Teve177 – Currywurst intravenös

Union hat 1:2 bei St. Pauli verloren und so manch einer damit auch jede Aufstiegshoffnung. Wir ranten zusätzlich über den Gästeblock am Millerntor und sagen, warum es ganz gut ist, zu schauen, wie das der Verein mit dem Totenkopf so im Profifußball macht.

teve177_bildFoto: unveu.de

On Air:

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Intro

00:00:00

Begrüßung

00:00:21

Rant zum Gästeblock bei St. Pauli

00:01:17

Das Spiel St. Pauli - Union 2:1

00:07:34

Profifußball und die Bewahrung der eigenen Identität

00:35:28

Outro

01:02:05

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14 Gedanken zu „Teve177 – Currywurst intravenös

  1. Sorry,

    aber der Gästeblock is so alt wie das Stadion (1960er Jahre), und die Heimfans der Nord (direkt neben dem Gästebereich) stehen genau unter den gleichen Bedingungen (schlechte Sicht, eng, dreckig, moderig etc.)! Da is nichts anders. Is also nicht so, dass die Heimfans besser behandelt werden. Und die Heimsitzer auf der Nord sind die Modefans, die die übrigen Karten kaufen, kein Maßstab für die große Menge der Sankt Pauli Anhänger im Stadion. Die Nord wurde natürlich akustisch von euch dominiert.

    Grüße von der Süd

  2. wenn interessiert schon, was die möchtegerns aus köpenick so von sich geben.
    in berlin gibt es nur den bfc dynamo.die einzig relevante fanszene dieser stadt.

  3. Och Mensch Gero, das Millerntor/Nordtribüne/Gästeblock wird doch umgebaut, und zwar (geplant) in dieser Sommerpause. Bitte komm doch nächstes Jahr noch mal!

    Grüße

  4. Hi Südtribünen-Steher,

    danke für dein Kommentar. Ich dachte mir schon, dass bei euch da drüben mehr los war. Ich erwähnte ja auch, dass ich denke, dass der Aufbau der Süd für die aktiven Fans die dort stehen, auch nicht so richtig super sein kann. Und das von euch nicht viel auf der gegenüberliegenden Seite ankommt, liegt sicher an der Akustik des Stadions.

    Das eure Bedingungen genauso beschissen sind, wie die für die Gästefans, macht die Situation ja auch nicht besser. Ich verstehe ja die baulichen Gründe, aber es gibt genügend andere Mittel sich gastfreundlich zu zeigen, ohne gleich ne neue Tribüne bauen zu müssen. Die Kritik richtet sich ja in diesem Fall auch nicht gegen die Fans sondern an den Verein. Eine Situation, in der ein Drittel der sich im Gästebereich befindenden Fans wenig bis nichts sieht, die Ordner ständig ne Fresse ziehen, als ob man gleichzeitig ne Kogge aufm Schal hat, ein Robbenbaby schlachtet und das Stadion anzündet und zusätzlich die Fans, die freundlich anmerken, dass die Situation für die anwesenden Frauen und Kinder unter aller Sau ist, mit Missachtung strafen oder rummaulen, dass man dann “eben nicht zum Fussball gehen” solle, kann auch einem St.Pauli Fan sicher nicht gefallen.

    Zum Schluss: Meine Kritik fusst in meiner Sympathie zu den Braunweissen. Bei anderen Vereinen hätte der Rant 3 Minuten gedauert und dann hätte ich’s vergessen. Meine Ansprüche an den FC St.Pauli sind höher.

  5. @pauli-honki ich bin einfach zu ungeduldig. entschuldige. und natürlich komme ich wieder. ich mag’s ja trotzdem sehr bei euch. und wenn’s dann irgendwann so nett im stadion ist, wie beim gemeinsamen bierchen nach dem spiel bin ich ein glücklicher gero.

  6. Ich wollte die ganze Zeit beim Zuhören ergänzen, dass das Drumherum (Einlasskontrollen, Bierverkauf etc.) sehr freundlich und gut organisiert war. Ich hatte allerdings im Gästesitzbereich auch bessere Bedingungen als Gero eine Etage tiefer und war dahingehend milder gestimmt.

