch überragende Technik kaschieren? Wie lange reicht es noch? Und wie bereite ich mich richtig auf die Zeit nach dem Profifußball vor? Wie schaffe ich es, nicht in ein Loch zu fallen?

Ich würde mich für Tusche freuen, wenn er für sich diesen Punkt gefunden hat und dann sein Abschiedsspiel zusammen mit Karim Benyamina in der Alten Försterei bekommt.

Was ist eigentlich bei der EM los?

Auf alles, was gestern im ZDF von Oliver Kahn zum Thema Randale gesagt wurde, möchte ich nur mit diesen Tweet antworten:

Twitter: @immnski

Neues vom Strand

Vielleicht sollte ich diese Rubrik langsam in “Neues vom Pool” umbenennen. Unions neuer Keeper und Hashtagfreund Daniel Mesenhöler genießt seinen letzten Urlaubstag mit einem Buch in der Hand.

4 Gedanken zu „Torsten Mattuschka und die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt

  1. Das Thema “Oliver Kahn” nebst Tweet halte ich in der Darstellung nicht für gelungen. Es ging doch auch um die Randale im Stadion vor einigen Tagen beim Spiel Eng – Rus. Abgesehen davon habe ich Kahn so verstanden, dass er Maßnahmen fordert und nicht immer nur Palaver. Welke sprach dann personalisierte Tickets an.

  2. @sohle Dein Argument stimmt. Und das ist das Problem, wenn ich mit Polemik auf Polemik antworte. Denn es gab in den letzten 20 Jahren nach den Ausschreitungen in Frankreich 1998 und in den Niederlanden 2000 sehr krasse Maßnahmen (Schengen aussetzen, Ausreiseverbote für Hooligans, etc.). Das würde ich sicher nicht als Palaver abtun. Die Frage ist doch dann eigentlich eher, warum ein Land wie Frankreich nicht in der Lage ist mit solch extremen Maßnahmen die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, während es zu vor in Deutschland, Österreich/Schweiz und in abgeschwächter Form auch Polen und der Ukraine gelungen ist.

  3. Da legst du den Finger in die Wunde. Womöglich ist das Thema Terror so sehr in den Vordergrund gerückt, dass die fußballbegleitenden Probleme etwas vernachlässigt wurden. Das ist zumindest denkbar, wobei auch ich dafür natürlich keine konkreten Anhaltspunkte habe.

    Was mir zu wider läuft, sind die aktuell ausgesprochen Strafen gegen dien russischen Verband bzw. die Mannschaft. Das mag womöglich dazu führen, dass mit der Mannschaft auch ein großer Teil der gewaltbereiten Menschen abreist. Das eigentliche Problem wird dadurch aber nicht beseitigt. Eine wirkliche Idee zur Bekämpfung solcher Probleme habe ich nicht. Bin da zu wenig im Thema. Aber personalisierte Tickets – von denen ich grds. nicht viel halte – dürften doch zumindest dazu führen, dass kein engl. Hool neben einem russ. Hool sitzt und die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse wie beim Spiel Eng – Rus minimiert wird.

  4. Dass der russische Block direkt neben dem englischen Block verortet war und keine Ordner dazwischen hat wohl mit personalisierten Tickets mal rein gar nichts zu tun.

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