Teve259 – Hofi, die alte Zockereule

Union gewinnt 1:0 gegen Bochum. Auch weil André Hofschneider in der Innenverteidigung einen taktischen Kniff anwendet. Außerdem reden wir über Helmut Schulte, Frauen und Mädchen bei Union und geben ohne Ende Buch-Empfehlungen.


Foto: Matze Koch

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9 Gedanken zu „Teve259 – Hofi, die alte Zockereule

  1. @ Stefanie: Sky bleibt übrigens scheinbar immer solange drauf, bis alle anderen Spiele vorbei sind. Dann startet parallel auf sämtlichen Kanälen die gleiche Werbung. Hat also wohl nichts damit zu tun, dass die die geile Stimmung im Stadion einfangen wollten ;)

  2. Nachdem wir unseren Sohn nun schon seit seiner 3. Lebenswoche mit ins Stadion nehmen und sich die Um-uns-stehenden nicht zu unrecht darüber beschweren, dass so ein Kind auf den Schultern eine nicht unerhebliche Sichtbehinderung darstellt, haben wir bei einem Besuch in einem Baumarkt zum Ankauf des besagten Klapphockers entschieden. Seit dem schleppt unser Sohn den Hocker von unserem locker 15 Min. entfernten Parkplatz ins Stadion. Ein einziges Mal fragte einer der Kontrolleure am Eingang den Supervisor, ob das mit dem Hocker OK währe, der schaute aus gut 10 Metern kurz drauf und winkte ihn durch. Seit dem gibt es keine Nachfragen mehr. Im Stadion selbst werden wir so oft darauf angesprochen, dass dies eine geniale Idee währe und ich erkläre dann immer folgendes:
    1. Die Zäune bei Union sind nach dem Umbau des Stadions nicht mehr für Kinder geeignet.
    2. Für einen echten Fan gibt es bei Union nur den Stehplatz.
    3. Bevor ich Geld für einen Sitzplatz ausgebe, kauf ich lieber einen Riesenhocker für den Preis einer Sitzplatzkarte.
    Mit dem Hocker ist mein 5-jähriger Sohn genauso groß, wie meine Frau ohne diesen. Wenn meine Frau vor dem Kleenen steht, kann er drei Viertel des Spielfeldes sehen, was deutlich mehr ist, als ich sehe.

  3. @Basti das habe ich ja auch gesagt: Es war als wäre die Nachspielzeit nicht ordnungsgemäß mit Sky abgesprochen worden ;)

  4. die gelbe karte von brandy war absolut nicht sinnlos; denn sie hat von 2 minuten nachspielzeit knapp die hälfte von der uhr genommen.

  5. Apropos Fußballtaktik: Ich denk mal, da hat Tim recht.
    Wenn nicht so viele “IT Nerds” so “Fußballignorant” wären und mitbekommen würden, was für ein riesen “Spielfeld” die Fußballtaktik zu bieten hat, könnte man aus so was wie dem “Eisern-Lab” noch viel viel mehr herausholen …. ich sach nur “big data” and “deep learning” ….. auch wenn “Kloppo” davon gar nix hält ;) (in einem der im Tribünengespräch verlinkten Videos)

  6. Danke für die Kritik am Girls/Boys-Day, bzw. dem Foto. Wenn man sowas nicht so deutlich anprangert ändert sich nichts… einen schlichten Aspekt habt ihr gar nicht erwähnt (oder ich habe es nicht mitbekommen):

    Mehr Mädchen und Frauen einzubeziehen bedeutet auch, die Fanbasis zu vergrößern. Man sieht ja gerade in anderen Bereichen, wie die Öffnung von bisher sehr männlich dominierten Bereichen zu mehr Diversität ganz einfach auch mehr Geld in die Kassen bringt… es ist also allein schon aus geschäftlichen Gründen klug sich da sehr deutlich zu öffnen.

    Und ich glaube, das das heute wirklich ein Möglichkeit ist, sich auch von anderen Vereinen noch deutlicher abzusetzen und damit auch für Männer interessanter zu werden, die mit dem Klötensport Fußball bisher nicht besonders viel anfangen konnten.

