Monthly Archive for Oktober, 2011

Geile Atmosphäre. Keine Punkte.

Beim Spiel gegen den FC St. Pauli gab es für Unioner aus dem Spiel heraus wenig Grund zur Freude. Dazu war die Partie am Ende zu eindeutig. Das ist dann immer der Moment, wo unser Freund Jan auf der Gegengerade trotzig sagt: “Ich gehe nicht zum Fußball. Ich gehe zu Union.” Und ehrlich gesagt ist das beim aktuellen Tabellenstand das perfekte Statement zum Spiel. Flutlicht. Stehplatzstadion. Heiserkeit. Fußball pur eben.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Hans-Martin und Sebastian.

Themen:

Intro; Mannschaftsaufstellungen durch Stadionsprecher Christian Arbeit; Spieleinschätzung; Ahmed Madouni über Pressing (O-Ton: 10:47 Min); Markus Karl fand die Atmosphäre geil (O-Ton: 13:47 Min); Das Herz von St. Pauli hat gefehlt; Trainer André Schubert macht den Mike Büskens (O-Ton: 21:37 Min); Sebastian findet ihn als Trainer toll; Etat-Tabelle Zweite Liga (Vorletzter: SC Paderborn); Union fehlt noch etwas nach ganz oben, findet Torsten Mattuschka (O-Ton: 26:41 Min); Finden auch: BZ, Bild, Kurier, Tagesspiegel; Findet auch Uwe Neuhaus (O-Ton: 29:20 Min); Trainerkritik wegen der Auswechslung Savran für Mosquera; John-Jairo sollte mal mit Kenan telefonieren (Theaterkritik); Standards bei Union jenseits von Torsten Mattuschka (Du bist der beste Mann!); Uwe Neuhaus hat ein Bankproblem; Dafür ist Jan Glinker wieder eine Bank (Kicker-Statistik); Union gegen Pauli, die etwas andere Atmosphäre (fliegende Bierbecher, Kaugummis und Feuerzeuge); Michael Parensen verlängert und wir spielen sein Lied (55:22 Min); Keule in neuer Garderobe jetzt mit besseren Chancen bei Maskottchenrennen; Braunschweig – Macht’s noch einmal Jungs.

Vielen Dank für die O-Töne von Ahmed Madouni, Markus Karl, Uwe Neuhaus und André Schubert an AFTV, das Klubfernsehen des 1. FC Union Berlin.

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(Länge: 72:30 Min; Dateigröße: 62,5 MB)

Bilder: Stefanie Lamm

Tagesordnungspunkt: Zukunft

Spatzen haben es im Moment sehr schwer beim 1.FC Union. Schließlich mussten sie die ganze Zeit von den Dächern pfeifen (hier, hier und hier). Erst gestern gestattete der Verein den Berufsträllerern eine kurze Verschnaufpause und verkündete: Wir berufen eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Stadionzukunft ein.

Die Einladung selbst lädt zu Spekulationen ein und bietet sich als Einstieg in das Fach Kreml-Astrologie an. Denn wer sich Klarheit beim Blick auf die Tagesordnung erhofft hat, wird enttäuscht. Dort steht fett zwischen Begrüßung und Schluss eingeklemmt nur “Zukunft des Stadions an der Alten Försterei”. Dieses Thema pfoffen auch die armen Spatzen im scharfen Herbstwind vom Dach der Geschäftsstelle. Von “richtungsweisenden Veränderungen, welche die Fußballkultur im Stadion an der Alten Försterei betreffen”, ist bedeutungsschwanger die Rede. Es benötigt nicht viel Phantasie, um von dort eine Verbindung zur heiligen Kuh der Unioner herzustellen: Die Unantastbarkeit des Stadionnamens. Präsident Dirk Zingler selbst gab sein Wort, dass die Mitglieder über eine Änderung entscheiden würden.

Jenseits des Stadionnamens, der sicher nicht als alleinige Finanzierungsquelle taugen würde, geistern weitere Optionen herum, wie Geld für die neue Haupttribüne inklusive Funktionsgebäude (kolportierte Kosten zwischen 13 und 17 Millionen Euro) zu beschaffen wäre:

  • Sponsoren gehen für den Kauf von Logen und Business-Seats in Vorkasse
  • eine Bank gibt einen günstigen Kredit
  • Fan-Anleihe
  • Kapitalaufstockung der Stadionbetriebsgesellschaft mit einer Änderung der Gesellschaftsform (z.B. Aktiengesellschaft)
  • Einstieg eines Investors

Meinen persönlichen Überlegungen nach, fallen einige Optionen heraus. Eine Fan-Anleihe birgt drei Probleme. Sie ist ein Bankgeschäft, das von einem entsprechenden Institut durchgeführt werden muss. Das verdient naturgemäß daran. Die Summe der Anleihe muss durch die Fans aufgebracht werden. Dies scheint in einem traditionell strukturschwachen Gebiet wie Berlin bzw. Ostdeutschland schwer möglich. Vor allem, wenn der Blick auf den Erfolg der Hertha-Genuss-Scheine fällt. Von “geheimen” Investoren hat Union zudem wahrscheinlich genug. Letztes Problem: Auch Anleihen müssen zurückgezahlt werden. Gegen einen Einstieg eines Investors spricht neben der noch frischen ISP-Erfahrung auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und nach Mehreinnahmen für den Verein. Nicht für einen Investor.