  7. Also … *tieflufthol* beim Hören fiel mir eine ganze Menge ein, was ich sagen wollte. Ich war unter St.-Pauli-Fans in der Gegengeraden. Die Stimmung war super, die Leute freundlich, absolut top (und das sage ich als eigentlich Nicht-Fussball-Fan). Von mehreren Seiten wurde mehrmals deutlich der Neid auf die Union-Gesänge geäussert, 2 oder 3 lauschten in den Gästeblock und sangen sogar mit. Ich finde das erstmal menschlich großartig und auch gastfreundlich.
    Ich hatte Pfandbecher, würde also Herrn Saumselig mit seiner Vermutung recht geben.
    Aber! Ich konnte den Podcast nicht zu Ende hören. Das lag daran, dass ich gerne mal hören wollte, was Frau Rudelbildung eigentlich sagen wollte, die dauernd unterbrochen wurde und das über eine Zeitspanne, die meine Geduld echt hart auf die Probe gestellt hat – ich hab verloren.
    Echt mal – als studierte Linguistin bin ich sehr versucht, eine Gesprächsstatistik aufzustellen mit Sprechzeit in Minuten und Unterbrechungen. Für mich war das unerträglich. Steffi wirkte da geduldiger, mag sein, dass es für sie OK war. Aber ich spreche hier 1. für mich und 2. als Hörerin. Sebastian hat ja heldenhaft versucht, da etwas Ruhe reinzubringen, aber ich hab nun trotzdem immer noch nicht Steffis Sicht der Dinge mitbekommen. Ausserdem hatte ich das Gefühl, ihre Beiträge hätten noch mehr Rant-Potential, das so leider gar nicht erst zum Tragen kam.

  8. Moin in die Hauptstadt und nochmal danke für die Grüße an den MillernTon (und die drei Punkte),

    ich teile ja eher Geros als Steffis Bewertung des fussballerischen Aspekts. Und die zweite Liga ist gerade eng und spannend. Aber das Niveau auf den Plätzen 1,5 bis 7 ist gefühlt auch schwächer als in den letzten Jahren auf den Plätzen 1-2 (was irgendwie auch logisch ist).

    Zum Gästeblock: Das ist halt einfach der alte Teil des Stadions. Die Heimfans nebenan stehen und sehen genauso gut oder schlecht. Wobei ich mich da letzte Saison echt noch wohl fühlte. Vielleicht bin ich aber auch einfach noch nicht so “verwöhnt” (no offense), bzw. den Schmodder einfach seit 20 Jahren gewöhnt.

    Stimmung: Fand ich (siehe Podcast) auch eher mau, das “Sing when your winning” fiel ja im Nach dem Spiel beim Millernton auch. Das ist von der Bewertung aber echt total Positionsabhängig im Stadion.
    Und: Die Lahmärsche auf der Gegengerade sind (zu) viele und werden ja auch von vielen bemängelt. Aber das zu ändern ist eben leider auch nicht so trivial.

    Und Bierbecher: Auch das ist ein Artefakt. In den neuen Tribünen gibt es Receycling-Becher, das wird in der Nord so wie es aussieht exakt diesen Sommer geändert.

    Wie immer eine Freude, Euch zuzuhören.

  9. Auch von mir beste Grüße zurück.
    Das meiste wurde hier in den Kommentaren schon ergänzt, bspw Umbau Nord im Sommer und dann Hoffentlich auch dort Pfandbecher, die ja in den restlichen drei Tribünen bereits zahlreich für Viva con Agua gespendet werden.
    Kleine Ergänzung zu den Stehplätzen: Auf der Gegengeraden sind es 10.000 Stehplätze und 3.000 Sitzplätze oben drüber. Die Stimmung kommt natürlich größtenteils weiter von der Süd, und Gero hat da natürlich völlig recht, dass die VIP-Plätze über den Stehplätzen in der Kurve scheiße sind und im Idealfall abgeschafft gehören. Da ist man dran, aber solange man die größtenteils verkauft bekommt, ist’s halt schwierig, leider.
    Für die Gegengerade gibt es jetzt den Versuch, mit dem Supportblock wieder einen Gegenpol zur Kurve u schaffen, im Idealfall trotzdem im Zusammenspiel mit den Ultras. Dauert aber, die Altersstruktur der bequemen Leute auf der GG tut dazu leider ihr Übriges. Aber, wie Gero ja auch schon feststellte, es ist schon wieder besser als in den letzten Jahren.
    Und, wie auch von Curi0us schon geschrieben: Im Gegensatz zu Daniel im ÜS-Blog, fand ich die Stimmung eher so lala, wir haben offensichtlich die Tore zum Wach werden gebraucht.
    Wie dem auch sei: Freue mich auf die nächsten Spiele mit Euch, dann auch hoffentlich mit neuem Gästeblock.

