Teve185 – Not safe for Forsthaus

Erst nach der Saison wollte Uwe Neuhaus eine Analyse machen. Das sagte er vor dem 2:3 beim KSC. Danach wurde mitgeteilt, dass Adam Nemec und Baris Özbek (Vertrag bis 2016) sich einen neuen Verein suchen sollen. Wir müssen über Management by Fear reden.

Uwe Neuhaus beim 2:3 in Karlsruhe. Rechts: Co-Trainer André HofschneiderFoto: Koch

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12 Gedanken zu „Teve185 – Not safe for Forsthaus

  1. Hmmm, was Ihr da so erzählt hört sich so an, als wäre Union so der kleine Laden, wo sich’s alle mal gemütlich machen kann: sicheres und nicht allzu geringes Gehalt, wenig Anforderungen wie in: keine Weiterbildung, kalkulierbarer Trainer, freundliches Umfeld, wenig Kontrolle. Zwischendurch mal ein wenig Kommunikations-Wirrwarr, was aber nicht weiter schlimm ist, weil es eh immer was Besseres gibt.
    Echt mal, so als Unternehmen gesehen: mit so einer Einstellung kommt man nicht nur nicht weiter, man verliert im Laufe der Zeit den Anschluß. Es imponierte mir sehr, würde Union der erste Fußball-Verein, der mal ein konsequentes dynamisches Scrum einsetzen würde – ich glaube, Fußball wäre ideal dafür :D

    Was Anderes: ich hatte mich ja schonmal darüber ausgekotzt. Seither fällt es mir leider deutlicher in’s Auge – es gibt immer wieder Gesprächssituationen, in denen nicht nur Steffi konsequent niedergeredet wird. Es ist für mein Empfinden nicht mehr so schlimm und ja, ich weiss, Unterbrechungen haben ihre Berechtigung und machen ein Gespräch auch lebendig. Aber dieses konsequente Weiter-Nieder-Durchreden – ich finde das nicht angenehm, mir macht das Zuhör-Streß.
    Ich höre Euch gerne, ich mag Euer Miteinander, aber das nervt.

  2. Hallo, möchte mal meine Sicht der Dinge auf einige Bemerkungen eures Podcasts zum Besten geben: Ja, ich kann euch recht geben, dass die Mannschaft unter Uwe Neuhaus derzeit stagniert und auch in den vorherigen Jahren die Schritte des Fortschritts und der Entwicklung der Mannschaft immer kleiner wurden. Auch ich frage mich, wie lange unser Verein noch an ihm festhalten sollte…Aber auch ihr habt das Beispiel Alex Ferguson gebracht, der ewig lange im Amt blieb und immer wieder die Mannschaft nach schlechten Zeiten nach oben gebracht hat. Ich habe jedoch den Eindruck, dass Uwe Neuhaus auch schon mal “nett” mit seinen Spielern umgegangen ist. Allerdings ist wohl auch meiner Meinung was dran, dass jemand bei Uwe Neuhaus unten durch ist, wenn er sich mal gegen ihn gestellt hat…

    Ihr habt euch so intensiv mit Uwe Neuhaus beschäftigt und seid euch so einig, aber bei welchem Trainer wäre eure Meinung wesentlich besser, wenn ihr euch so ausführlich mit diesen befasst habt? Trainer-Generäle gab und gibt es immer wieder und diese hatten auch Erfolg. Aber Mist, auch ich bin hin- und hergerissen…

    Trotzdem kann ich (viele) Personalentscheidungen nachvollziehen:
    Eine Veränderung auf den Außenverteidigerpositionen ist unbedingt erforderlich! Die Stärken unserer Außenverteidiger liegen zumeist in der Offensive, da beweisen Marc Pfertzel und Kohle (zumindest in Heimspielen) ihre Qualitäten, aber schaut euch mal die letzten Jahre an: die meisten Gegentore fielen durch Fehler der Außenpositionen, gerade durch Fehler von Pfertzel und Kohle! Vor allem Kohle ist im Zurücklaufen einfach zu langsam, vermeidet Zweikämpfe und wenn er dann doch mal in einen Zweikampf geht, dann meist zu spät mit schlimmen Folgen (Elfer, Gelb, Rot etc.). Genauso ist er ungeneignet im Vermeiden von gegnerischen Flanken (übrigens im Gegensatz zu Michael Parensen). Seit zwei Jahren erhoffte ich die Verpflichtung eines stärkeren Linksverteidiger, leider kam er bisher nicht. Michael Parensen spielte als Vertretung auf einer für ihn nicht optimalen Position in der Regel besser als der nur auf der Position spielende Kohle! Schaut euch vor allem noch mal das 2:4 gegen Fürth aus der 1. Halbserie an, hier hatte Kohle an drei Gegentoren maßgeblichen Anteil, das Spiel war für mich ein Knackpunkt der Saison.
    Auch Marc Pfertzel leistet sich trotz allem lobenswerten Kampfgeist im Vorwärtsgang immer wieder schwerwiegende Fehler in der Abwehr.