  7. Ich persönlich hab eine Tochter und würde ihr sehr gern diesen Vater/Sohnschal schenken, in Zeiten der Genderierung ist das ein Farbtupfer. Wie ihr bei dem Thema drauf ward, wundert es mich, das C.A. noch “Unioner” unkommentiert zur Begrüßung rufen darf.

    Zu Dresden habt ihr sehr gut geredet.
    PS: Stefanie, auch trotz deiner Unionbrille und der angeblichen Nichtbeachtung anderer Vereine finde ich immer noch, du bist am objektivsten!

  8. Um ein Spiel der Frauen zu sehen könnt ihr zum Beispiel am 22.05. zum Frauenfussball Feiertag gehen. Viel drum herum auch für eure Kids und Fussball ohne Ende.
    Wusstet ihr eigentlich das die Frauen sogar einen eigenen Fanclub hatten? :D Wir waren wenige und ziemlich bekloppt aber hätten Spaß ;)

  9. Hallo Sebastian,

    das folgende schrieb ich am 16. 05. 2016 an Lars Schnell, habe aber nie eine Antwort bekommen.

    Lieber Lars,

    mein Name ist Martin Haustein, ich bin wohl besser als Haui bekannt, ich bin seit gut 30 Jahren Unionfan und genauso wir meine ganze Familie Mitglied bei Union. Beim gestrigen Spiel wurde mir der Zugang zum Stadion verweigert, weil ich einen “gefährlichen Gegenstand” bei mir hatte. Es handelt sich dabei um einen Klapphocker aus Plastik, den ich nun schon seit mindestens 5 Heimspielen mitgeführt habe, damit mein 5-jähriger Sohn darauf stehen kann. Bisher wurde dieser Hocker immer von Ordnern und Supervisoren durchgewinkt. Gestern war eine neue Superviserin(Nummer 14) an den Kassen am Biergarten und selbige schob eine vollkommen überzogene Paniktour.
    Die Argumentation lief auf folgende Punkte zusammen:

    1. Es handle sich um ein potentielles Wurfgeschoss.
    2. Auch wenn wir den Hocker tragen würden, könnte er uns ja gewaltsam entwendet werden und als Waffe gebraucht werden.
    3. Wenn ich mit einem Kind ins Stadion komme, dann sollte ich doch lieber einen Sitzplatz kaufen.
    4. Wenn mir das nicht passt, dann kann mein Stadionbesuch auch sofort beendet werden. Sie habe jetzt eh keine Zeit um mit mir zu diskutieren.
    5. Ich solle jetzt das Stadion verlassen und könnte dann nach Entsorgung des Hockers das Stadion problemlos wieder betreten.
    6. Wenn ich mich beschweren wolle, könnte ich dies nach dem Spiel tun.

    Ich verließ daraufhin das Stadion mit dem Hocker und legte ihn im äußeren Eingangsbereich ab.

    Als ich danach den Stadionbereich wieder betreten wollte, wurde meine Dauerkarte als bereits gescannt erkannt, was wieder zu Diskussionen führte. Zum Glück hatte der Ordner am Einlass ein Einsehen und ließ mich ein. Die Aussage, dass ich problemlos wieder in den Stadionbereich kommen würde war also definitiv falsch.

    Mein Sohn ist 5 Jahre alt, war schon einen halben Tag vor seiner Geburt Mitglied bei Union und ist seit seiner 3. Lebenswoche bei allen Heimspielen dabei gewesen. Er hat also mehr Heimspiele als so mancher junger Ultra hinter sich. Dazu kommt, dass wir ihn nach Tom Persich auch Tom benannt haben. Mittlerweile ist er 1,18 Meter groß und wiegt so um die 20 Kg. Früher haben wir ihn immer auf den Schultern getragen aber das wird in dieser Gewichtsklasse langsam zur Tortur, von der Sichtbehinderung für die dahinter stehenden mal abgesehen. Die Nummer mit dem Hocker hat sich mittlerweile auch bis zur Presse durchgesprochen und wurde unter anderem auch auf der Seite Textilvergehen.de im Bericht http://www.textilvergehen.de/2016/05/01/teve259-hofi-die-alte-zockereule/ erwähnt. Hier ist in der Verlinkung auch der Hocker zu sehen. Fakt ist, dass mein Sohn mit dem Hocker unter den Füßen 1,53 Meter groß ist und selbständig das Spiel beobachten kann. Meine Frau ist gerade mal 5 cm größer und steht beim Spiel direkt vor ihm. Wir stehen 2 Meter rechts von der Mittellinie am ersten Wellenbrecher von oben. In unserem Umfeld stehen ca. 40 Personen, die uns alle persönlich kennen und von denen garantiert niemand in die gewaltsuchende Szene passt.