Zu deutlich sind die schlechten Erfahrungen mit Stadion-Neubauten in Dresden, Aachen oder Bielefeld. Dirk Zingler hat von Anfang an deutlich gemacht, mit dem Tribünenbau nicht die Zukunft des Vereins riskieren zu wollen. Andererseits prägt der bisherige Stadionausbau zwar nachdrücklich die Stimmung bei Union, bringt aber wenig Geld. Das wird auch bei Union mit dem Verkauf privilegierter Plätze verdient. Aus diesem Grund halte ich es für plausibel, dass Sponsoren in Vorkasse gehen würden. Zumal diese ausdrücklich mit einem separaten Brief zur außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen wurden: “…werden wir unsere Mitglieder darüber umfassend informieren. Gerne begrüßen wir auch Sie an diesem besonderen Tag.”

Ein Bank-Kredit für die Stadionbetriebsgesellschaft bzw. der Einstieg einer Bank in die Gesellschaft wäre auch denkbar. Der Verein selbst ist aufgrund der Verpflichtungen gegenüber Michael Kölmel sicher nicht besonders kreditwürdig. Interessant wird es, wenn es vielleicht darum geht, die Gesellschaftsform und damit die Stimmrechte an der Stadionbetriebsgesellschaft zu ändern.

Die entscheidende Frage zur Mitgliederversammlung lautet für mich: Wird nur über die Zukunft des Stadions informiert oder soll sie vielleicht doch auch beschlossen werden, vielleicht im Gefühlsüberschwang nach einer emotionalen Rede? Darüber schweigt sich die Einladung aus. Auf meine Nachfrage, ob vielleicht doch abgestimmt wird, gibt es aus dem Forsthaus nur die vielsagende Antwort: “Es wird zunächst informiert.” – “Es soll also nicht abgestimmt werden?” – “Es wird zunächst informiert.” Klar, das ist die offizielle Sprachregelung. Es klingt aber auch so, als ob der Fuß in der Hintertür steckt.

Dor Sillwjoh

“Ein Tor, das kann doch nicht so schwer sein”, sangen die mitgereisten Unioner im schönen Sachsen. Dachte sich auch Torsten Mattuschka und traf wunderschön per Freistoß zum 1:1 beim FC Erzgebirge Aue. Leider kam niemand auf die Idee, das Lied weiterzuentwickeln. Bei “Zwei Tore, das kann doch nicht so schwer sein”, hätte sich vielleicht noch etwas am Ergebnis geändert. So aber stand am Ende mal wieder kein Auswärtssieg.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, Hans-Martin, Mathias und Sebastian.

Themen:

Aues Stadionsprecher und Auer Liedgut (Dor Thom – Aue Wismut Aue); Hell Bells (Aue Version); Ahmed Madouni in der Aufstellung – eine schnell korrigierte Variante; Jérôme Polenz hat wohl verspielt; Markus Karl und Marc Hensel werden keine Freunde mehr; Wieder kein Auswärtssieg; Wie heißt das Stadion in Braunschweig?; Das nächste Spiel ist das schwerste (Die Sterne – Wenn Dir St. Pauli auf den Geist geht); Bunki freut sich, dass Union langweilig geworden ist; Marc Pfertzel und die Ritter der Kokosnuss; Robert und Bunki erinnern sich an den Platzsturm in Aue (Bild); Plötzlich doch Trainingslager – Woher der Sinneswandel? Und was bringt Trainingslager?; Uwe Neuhaus ärgert sich über die vielen Verletzungen. Wir wissen, dass es schlimmer geht (Liste kurioser Fußballverletzungen); Regionalliga-Aufstieg jetzt! Eine große Chance für Unions U23 und die Perspektive der Nachwuchsarbeit;

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(Länge: 70:50 Min; Dateigröße: 62,0 MB)

Bitte bleiben Sie gesund!

Alle sind sie wieder da. Naja, fast alle und so richtig hundertprozentig gesund sind sie auch nicht alle. Weil es aber trotzdem zu einem 2:0 gegen den Karlsruher SC gereicht hat, vergeben wir das größte Kompliment, das Berlin und Brandenburg zu bieten haben: “Kannste nich meckern!”