    Baris Özbek hatte sich wohl selbst mit seinen Ankündigungen die Latte zu hoch gelegt und sehr hohe Erwartungen geweckt, die er meiner Meinung nach nie erfüllen konnte. Defensiv als Zerstörer des gegnerischen Kombinationsspiels liegen seine Stärken, aber dass reicht heute nicht mehr aus! Sein Offensivspiel ist einfach zu schlecht, kaum ein Pass kommt an, er verliert nahezu jedes Laufduell und kann sich im Zweikampf meist nur durch unlautere MIttel durchsetzen. Allerdings habt ihr recht, dass es nicht nachvollziehbar ist, wieso er einen so langen Vertrag erhalten hat.

    Ganz anders sehe ich die Situation bei Adam Nemec: Anfangs wurde er übel beschimpft. Allerdings wusste kaum einer um seine schlimme Rückenverletzung als Folge eines Sturzres vom Kirschbaum. Er braucht seine Zeit und hat die letzte Saison in meinen Augen offensiv meist gut gespielt, gerade seine von euch auch gelobte Kopfballstärke war überragend, er hatte allerdings auch seine Schwächen im Abwehrspiel (z. B. letzte Saison in Köln). Allerdings hat er auch Spielmacherqualitäten und erfolgreiche Torschüsse gezeigt (in Braunschweig). Diese Saison fing er gut an, machte schnell fünf Tore und bekam prompt seinen Vertrag verlängert. Aber seltsamerweise wurde seine Form ab diesem Zeitpunkt immer schlechter, er lief weniger, verstolperte viele Bälle, verlor trotz seiner Größe viele körperlich geführte Zweikämpfe und vor allem sein von uns erhofftes Kopfballspiel funktionierte überhaupt nicht mehr! Dazu gehört neben den erforderlichen Flanken auch, dass er sich in die entsprechende Positionen läuft, um diese Stärke auszuspielen – aber Fehlanzeige! Man kann nur vermuten, dass Grund seiner Erfolglosigkeit die mangelnde Trainingseinstellung ist, was auch durch Fan-Beobachter durchsickerte. Daher die Frage: Wie lange will man so einen Spieler noch durchschleppen? Auch ich bedaure es, aber sehe keine Alternative und glaube auch nicht mehr, dass er zu seiner Form zurückfindet.

    Der Fehler liegt hier auf jeden Fall in den langfristigen Verträgen, den Spielern wuerde zu viel Sicherheit vorgegaukelt!

    Eisern Union

  3. @Regine Das ist etwas, was wir noch nie im Griff hatten: Funkdisziplin. Wir eher so: Stammtisch. Ich weiß, dass das zum Zuhören entsetzlich anstrengend ist. Hier scheiden sich die Profis von den Amateuren im Podcastbereich, fürchte ich :(

  4. @Unioner,
    ich habe mir gerade die Zusammenfassung des Fürth-Spiels noch mal angesehen. In diesem Spiel zeigte Kohlmann seine schwächste Saisonleistung, allerdings stimmte bei allen Gegentoren die generelle Abstimmung in der Hintermannschaft überhaupt nicht und das zieht sich seit Jahren so durch. Die meisten Gegentore, insbesondere in letzter Zeit, bekamen wir über die rechte Seite, daher kann ich die Kritik an Kohlmann nicht wirklich unterschreiben. An der Abstimmung muss gearbeitet werden und ob Neuhaus das hinbekommt? Zweifel sind nach der Erfahrung der letzten Jahre angebracht.

  5. @steffi Gebe ich Dir völlig recht – Ihr macht das großartig und Podcasts mit Perfektionsanspruch hören ist fett am Ziel vorbei. Ich finde Euch jedoch so gut und intelligent, daß Ihr auch ein wenig Kritik mal vertragen könnt :D
    Abgesehen davon finde ich das auch einen Aspekt, denn man sich mal persönlich zu Herzen nehmen könnte als Anregung, Kommunikationsskills zu verbessern.
    Sorry für den Buzzword-Bullshit, es soll damit auch mal gut sein mit meinem Gemecker und ich werde auch weiterhin zuhören und ein treuer Fan sein.

