Monthly Archive for Dezember, 2011

Frohes Fest!

Ich muss ein Geständnis machen. Am 23. Dezember würde ich eigentlich nur in ein Stadion gehen, um den 1.FC Union im DFB-Pokal siegen zu sehen. Gerne mit einem späten Tor. Aber diesen Gefallen tut mir mein Verein seit Jahren nicht. Und zwar so verlässlich, dass ich mir schon gar kein Pay-TV mit DFB-Pokal-Übertragungen gekauft habe. Außerdem habe ich das gleiche Problem wie viele andere Männer am 23. Dezember. Wir sind überrascht davon, dass auch dieses Jahr Weihnachten schon am 24.12. ist. Geschenke? Geschenke!

Trotzdem gehe ich seit einigen Jahren zum Weihnachtssingen in das Stadion an der Alten Försterei. Nicht, weil ich besonders gut singen kann. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch nicht, weil es immer neue Teilnehmerrekorde zu vermelden gibt. Denn Wachstum ist nicht alles. Ich schaue gerne in die Gesichter. Vom Kerzenlicht in der Hand angescheint suchen sie im Gesangsheft die Zeilen, singen konzentriert mit. Die Augen sind groß. Die Gesichter ernst, manchmal gelöst. Ich spüre, wie alle inne halten. Weil alle fühlen, was sie hier zusammenbringt. Zusammenhalt. Und das erste Mal vor Weihnachten spüre ich das, was mir die Werbung seit Wochen entgegenschreit: Besinnlichkeit.

Frohes Fest Euch allen!

Bilder: Stefanie Lamm

Nicht ohne Liebe.

“FC Union, unsere Liebe, unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein”, klang es zum Schluss aus allen Kehlen der mindestens 17.000 Zuschauer, die dieses Jahr das Weihnachtssingen in der Alten Försterei besuchten. In dem Moment stand Präsident Dirk Zingler auf dem Rasen. Am Mittelkreis. Alleine sah er sich die vielen tausend Kerzen an, die im dunklen Stadion von den Tribünen leuchteten. Dazu ein Fangesang, der das verursacht, was der Berliner “Erpelpelle” nennt. Ich kann nur vermuten, was der Präsident in dem Moment gedacht hat. Ich wünsche ihm, dass er sich selbst gesehen hat. Wie er früher auf der Stehplatztribüne stand. Und ich hoffe, dass er daran gedacht hat, wie er auch sich mit diesem Stadion einen Fantraum verwirklicht hat.


Foto: Robert Schmidl

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(Länge: 105:47 Min; Dateigröße: 94 MB)

Die unglaubliche Menge an Weihnachtssängern hat unser Aufnahmegerät an seine Grenzen gebracht. Seht uns also einige Übersteuerungen nach.

Für Freunde der ersten Strophe.

„Eigentlich müsste man sich mal mit Kerzen und Glühwein im Stadion treffen“, sagten sich vor neun Jahren die Mitglieder des Union-Fanclubs „Alt-Unioner“. „Man kommt immer gar nicht dazu, sich vor Weihnachten ordentlich voneinander zu verabschieden.“ So blieb denn an einem 23.Dezember abends ein Stadiontor offen, man konnte noch ein wenig miteinander schwatzen und befand „Jetzt müssen wir aber wirklich singen“. Das war die Geburtsstunde des Weihnachtssingens im Stadion An der Alten Försterei. Waren es anfangs 89 Sänger, rechnen Verein und Alt-Unioner in diesem Jahr mit einem stimmgewaltigen Chor von 15.000 Leuten. Nicht nur Fußballfans sind dabei. „Wir freuen uns über jeden, auch wenn der nur einmal im Jahr kommt, der gemeinsam mit uns Weihnachten einläuten will“ sagt Torsten Eisenbeiser von den Altunionern. Man darf also gerne sangesfreudige Nachbarn, Freunde, Bekannte und Verwandte mitbringen.

Foto: Uwe Strootmann / Im Schatten der Tribüne

Das Stadion öffnet um 17:30 Uhr, ab 18 Uhr spielt der Posaunenchor. Für die, die immer nur die erste Strophe können: Es wird wie in den Jahren davor ein kostenloses Liederheft verteilt! Für die ganz Kleinen gibt´s Geschenke, Kerzen gibt´s für alle. Der Eintritt ist frei. Wer will, darf spenden. Das Geld geht an die Nachwuchsabteilung des Vereins.

wiestehendieaktien.de

Fürth. 5:0. Alle Vergleiche mit Orkantiefs wurden gezogen. Interessanter beim 1.FC Union Berlin ist gerade der Aktienverkauf, dem wir uns noch einmal intensiv widmen. Präsident Dirk Zingler schreibt allen Mitgliedern: “Die angestrebte Mehrheit von 51% ist noch nicht erreicht.” Da uns interessiert, ab wieviel verkauften Aktien diese Mehrheit erreicht wird, haben wir den Taschenrechner angeschaltet. Als Zinglersche Zahl wird also in Berlins Schulen die 7286 gelehrt werden. Denn mit 7286 verkauften Aktien würden Unions Mitglieder die Mehrheit an der Stadionbetriebs AG übernehmen.

Aus dem aktuellen Podcast entstand eine neue Website, die Robert erstellt hat: www.wiestehendieaktien.de

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, Hans-Martin, Robert, Mathias und Sebastian.

