Monthly Archive for September, 2011

Apfelschorle für Simon Terodde.

“Friedhelm, komm bald wieder…”, sangen schunkelnd die Zuschauer An der Alten Försterei. Oder so ähnlich. Ein Déjà-vu zumindest für den Trainer von Aachen, der vor fünf Wochen erst drei Punkte mit seinenden Bochumern bei Union abgeliefert hat. Das Spiel wenig spektakulär, umso spektakulärer das Angebot von Hannes Teubner von AFTV, dem glücklosen Simon Terodde einen Kasten Apfelschorle für den ersten Pflichtspieltreffer auszugeben. Dem schließen wir uns an. Auch von uns gibt es einen Kasten. Ob Spreequell oder Bad Liebenwerda, wir sind dabei!

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Hans-Martin und Sebastian.

Themen

Mattuschka nennt es ein Scheißspiel (O-Ton 00:26 Min); Uwe Neuhaus hat keinen Zauberfußball erwartet (O-Ton 03:00 Min); Hat Friedhelm Funkel das Unionspiel blockiert?; Olajengbasi hätte wohl rot bekommen, wenn Markus Karl nicht getroffen hätte; Wir erinnern uns an Suarez im WM-Spiel Uruguay – Ghana; Odonkor (der mit dem Lauf) hat Patrick Kohlmann nicht auf der Rechnung gehabt; Steffi findet Aachens Fangesänge kreativ – Sebastian hält mit La Familia – Aachen, Alter (bei 16:56 Min) dagegen [Wir wissen, dass damit jede Stadt runtergemacht werden kann. Berlin hat dafür Joe Rilla]; War das Spiel mehr auf Mosquera oder Terodde zugeschnitten?; Glinker ist als neue alte Nummer 1 reifer und redet auch viel mehr als früher (O-Ton 25:32 Min); Mattuschka ist euphorisch, weil er seinen Elfmeterfluch besiegt hat (O-Ton 30:20 Min); These: Fehlt Silvio und spielt Tusche schlecht, hat Union ein Problem; Neuhaus setzt bei Terodde auf die bewährte Mosquera-Methode; Hannes von AFTV kann “Torodde” nicht leiden (O-Ton 37:34 Min); Steffi bewundert Markus Karls lange Wimpern und ernennt ihn zum Schwiegermutti-Traum; Gnade für Jérôme Polenz? Come on, Uwe!; Welche Rolle spielt Menz gerade?; Das ewige dynamische Duo: Stuff/Göhlert; Sebastian mit Lachflash Mach mal den Affen weg!; Warum wurde Trapp nicht statt Göhlert gebracht?; Gibt es bei Union Wunderheiler? Stichwort: Quiring, Mosquera; Warum wird 13 Uhr das Flutlicht angeschaltet?; Warum gibt es für manche Sponsoren eine Pressemitteilung und für andere nicht? Sponsorenabstufungen. Beispiel: Union Club (pdf); U23-Trainer Engin Yanova twittert;

Für die Verwendung der O-Töne von Hannes und Uwe Neuhaus geht ein großes Dankeschön an AFTV.

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(Länge: 82:55 Min; Dateigröße: 72,3 MB)

Wenn kämpfen nicht mehr reicht.

“Nein! Zack, zack in den Raum!”, ruft Unions Trainer Uwe Neuhaus und unterbricht die Übung am Mittwoch gleich zu Beginn. Patrick Zoundi sollte nach Pass von Marc Pfertzel von außen mit dem Ball am Fuß in Richtung Strafraum ziehen und nicht einfach auf der Grundlinie der Kugel hinterher rennen. Gestenreich erklärt der Coach seine Vorstellungen vom schnellen, dynamischen Spiel in der Offensive. Das Mittel der Wahl gegen Alemannia Aachen unter Trainer Friedhelm Funkel. Bei der Wiederholung der Übung zieht Zoundi am Strafraum-Eck einen Verteidiger auf sich, passt zu Savran, der Glinker im Tor keine Chance lässt.

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Getestet: Sportsfreund

Nach einem Hinweis von Kai Pahl von allesaussersport.de wurde ich neugierig auf die neue Zeitschrift “Sportsfreund“, deren erste Ausgabe in den Zeitschriftenläden ausliegt. Sie kostet 4,50 Euro und kommt sehr aufgeräumt daher. Der Titel ist in schwarz und weiß gehalten und macht gleich klar, dass es mal nicht nur um Fußball geht. Vom Foto schaut ein nachdenklicher Michael Schumacher an mir vorbei.

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Gleichbleibend.

Die Sonne scheint über dem Plattenbau an diesem 2. August. Das Sportforum Hohenschönhausen hat schon glanzvollere Zeiten erlebt. Auf einem Nebenplatz testet der frühere DDR-Serienmeister BFC Dynamo für die neue Oberliga-Saison. Mit Trainer Heiko Bonan und dem ehemaligen Union-Stürmer Shergo Biran soll die Qualifikation für die neue Regionalliga klappen. Der Gegner ist an diesem Dienstag Grün-Weiß Lübben.

