Bring mich zum Rasen

Foto: Stefanie Fiebrig

Bring mich zum Rasen – 26 Geschichten vom Spielfeldrand. Ich habe nicht allzuviel darüber erzählt, weil ich bis zum Schluss nicht sicher war, ob ich es jemals fertig bekommen würde. Mein Buch. Das erste. Wenn´s nach meinem Mann geht, das einzige: Denn mein Teil der Arbeit war der, bei dem man alle rausschmeißt und ihnen hinterherruft, sie mögen bitte nicht so bald wieder da sein. Er hat alles, was sonst zwei Eltern erledigen, allein gemacht. Ich habe unterdessen geschrieben und meine Familie vermisst. Meine Familie mich auch, glaube ich.

Irgendwann habe ich das Manuskript abgegeben, Vorschautexte entworfen, das Lektorat wahnsinnig gemacht, nach einem Titel gesucht, über das Cover gemeckert … was Autoren eben so tun, um ihre Verleger auf die Palme zu bringen. Weil alles das für niemanden sichtbar ist, habe ich kaum daran gedacht, dass am Ende der Kette mal so ein Ding aus Papier stünde, das ich meiner Mama in die Hand drücken kann, mit dem Bemerken: “Hier, hab ich gemacht, in dem Jahr, in dem ich dauernd keine Zeit hatte.”

Seit heute kann ich das. Fühlbar fertig ist ein Buch, wenn im Verlag eine Kiste aufgemacht wird und die nette Vertriebsfrau sagt: “Kuck, da isses! Pack ein, nimm mit.” Das war heute. Meine Belegexemplare sind da, ich kann jetzt mit denen angeben und sagen: “Hab ich gemacht!”

Macht man das so? Ich weiß es nicht. Ich weiß so vieles nicht, und besonders wenig weiß ich über Bücher. Das mit dem Schreiben: Das war schön. Dafür bezahlt zu werden, sich mit Fußball zu beschäftigen: traumhaft! Das wollte ich machen, immer schon. Aber alles, was danach kommt, ist mir neu und fremd und manchmal auch einschüchternd.

Dass Menschen, die ich mag, auf Twitter mein Buchcover posten, freut mich unglaublich. Dass Radiosender mit mir sprechen möchten, finde ich neben prima immer auch ein bißchen beängstigend. Es war nichts, mit dem ich gerechnet hatte, als ich das Manuskript abgegeben habe. So richtig Schiss hab ich vor dem Vorlesen. Aber wisst ihr was? Das mach´ ich trotzdem.

Wer mal reinlesen will: Entweder direkt beim Schwarzkopf Verlag oder bei Amazon*.

Stefanie Fiebrig: Bring mich zum Rasen
Wie Fußball mein Leben veränderte – 26 Geschichten vom Spielfeldrand
ISBN 978-3-86265-352-2
August 2014
9,95 EUR (D)

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8 Gedanken zu „Bring mich zum Rasen

  1. weisst Du schon ob, und wenn ja, es als E-Book erhältlich sein wird?

  2. Zwei Lesetermine habe ich schon:

    30. Oktober 2014 – Hamburg – Lesung bei Fanräume e.V.
    20. November 2014, 20:30 Uhr – Berlin – Lesung in der FC Magnet Bar

    Da werden aber noch einige dazu kommen :)

    Und ein eBook wird es auch geben, sagt der Verlag. Aber ich habe immer noch kein Datum dazu. Ich klicke selbst fleißig bei amazon auf “ich möchte das auf´m kindle lesen” – es gibt leider nichts, was man sonst tun kann, um den Vorgang zu beschleunigen :(

  3. Pingback: Gedanken zum Wochenende (XXX) | Der Hönower

  4. Ich möchte hiermit eine Lesung in den 5 Ziegen beantragen. Erstens wegen und zweitens aus Gründen.

  5. DASS ich in den Ziegen lese, hab ich mit Hannes schon besprochen :) Bloß das wann ist noch offen, weil ich grad noch einige Arbeitstermine drum herum klar bekommen muss.

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