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, und Sebastian.

Themen:

Intro; Gesamteindruck vom Spiel (Uwe Neuhaus bei der Pressekonferenz, O-Ton: 03.15 Min); Das zweite Tor kann nicht früh genug fallen; Christian Stuff hat sich wieder weh getan (O-Ton: 10:30 Min); Wenn Innenverteidigung, dann Trapp (Marc Pfertzel lobt Maurice, O-Ton: 12:42 Min); Unions erstes Tor des Monats: Danke Silvio!; Freistoßfestival; Chrissie Quiring spielt Füße schwindelig (O-Ton zum Tor: 24:43 Min); Unions Stürmer und Sebastians Bart; Savrans allervorletzte Chance; Pro Söldnermentalität; Robert lobt Markus Karl; Neuhaus weiß, wie er “Uwe, Uwe”-Rufe zu nehmen hat (O-Ton: 40:28 Min); Wie wird’s Wetter: Ausblick auf die nächsten Spiele (Stuff will immer gewinnen, O-Ton: 60:01 Min); Nächstes Ziel: Auswärtssieg, doch zu mehr lässt sich Neuhaus nicht hinreißen (O-Ton: 62:55 Min); Weil es so schön war, noch einmal: Das lustigste Union-Interview aller Zeiten (Danke an Matze Koch)

Für die Verwendung der O-Töne aus der Pressekonferenz und von Marc Pfertzel geht ein großes Dankeschön an AFTV. Außerdem auch vielen Dank an Michael Kranz (BZ) und dem unbekannten Journalisten (Namen ergänzen wir, wenn wir wissen, wer es war) für die Fragen, die in den O-Tönen auftauchen.

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(Länge: 67:29 Min; Dateigröße: 58,4 MB)

State of the Union Address: Knie heilt nie.

Länderspielpause. Cheftrainer Uwe Neuhaus möchte kein Zwischenfazit nach zehn Spieltagen ziehen. Dann übernehmen wir das eben. Dabei gibt es natürlich ganz viel Aua.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, Hans-Martin und Sebastian.

Themen:

Intro; Leo in Frankfurt: Jan Glinker hat es nicht gerufen, aber Christoph Menz hat es gehört; Unions Verletzte und ihre Krankheiten (Uwe Neuhaus über “Zipperlein hier, Zipperlein da”,O-Ton: 10.48 Min); Wir beantworten die Frage: Liegt die Verletzungsmisere an Trainingsmethoden?; Uwe Neuhaus verrät einen Geheimtrick zur Vermeidung von Trainingsunfällen (O-Ton: 14:05 Min); Jérome Polenz geht es gut; Blitzturnier unter anderem mit “The Engineer” (Uwe Neuhaus erklärt den Modus, O-Ton: 26:19 Min); “Eins, zwei oder drei? – Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du wenn das Licht angeht!” – Wer wird der zweite Innenverteidiger neben Göhlert: Gill, Trapp oder Boné?; Saisonzwischenfazit: Der Trainer sagt nichts dazu. Wir schon; Drohnen zur Trainingsbeobachtung; Wer ist perspektivisch die Nummer zwei nach Jan Glinker?; Zuhause spielt Union auf. Warum klappt das nicht auch auswärts?; Sebastian rasiert sich erst, wenn Simon Terodde ein Pflichtspieltor schießt. Holst lässt grüßen; Eine Chance im Sturm: Savran oder Skrzybski?; Hertha wirft der BZ eine Falschmeldung vor (Es geht um den Artikel: “Herthas Ziel für die Winterpause: Keine Neueinkäufe“); Ludwig von AFTV ist ein Super-Typ

Für die Verwendung des O-Tons aus dem Sonderzug geht ein großes Dankeschön an AFTV.

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(Länge: 98:43 Min; Dateigröße: 86 MB)

Wir sind alle Stürmer! (und auch Innenverteidiger)

Morgens halb zehn in Deutschland. An der Alten Försterei laufen sich zwölf Feldspieler und die beiden Torhüter Jan Glinker und Kilian Pruschke warm. Länderspielpause. Bei Bundesligisten sieht es in der Zeit auf dem Trainingsplatz ähnlich aus. Dort wird dann laut über Länderspielabstimmungen lamentiert. Bei Union nicht! Hier ist das Glas noch halbvoll. Auch wenn mit Daniel Göhlert und Halil Savran jeweils nur ein Innenverteidiger und ein Stürmer mittrainieren konnten.