  10. Eure Analysen werden immer fahriger. Das gipfelt darin, dass ich diesmal vollständig Geros Meinung zu Spiel und Mannschaft teile :D
    Steffi hätte nicht so oft unterbrochen werden sollen, ja, aber es war schon während des Spiels auf twitter zu fühlen, wie ihr das Spiele einfach auf den Zeh getreten war und sie einfach nicht mehr Freunde werden.
    Und hier meine Statistik, aus der ich ablesem, dass wir maximal schaffen, besser als letzte Saison dazustehen und eben nicht um Platz 3 mitkämpfen:

    Gegen die Teams auf Platz 1-11 haben wir in unseren letzten Spielen gegen sie, in dieser Saison, wieviele gewonnen? *Zwei* (Padderborn und Sandhausen).

  11. ich bin zum ersten mal auf diesen podcast gestoßen und fand euch sehr interessant. manches würde ich aus st. pauli sicht etwas anders darstellen. zunächst ist es richtig, dass die sicht aus dem gästeblock schlecht ist, nicht zuletzt deswegen bauen wir die neue nord, die heimfans in der nordkurve sehen genauso schlecht. die kritik daran ist völlig berechtigt, nur ist der vermeintliche millerntor charme auf diesen kack-tribünen gefußt. die alte gegengerade war genauso, man stand eng, man sah wenig, man sang, redete, trank bier, rauchte und philosophierte.
    nie, nie, nie: und das ist einfach ein medialer irrtum, war die stimmung und lautstärke des supports bei st. pauli exorbitant hoch. die tatsache aber dass wir zu den ganz wenigen vereinen gehören, die 10.000 stehplätze auf der geraden (!) haben, schafft dennoch einen gewissen “roar”, der über das ultra la la la hinausgeht.
    die akkustik des stadions ist aber so, dass man weder von den auswärtsfans noch dieselbigen von der südkurve viel wahrnehmen. das ist eine physikalische geschichte und es lohnt nicht, dass en detail aufzudröseln. fakt ist: wenn ihr mit 2500 mann kommt und alle mit voller kraft “union” brüllt, hört sich das in der süd so an als wenn eine 83 jährige frau ein heilwasser im supermarkt umtauschen will.
    es ist also müßig darüber zu diskutieren.
    richtig ist auch, dass man bei hansa und bei dresden besser sieht. während des spiels. danacht eventuell nciht mehr, weil einem ne flasche in den bus fliegt ;-) genießt also weiterhin die chillige atmosphäre bei uns. entspannt vor und nach dem spiel sein bierchen mit anderen zu zischen. so sollte es ja auch sein.

    viel glück euch, ich werde auch in zukunft mal wieder reinhören…

  12. Ich bin einer von diesen Modefan-Nordsitzern, und ich muss echt sagen: nach dieser Episode hab ich so gar keine Lust mehr, hier reinzuhören. Vielleicht war ich zu selten auf Rihanna Konzerten, Gero scheint sich da besser auszukennen, aber wenn man nicht sehen kann, dass es auf der Nord auch Heim-Stehplätze mit genau so schlechten Bedingungen wie bei den Gäste-Stehplätzen gibt, und sich insgesamt beschwert dass man eigentlich gar nichts sehen kann, dann aber ganz genau sieht wie das Spiel gelaufen ist, besser sogar noch als Frau Rudelbildung am Fernseher… ich weiß nicht, Gero. Fahr doch einfach nach Rostock, wenn Du Dich da wohler fühlst. Ich sitze jetzt die zweite Saison auf der Nord, meistens ist es da sehr nett mit den Gästefans, die häufig auch den Heim-Bereich bevölkern. Viele Gäste sind auch laut, deutlich lauter übrigens als die Unioner. Sogar Sandhausen hatte mehr Songs drauf als Ihr. Warum Du also unseren Support nicht gehört hast, weiß ich nicht. Es gab Wechselgesänge mit der GG und der Süd, es gab kein Dauer-Tralala aber spielbezogenen Support. Wir im Norden sind durchaus meist nicht so karnevalistisch wie die im Süden, und wir mussten bei den letzten Heimspielen seit November auch echt viel durchmachen, was die feiernden Gästefans um uns herum anging. Dass wir aber nur singen, wenn wir gewinnen, oder dass wir vielleicht gerade mal unseren Vereinsnamen artikulieren können… alter ey.

    Wenn Du Frust schiebst wegen des erneuten Schneckenrennens um den Aufstieg, dann lass ihn nicht an den Heim-Fans Eurer Gegner aus. Mit den Unionern um mich herum hatte ich einen sehr netten Abend, würde mich wirklich freuen wenn Du das nächste Mal nicht kommst, damit das so bleibt.

