Darum wird André Hofschneider erst einmal Scout

Was wird eigentlich aus André Hofschneider? Er solle sich auf die Ausbildung zum Fußball-Lehrer konzentrieren, stand in der Meldung zur Verpflichtung von Jens Keller. Wir wissen, dass die zehnmonatige Ausbildung zum Fußball-Lehrer aufwändig ist, und mit mehreren Tagen in der Woche in Hennef zu Buche schlägt (hier gibt es Details zur Trainerausbildung und hier den Rahmenplan für Hofschneiders Jahrgang). Dazu kommt noch Hospitationszeit bei anderen Vereinen. Für eine Vollzeitaufgabe ist dabei sicher keine Zeit. Und es spricht für die Ehrlichkeit zwischen Hofschneider und Union, dass beide das auch so sehen. Dafür wird er nun in seiner übrigen Zeit als Scout arbeiten und vielleicht auch mal den Umstand genießen dürfen, ein Wochenende zu haben.

Hier die Artikel zu Hofschneiders Zukunft:

Warum nicht gleich eine zukünftige Tätigkeit von Hofschneider fest vereinbaren? Ich gehe davon aus, dass darüber Gespräche geführt wurden. Aber gleichzeitig muss auch berücksichtigt werden, dass die Fußball-Lehrer-Ausbildung auch bestanden werden muss. Beim KSC war Markus Kauczinskis Favorit auf seine Nachfolge zum Beispiel war Co-Trainer Argirios Giannikis. Der fiel aber durch die Prüfung und war damit gar nicht geeignet, Cheftrainer beim KSC zu werden.

Norbert Düwel gibt Jens Keller Tipps

Die BZ listet vermeintliche Aufgaben für Jens Keller auf. Dabei unter anderem: “Abwehr dicht machen”. Soll ich noch einmal erzählen, dass Union eine der besten Defensiven der Rückrunde hat und die Hälfte der Rückrundenspiele zu Null gespielt hat? Bei “Bobby Wood halten” und “Felix Kroos verpflichten” sehe ich ehrlich gesagt auch wenig Einflussmöglichkeiten des Trainers. Der amerikanische Stürmer wird bei einem entsprechenden Angebot weg sein und Felix Kroos’ Zukunft liegt vor allem in der Hand des Mecklenburgers, der sich eigentlich in der Bundesliga sieht und komplett nicht zweitligataugliche Gehaltsvorstellungen hat. Union zugute kommen könnte vielleicht, dass er einfach mal länger verletzungsfrei durchspielen muss.

In die gleiche Kategorie wie die Aufgaben der BZ für Jens Keller fallen die Ratschläge von Ex-Trainer Norbert Düwel an Jens Keller (Sport1). “Es ist natürlich keine einfache Geschichte in Berlin zu arbeiten, denn die Begleitumstände mit den Medien und die Besonderheit der Strukturen sind eine Herausforderung”, sagte der ehemalige Cheftrainer. Die Besonderheit der Strukturen bei Union ist nun spätestens seit Februar Geschichte.

Und was die Medien betrifft … Ganz ehrlich, da muss man schon ein extrem dünnes Fell haben, wenn man von maximal drei Reportern genervt ist, die dauerhaft beim Training dabei sind. Tagesspiegel und Berliner Zeitung ignorieren Union weitestgehend und die Morgenpost schafft auch kaum mehr als Pflichtprogramm. Einzig Kurier und Bild/BZ berichten konstant und meistens auch noch extrem wohlgesonnen.

Vielleicht sollte sich eher Norbert Düwel mal ein paar Tipps zum Thema dickes Fell bei Jens Keller abholen. Der könnte ihm mal erzählen, wie das ist, wenn alle zwei, drei Spieltage auch innerhalb des Vereins die eigene Arbeit in Frage gestellt wird und man nie genau weiß, welcher Mitarbeiter eine Standleitung in welche Redaktion hat.

Das Lageso und die Abwicklung der Notunterkunft im Fanhaus

Ein Update zum Fanhaus gibt es beim RBB. Eigentlich können wir es kurz machen: Das Lageso bleibt ein Sauhaufen und ist nicht in der Lage, sogar langfristig bekannte Termine wie die Zwischennutzung des Fanhauses als Notunterkunft zu planen. Auch das ND berichtet darüber. Hoffentlich finden alle Bewohner eine tatsächlich vernünftige Unterkunft in den nächsten Wochen.

Am Wochenende hat der Tagesspiegel eine sehr lange Geschichte über Benjamin Köhler geschrieben. Die gibt es jetzt auch online.

2 Gedanken zu „Darum wird André Hofschneider erst einmal Scout

  1. Pingback: Beim Fanhaus soll jetzt doch alles nach Plan laufen | ***textilvergehen***

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