Auf dem Programm stand heute Vormittag Torschusstraining. Von der Mittellinie starteten die Spieler mit Sprints und schlossen aus knapp 20 Meter Entfernung sofort ab. “Tempo hochhalten und beim Torschuss mitnehmen”, rief Uwe Neuhaus hinterher. Gerade in einer Zeit, in der die Stürmer reihenweise ausfallen, müssen eben andere übernehmen. Daniel Göhlert allerdings nicht. Der musste bei der Übung passen und das Training abbrechen. Langsam verließ der letzte gelernte Innenverteidiger den Platz. “Daniel ging es schon vor dem Training nicht gut”, erläuterte der Trainer. Da sei wohl ein Muskel fest. Nichts, was einen Einsatz beim Punktspiel in einer Woche gefährden würde.

Marcel Höttecke und John Jairo Mosquera fehlten beim Training. Doch die waren nur bei einer sportärztlichen Untersuchung. “Beide waren in letzter Zeit muskulär anfällig und sollen deshalb untersucht werden”, so Neuhaus. Positiv immerhin, dass keiner vom Placzek getragen werden musste.

(Klarstellung: Der Kalauer zum Schluss stammt nicht von mir, sondern aus wie gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen)

Bilder: Stefanie Lamm

Futiklub ist auch keine Alternative

Sich über den Doppelpass bei Sport1 aufzuregen ist ähnlich sinnvoll, wie einen Acker dem Erdboden gleichzumachen. Unbestritten fehlt in Deutschland ein substantieller Fußball-Talk. Eine Runde, in der nicht ständig Platitüden wiedergegeben werden, die ich mir auch beim Kick der Alten Herren von Fortuna Pankow anhören kann. Ich erwarte von Journalisten, die sich zu solchen Runden einladen lassen, dass sie sich mit Detailwissen einbringen und der Moderator es zulässt, dass dieses Wissen auch ausgebreitet wird.
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Sportverwertung in der EU

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur territorialen Vergabe von TV-Rechten für Sportereignisse ist nicht so einfach wie es scheint. SpiegelOnline jubelte “Fußball schauen wird billiger“. Auch ich habe im Überschwang getwittert: “Europäischer Binnenmarkt jetzt auch im TV“. Aber stimmt das überhaupt?

Die Vorgeschichte: “Der Fußball fürchtet Murphys Gesetz” (Zeit Online)

Das Urteil: Das Gericht urteilte nicht im konkreten Fall der Pub-Besitzerin Karen Murphy, sondern beantwortete Fragen des englischen High Court, da die englischen Richter eine grundsätzliche Vereinbarkeit mit dem EU-Recht geklärt wissen wollten. Nach der Klärung dieser Fragen durch den EuGH wird der englische High Court konkrete Urteile sprechen. Ob Karen Murphy danach noch lächelt, werden wir sehen.

Eine Pressemitteilung des EuGH fasst das Urteil zusammen (PDF). Es gibt auch das gesamte Urteil auf Deutsch zum Nachlesen.

Es wurde grundlegend geurteilt: Continue reading ‘Sportverwertung in der EU’

Sportentwertung

Die Länderspielpause bietet Zeit zur inneren Einkehr. Wir gehen alle in Klausur mit uns. Dabei im Handgepäck die wirklich wichtigen Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und warum verletzen sich bei Union ständig die Innenverteidiger?

Abseits von den kleinen Problemen eines Zweitligisten hat Prof. Gunter Gebauer den Blick auf das große Ganze gerichtet. Auf der Sportkonferenz des Deutschlandfunks hat er einen, wie ich finde, schonungslosen Vortrag über den Zustand des Sports in Deutschland heute gehalten. Sämtliche Sonntagsreden über eine Wertevermittlung durch den Sport hat der Professor von der Freien Universität als das benannt was sie sind: Salbungsvolle Augenwischerei.

Bevor Gebauer darauf kommt, dass sich Sportler heute nicht mit guten Gewissen sich für den Leistungssport entscheiden können (Profifußball bildet da eine kleine Ausnahme), erklärt er, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Dabei erläutert er den Stellenwert des Sports sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik. Die Vereinbarkeit von Sport und Berufsausbildung ist heute nicht mehr gegeben. Die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft führe dazu, dass andere Werte (ökonomisches Kapital, Einfluss und Bildung) eine deutlich größere Rolle spielen würden. Laut Gebauer repräsentiert der Sport die Gesellschaft nicht mehr.

Die gut 26 Minuten lange Rede “Deutschland, Dein Sport” gibt es beim Deutschlandfunk zum Nachhören. (Download als MP3, 12MB). Es lohnt sich.

Lesetipp: Der freie Journalist Jonathan Sachse hat gemeinsam mit Daniel Drepper und Anja Perkuhn die Konferenz dokumentiert: Deutschlandfunk-Seminar.

Update: Auch Kai Pahl von allesaussersport.de hat sehr meinungsfreudig über die Konferenz geschrieben: Sportjounalismuskonferenz 2011 in Köln.