  13. Ein gelungener Podcast mal wieder mit Einschränkung GERO! Ich empfehle ihm mal einen Verein seines Vertrauens als Gast ab Einlass unter Ordnerkritik zu bewerten! Ihr seid da nicht weit vorne im Ranking! Schon gar nicht bei Einweihungsspielen der Haupt oder “befreundeter” Vereine! Das war nur Frust was da gesagt wurde zum Gästeblock! Richtig ist, er ist alt, wird verschwinden! Aber das stehen im Matsch und Randsteinen ist bei Union so lange nicht her! Zum Problem Kinder! Wenn ich mit Kindern auswärts fahre, informiere ich mich über die Begebenheiten, stelle mich auch nicht in eine Menschenenge eines Gästeblockes (es sei den man ist FSV – Fan), und die Kinder auf Traversen, Mauern oder bauliche Begebenheiten setzen zu wollen, zeugt bei Abwendung die Umsicht des Sicherheitsdienstes und zeigt die Dummheit der Eltern! Auch wenn ich den Gästeblock nicht gut heiße, sollte man mit Kindern mehr Umsicht zeigen und Sitz buchen. Die Nullachtfünfzehn-Architektur kommt noch früh genug! Was die Stimmung angeht, seit ihr wohl von den Medien ziemlich beeinflußt worden. Die war nie anders, jedenfalls wesentlich. Liegt an der New- Fanschar wg mehr Kapazität und der Bauweise! Und wenn ich im Gästeblock stehe, höre ich auch nicht das angeblich Roar der Heimteams! Das ist eben so! Es sei, man ist mit Schnarchnasen unterwegs, aber die habt ihr auswärts genauso wenig wie wir!
    Ansonsten wie gesagt, wieder ein gelungener Pod bunter Blumen!

    Gruß, aus umme Ecke, die Zecke

  14. huhu @wombat, huhu @toby, dank auch euch für eure Kritik, die ich natürlich gerne annehme. Ich bin ja weiter oben schon auf einige Anmerkungen, Berichtigungen usw zu meinem Gemecker eingegangen und habe dem eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Nur kurz noch ein paar Worte zu einigen angemerkten Punkten:

    – wenn ich ein Spiel nicht richtig im Stadion gesehen habe, schaue ich normalerweise das ganze Spiel oder Ausschnitte mir noch mal später an.

    – Bzgl. der Kinder bin ich nicht deiner Meinung, wombat. Jedenfalls nicht, wenn es um Kinder im Alter 10+ geht. Da sind die Verhältnisse inzwischen in vielen Stadien eigentlich recht ok. Und manche Eltern können sich halt die 28 EUR für einen Sitzplatz nicht leisten, würden aber trotzdem gerne mit ihren Gören ein Spiel sehen. Schon alleine aus sozialen Gesichtspunkten kann ich da also die Argumentation nicht nachvollziehen. Zusätzlich, Die Mauer hinter dem Stehbereich ist ca. 1,50 Meter hoch, ein Sicherheitsrisiko, wenn man sein Kind dort hinsetzt, kann ich nicht wirklich erkennen.

    – Das sich unsere Fans manchmal auch danebenbenehmen ist kein Geheimnis. Aber das hier war kein Sicherheitsspiel, es gab keine Anzeichen für Stress. Und wenn ein Ordner ein Arschloch zu Eltern, Kindern und Frauen ist (alles unter 1,75 hatte Problem mit der Sicht etc.), ist er halt ein Arschloch. Punkt.

    – Ich schiesse zugegebenermaßen in der Schärfe meiner Kritik manchmal übers Ziel hinaus, übrigens auch im Bezug auf meinen eigenen Verein. Aber die meisten können diese Überspitzung einordnen und wenn nicht, kann man das immer gerne im Nachhinein, wie hier in en Kommentaren, tun.

    Ich freue mich in der Tat sehr über die lebhafte Diskussion hier und bei Twitter nach dieser Ausgabe. Es gab viel Zustimmung von St.Pauli Fans aber auch verbale Kloppe – mit beidem kann ich sehr gut leben. Wer unseren Podcast kennt, weiss, dass ich dem Verein sehr positiv gegenüberstehe, mit vielen Fans befreundet bin und die Entwicklung mit regem Interesse verfolge. Genau deshalb nehme ich mir auch raus, manchmal rumzupoltern. Nicht alles ist immer super ernst und schon gar nicht persönlich gemeint. Wir sind ja immer noch beim Fussball. Aber ich finde Kritik muss manchmal sein.

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