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Wir klopfen auf Holz.

Wohin soll das noch führen? John-Jairo “Mossi” Mosquera trifft schon wieder. Dieses Mal artistisch nach Vorlage von “Volley-Tusche”. Gereicht hat es am Ende zum 1:1 in Duisburg. Auch, weil Simon Terodde nicht getroffen hat. Aber Kopf hoch, Simon! Von nun an geht’s bergauf.

Zu Gast ist Robert. Wir wollten nicht nur über das Spiel reden und haben deshalb bei Facebook und Twitter nach Themen gefragt. Danke für das Feedback. Ihr könnt Eure Meinung und Themenvorschläge zur nächsten Sendung auch einfach hier abgeben.

Themen

Wir verschieben die Themen EisernLab und auch das gewünschte Zwischenfazit zur Arbeit von Nico Schäfer auf später; Union ist Gottseidank kein Aufbaugegner für kriselnde Klubs mehr; Die Mannschaft schneller: Liegt es am schnellsten Tusche aller Zeiten?; Soares tritt Silvio und bekommt nicht einmal Gelb; Uwe Neuhaus startet in Duisburg mit der Heimtaktik; Michael Parensen ist sauer (O-Ton bei 13:04 Min); Elfmeter für Duisburg: Wo war Marc Pfertzel?; Spielfazit: Zufrieden/Unzufrieden; Simon Terodde vergibt große Chance; Menz wird für Mosquera eingewechselt: Alles Taktik?; Die Duisburger Schau-ins-Land-ReisenNüschtwieweg-Arena ist alles, was wir nicht wollen; Saisonziel Platz neun – Ist nicht sogar mehr möglich?; Bodycount: Unions Verletzte (O-Ton Silvio bei 33:29 Min)(wir klopfen auf Holz); Angst vor Friedhelm Funkel; Unersetzliche Spieler; Die Reservebank – Sebastian kopiert Louis de Funès; Mehr Fernsehgelder; Sponsorenakquise in einer strukturschwachen Region; Neue Hauptribüne – was geht mit DKB und Edgar Most?; Sebastian hat Zahnschmerzen bei Banken; Finanzierung für Worst-Case-Scenario (wir klopfen auf Holz); Powerpointfolien abfotografieren (Beispiel: Anteile Stadionbetriebsgesellschaft); Läuft Union zuoft ins Abseits? Wir prüfen anhand rudimentärer Daten von Impire.

Für die Verwendung der O-Töne von Silvio und Michael Parensen geht ein großes Dankeschön an AFTV.

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(Länge: 68:46 Min; Dateigröße: 59,5 MB)

Zaubertor, da kannste nich’ meckern!

Länderspielpause ist vorbei und Union fiedelt den FC Ingolstadt weg. Und ganz nebenbei verblassen dank des zauberhaften Kohle-Tusche-Silvio-Tores die Erinnerungen an Kostadin Vidolov.

Zu Gast sind Mathias, Hans-Martin und Robert. Wir diskutieren viel. Ganz viel. Deswegen gibt es heute die Themen mal in einer etwas anderen Form.

Themen

Die Stadionbauer-Organisatorin Sylvia Weisheit geht und wir sagen “Tschüss”. Jan Glinker ist die neue alte Nummer eins. Bunki informiert über Karim Benyaminas zweites Länderspiel. Wir diskutieren Unions Spielsystem gegen Ingolstadt. 4-4-2 oder 4-1-4-1 oder 4-1-3-2 oder 4-1-3-1-1? Bunki schweift zum FC Bayern ab. Tusche und Silvio gehören zusammen wie Fix und Fax. Santi Kolk versteht keinen Spaß. “In der Alten Försterei wird Fußball eher gearbeitet” – Klischee oder Realität? Hat Union ein gefühltes Auswärtsproblem? An einem 4:1 gibt es auch etwas zu kritisieren, findet Hans-Martin. Wir machen eine Trinkpause. Wir haben eine Idee, wie Jérôme Polenz und Uwe Neuhaus wieder ganz nah zueinander finden. Robert und Hans-Martin wetten, wer mehr Tore schießt: Mosquera oder Terodde. Hans-Martin hat dabei eine Idee, warum Simon Terodde keine Tore schießt. “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren” – wie ist der Stand der Initiative?

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Und “Zonenfußball” geht an …

Wir haben einen Gewinner des Buches “Zonenfußball” von Frank Willmann gezogen. Film ab!

An der Bildschärfe arbeiten wir mal, wenn wir vernünftiges Werkzeug haben.

Kein Konzeptalbum.