Themen:

Intro; Einwortzusammenfassungen (O-Ton Christian Stuff, 02:43 Min); ein Drittel aller Gegentore gegen Fürth kassiert; wer fährt so spät durch Schnee und Wind? Es ist der Bunki…; Playmobil hält nur bis Windstärke 9; Christian Stuff findet keinen Zugriff auf Fürth (O-Ton, 11:06 Min); Mike Büskens ärgert sich über Videotext (O-Ton, 12:05 Min); Uwe Neuhaus hat ein anderes Spiel erwartet (O-Ton, 15:44 Min); Bunki will lieber graue Maus sein, als oben zu kratzen; Klassenerhalt ist fast sicher; Hansa Rostock und die Regionalliga; Uwe Neuhaus und Mike Büskens sind bestürzt wegen Parensens erneuter Verletzung (O-Ton, 35:56 Min); Wissenswertes über Bad Driburg (Allerdings spielt TuS Bad Driburg nicht Bundesliga-Volleyball, sondern Bezirksliga. Dafür ist der Verein Rote Raben aus Markus Karls Heimat Vilsbiburg ein Bundesligist); Ist Parensen zu verletzungsanfällig?; Glinker muss für einen neuen Vertrag nach Spanien fliegen; Dirk Zingler hat wieder einen Brief geschrieben; Was passiert, wenn nicht alle Aktien verkauft werden?; Wofür wird das Geld ausgegeben? (Aufstellung der Haupttribünenfinanzierung); Grundstückskauf wäre auch möglich; Wir bauen einen Countdown: www.wiestehendieaktien.de; Textilvergehen investiert und ihr könnt dabei sein; Wie funktioniert Flattr?; Wir bringen zum Weihnachtssingen Plätzchen mit

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(Länge: 79:50 Min; Dateigröße: 68,3 MB)

Für die Übernahme der O-Töne von Christian Stuff, Uwe Neuhaus und Mike Büskens geht ein großes Dankeschön an AFTV. Supertypen!

Scheißegal! Hauptsache, wir haben gewonnen.

Angesprochen auf seinen Notenwunsch nach dem 4:0 Sieg gegen den FSV Frankfurt sagte Chinedu Ede: “Das ist mir scheißegal. Hauptsache, wir haben gewonnen.” Das drückt alles aus, was dieses Spiel ausmachte. Keine besonders gute Leistung von Union. Aber für den FSV in der derzeitigen Verfassung war das schon zuviel. An allen vier Toren war Ede beteiligt, doch zu gut erinnert er sich an vergangene Spielzeiten oder den Saisonstart dieses Jahr, als das er übermäßig in Euphorie ausbrechen würde. So wie der gesamte Verein sich zwar wohlig an 31 Punkten wärmt, aber ansonsten die Ruhe bewahrt.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, und Hans-Martin, Robert und Sebastian.

Themen:

Mannschaftsaufstellung; Einwortzusammenfassungen des Spiels; Das erste Tor: Siehst Du Mosquera, so wird das gemacht!; Was ist eine Notbremse (Schlicke, Menz)?; Offizielles Regelwerk des DFB (PDF); Chinedu Ede setzt Prioritäten (O-Ton; 13:00 Min); Der aktuelle Status von Ede; Christian Stuff stolpert (O-Ton; 22:01 Min); Union wird variabel bei Freistößen; Simon Terodde und die Apfelschorle; FSV Frankfurt: Ein Traditionsverein ohne Fans; Buch “Eisern Union!” von Frank Willmann und Jörn Luther; Karim Benyamina ist traurig (O-Ton, 38:41 Min); FSV will drei bis vier Spieler zum Winter abgeben; Bei Union läuft es anscheinend. Unheimlich.; HSV-Friedhof ist nicht gefragt; Der Abstand zum Relegationsplatz wächst; Fürth: Da sah Union doch immer gut aus; Ein Jahr ohne ordentliche Mitgliederversammlung: Ist das satzungsgemäß?

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(Länge: 63:04 Min; Dateigröße: 54,3 MB)



		
		
		

Bilder: Stefanie Lamm

Torwart werden ist wie Akkordeon lernen.

Union schwimmt und Glinker fliegt. Zugegeben, das ist etwas reißerisch. Aber das 1:0 gegen den FC Energie Cottbus zeigte tatsächlich, dass die Mannschaft auf einer Erfolgswelle schwimmt. Oder wie Uwe Neuhaus gerne sagt: Man muss die richtigen Gegner zur richtigen Zeit bekommen. Und Jan Glinker? Der macht eine gute Figur nach der anderen. Schön anzusehen.

 

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, und Hans-Martin.

Themen:

Union schwimmt gerade oben, kann aber immer noch nicht das Spiel verhalten; Egil Olsen (Trainer der Nationalmannschaft Norwegens); Die Küchenpsychologie ist auf unserer Seite; Luxusprobleme: Karl sitzt auf der Bank; Berlin zieht, Paderborn nicht; Uwe Neuhaus vor der Vertragsverlängerung; Jan Glinker in Topform; Neuhaus über das Verhältnis der beiden Torhüter untereinander (Kicker vom 19.08.2011); Abstimmungsprobleme bei Union – Zwischen Waldseite und Gegengerade; Unsympathische Vereine: Irgendwann muss man Vorurteile mit der Realität abgleichen; Union Anfang der 90er war gruselig (PDF mit Bildern von Harald Hauswald aus der Wendezeit); Artikel von Johannes Schneider “Ihr seid keine Unioner” im Tagesspiegel und die Reaktionen darauf: “Verein, Heimat, Identität und der ganze Rest” vom Spielbeobachter und “Einer von denen” von Frédéric Valin

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(Länge: 68:33 Min; Dateigröße: 60,9 MB)