    Die Warscheinlichkeit, dass uns der Hocker gewaltsam entrissen wird, ist in unserem Umfeld auszuschließen. Im Gegenteil, es wurde alllgemeines Unverständnis für die Entscheidung der Superviserin geäußert.

    Die Aussage, dass ich mit einem Kind doch lieber die Sitzplätze aufsuchen sollte, halte ich für eine Frechheit und ein offensichtliches Unverständnis des Fanlebens bei Union. Schließlich ist Union der Verein, der sich gegen jeden Trend für ein Stehplatzstadion entschieden hat und es ist für mich wie für viele andere Unionfans absolut unvorstellbar, ein Fußballspiel im Sitzen zu sehen. Vor dem Umbau des Stadions hieß es immer “Kinder an den Zaun” und die Familien hielten sich dann in 2-3 Meter Abstand dahinter auf. Der Umbau des Stadions bracht Zäune mit sich, die nicht mehr zu beklettern waren. Seit dem sind die Kinder mitten im Block, bei ihren Eltern und inmitten der Fanclubs und das ist auch gut so. Darüber hinaus ist es für uns als Familie definitiv nicht finanzierbar, 3 Dauerkarten für die Sitzplatzränge zu kaufen. Wir sind nunmal keine neureichen Prenzlberger mit schwäbischen Wurzeln. Unser Fanclub stammt nun mal aus Neuenhagen, auch wenn wir inzwischen nicht mehr Neuenhagener Biester sondern Eiserne Biester heißen.

    Die Androhung eines Stadionverweises nur weil sie nicht die Zeit hätte, um mit mir zu diskutieren halte ich für eine Frechheit. Sie ist Superviserin und ist dazu da, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Die eigentliche Kontrolltätigkeit gehört nicht zu ihren Aufgaben, weshalb sie sich um die Zeit nehmen sollte, um Probleme zu lösen. Meine Frage, ob man Schlenne oder Dich kontaktieren könnte, konterte sie mit: “Die haben bestimmt besseres zu tun!”.

    Im Endeffekt heißt die Frage also:

    Möchte mein Verein die

    Variante A) Union ist ein kinderfeindlicher Verein, der nach Gutdünken und Tagesform des Sicherheitsdienstes eine positiv erkannte Idee torpediert?
    oder
    Variante B) Union ist ein Verein, der die Initiative von Fans zur Verbesserung der Situation von Kindern unterstützt, die durch den Stadionneubau deutlich verschlechtert wurde! Darüber hinaus ließe sich der Hocker auch wunderbar vermarkten – entweder als Verkaufsobjekt oder zur Ausleihe gegen Pfand. Den Hocker kann man für 15 € einkaufen und für ein paar Cent mit einem Uniontypischen Aufkleber versehen.

    Im übrigen wurden gestern mehrere dieser Hocker bereits im Stadion gesichtet, die offensichtlich durch andere Zugänge gekommen sind.
    Wir wurden auch schon von etlichen Fans angesprochen, die den Hocker für eine geniale Idee halten. Aus diesen Reihen kommen sicher auch die Nachahmer.

    Bitte wundert Euch nicht, wenn der Ältestenrat Unions auch nochmal mit diesem Thema kommt, denn unsere Programmheftverkäuferin versprach uns, dieses Thema dort auch noch vorzutragen. Ich wollte dieses Thema auch nicht im Forum breit treten, da ich dem Verein erstmal die Chance geben wollte, darauf zu reagieren. Ich halte auch die Presseleute, die ich kenne, erstmal aus den Nummer raus. Ihr habt aber gesehen, dass das Thema für die Presse durchaus interressant ist.

    Eiserne Grüße
    Martin (Haui) Haustein
    Nadine (Krümel) Haustein
    Tom (der kleine Keiler) Haustein

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