  6. na, habt ihr mir aus der seele gesprochen.

    aber mal ne andere frage: neuhaus und schäfer waren ja schon mal ein dreamteam und zwar in essen. zunächst musste dann wohl uwe neuhaus gehen, ein paar jahre später schäfer. wiederum zwei jahre später war rwe pleite. ich hab ja nun wirklich keine ahnung, was damals in essen passiert ist, aber weiß jemand, ob man damals auch schon diese bestechende transfer- und vertragsverlängerungspolitik betrieben hat, die union die letzten jahre gemacht hat?

  7. muss mich verbessern, ein nicht zwei jahre nachdem nico schäfer dort ging war rwe pleite

  8. ach @Regine – wenn alle so freundlich kritisierten wie Du, wär´ die Welt ein besserer Ort! Ist völlig richtig, immer wieder dran zu erinnern, dass da was verbesserungswürdig ist. Wir bemühen uns!

  9. For the record: Ich persönlich mag das, wenn Ihr Euch gegenseitig ins Wort fallt. Podcasts mit Funkdisziplin finde ich tendenziell langweilig.

    Gewöhnt Euch lieber an, das Überquatschte und die abgeschnittenen Gedankengänge später nachzureichen.

  10. Weiß Uwe Neuhaus denn, daß er nicht Union ist, sondern Union mehr als Uwe Neuhaus ist? Das wäre schon mal ein Schritt um Veränderungen/Anpassungen zu starten.

    Ihm fehlt ein sportliches Korrektiv. Keins, der ihm in die Aufstellung rein redet, sondern jemand, der die sportliche Planung mit ihm diskutiert. Dirk Zingler sollte sicher stellen, daß Uwe Neuhaus das erkennt.

    Und was ist, wenn Uwe Neuhaus das Korrektiv wird. Die Verantwortung für das sportliche so wie jetzt behält und ein Trainer eingestellt wird?

    Es gibt vielerlei Möglichkeiten. Dirk Zingler muß sich nur im Klaren sein, daß etwas verändert werden muß.

    Ich habe auch einen Vorschlag: Andre Breitenreiter als Trainer engagieren. Der ist umgänglich und erfolgreich. Paderborn darf nur nicht aufsteigen…

  11. Meines Erachtens einer eurer schlechteren Podcasts. Ich fand den Podcast viel zu einseitig. Das Gero oft nicht in der Lage ist “vernünftig” zu argumentieren, merkt man ja in vielen eurer Podcasts. Das aber die komplette Runde auf Grund von Mutmaßungen und “Küchenpsychologie” Fakten schafft und aus diesen gemeiselte Schlussfolgerungen zieht, hat mich schon sehr enttäuscht.

  12. Zum Trainerbashing:
    Mein Eindruck ist: In Sachen Mannschafts- und Kleingruppentaktik kann Uwe noch deutlich zulegen. Da nörgel ich schon seit Jahren herum, auch wenn Defizite mit der Zeit oft abgestellt werden. Dauert aber immer gehörig. Bestes Bsp. in dieser Saison ist das “Umschaltspiel”. Wird der Ball erobert, geht es zu gefühlten 95% immer den Weg über die Abwehr, bis ein Angriff gestartet wird. Das liegt einerseits natürlich an der defensiven uns strukturierten Anlage vieler Mannschaften, die gg. uns spielen. Auf der anderen Seite ist aber auch nciht zu sehen, dass die spielerischen Ansätze, die Situation nach der Balleroberung schnell zu nutzen, überhaupt vorhanden wären. Das lässt sich in festen Abläufen durchaus trainieren und man sieht es bspw. beim Stadtnachbarn, wie das dann aussehen kann.
    Vom kleinen aufs große schließend: Mein Eindruck ist, Neuhaus entwickelt sich langsam fort (Probs werden ja regelmäßig abgestellt), aber das in einem Tempo, in dem ein Stadion neu gebaut wird. Daher passt die spielerische Entwicklung zu der des Vereins insgesamt. Ein schnelles vorankommen erwarte ich auf dem Sektor aber nicht.
    Zum Problemmanagement und dem persönlichen Umgang mit dem Trainer habt ihr ja glaube ich alles gesagt. Da bin ich auch nicht nah genug dran, um gezielt urteilen zu können.

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