Der Berliner Publizist Frank Willmann hat nach seinen fußballhistorischen Büchern mit „Zonenfußball“ jetzt eine Sammlung von Kurzgeschichten und Essays herausgegeben. Eine Vielzahl von Autoren, darunter namhafte Berliner Schriftsteller wie Torsten Schulz, Ahne, Andreas Gläser, Jochen Schmidt und Uli Hannemann bearbeitet den Fußball zwischen Greifswald und Aue. Der spielt in den Biografien der Protagonisten freiwillig oder unfreiwillig, geliebt oder verachtet, eine Schlüsselrolle. Manchmal entsteht dabei Literatur, manchmal nicht.

Der Berliner Autor Frank Willmann

Der Titel ist an Jana Hensels „Zonenkinder“ angelehnt. Etwas sperrig ist er geraten, und ohne Google- oder Geografiekenntnisse erschließt er sich nicht. Willmann hat, den ganzen Osten abdeckend, Autoren gesucht, die sich zu verschiedenen Facetten des Fußballs äußern. Anknüpfungspunkt aller Texte sollte „die Zone“ sein. Entstanden ist daraus ein Buch, welches zwar verschiedene Sichtweisen auf Fußball und ein breites Themenspektrum mit sich bringt. Das spezifisch ostdeutsche Moment bleibt dabei eher im Hintergrund. Die Texte sind keineswegs auf die Vorwendezeit fixiert und orientieren sich räumlich bis in die Ukraine. Zudem wird recht schnell deutlich, dass den FSV Zwickau und Rot-Weiss-Essen mehr verbindet als trennt und eine Auswärtsfahrt nach Dresden eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, egal, ob man aus Berlin oder Braunschweig anreist.

Es ist die Verknüpfung von Fußball und Alltag, zumeist aus der Fan-Perspektive geschildert, die das Buch zusammenhält. Fußball ist dabei oft Mittel zum Zweck und Ausdruck eines Konflikts. Erwachsene Männer, die ihre einstigen Jugendidole kritisch beäugen. Jungs-Mädchen-Geschichten und Jungs-Jungs-Geschichten. Alkohol, Rebellion, Abgrenzung. Es sind solche stets wiederkehrenden gesellschaftlichen Muster, die den eigentlichen Schwerpunkt des Buches bilden. Besonders deutlich wird das, wenn Frank Willmann erklärt, wie die beiden Ultra-Texte in das Buch gelangt sind. „Es gibt unglaublich viele Leute, die gar nicht wissen, was es heißt, Ultra zu sein. Dass das letztlich eine Jugendkultur ist, die ihre Berechtigung hat, wie jede andere auch, steht für mich außer Frage. Deswegen finde ich es wichtig, dass man das erzählt und ein Angebot macht, es verstehen zu können. Dass in drei Jahren die meisten von ihnen Familienväter oder bei der Bundeswehr oder sonstwo sind – das war früher auch nicht anders. Die Fußballszene ist immer gleich geblieben.“

Die Vielfalt der Themen war ihm wichtig, betont Willmann. So wichtig, dass er Abstriche in der Qualität dafür hingenommen hat. So treffen denn fiktive Geschichten auf real Erlebtes, Konkretes auf Abstraktes, und sprachgewaltige Erzähler stehen Autoren gegenüber, die zwar eine gute Geschichte haben, sie aber kaum in Worte fassen können. Durchbrochen wird der Band von einer feuilletonistischen Betrachtung zur Geschichte des DDR-Fußballs. Er schließt mit einem Statistik-Teil. Der Leser findet sich nur mühsam darin zurecht, und einige Texte sind schwer lesbar. Andererseits sind echte Perlen enthalten, wie etwa Uli Hannemanns „Auswärtsspiel im Tal der Tränen“ oder Jochen Schmidts Gedanken zu Martin Pieckenhagen. Man dürfe das nicht linear lesen, meint Willmann. „Es ist eine Anthologie, kein Konzeptalbum.“

Das Buch „Zonenfußball“ von Frank Willmann ist beim Verlag Neues Leben in der Eulenspiegel Verlagsgruppe erschienen. Es kostet EUR 16,95. Die Termine für der Lesetour zum Buch werden auf www.eulenspiegel-verlag.de veröffentlicht.

Wir verlosen das Rezensionsexemplar. Einfach bis 10. September 20 Uhr hier und/oder bei Facebook einen Kommentar hinterlassen. Danach wird ausgelost. Rechtswege gibt es bei uns natürlich nicht.

Sich über nichts voll doll freuen.

Es gibt Tage wie diesen Dienstag. Ich freue mich über Sonnenschein an einem freien Tag und kann ganz ruhig schlafen. Und das obwohl morgen das wichtige und schwere Testspiel gegen SSV Köpenick-Oberspree ansteht. Ein sehr unangenehmer Gegner aus dem Haifischbecken Landesliga.

Fußballerisch ist nichts los. Ich streife durch das Internet und stoße plötzlich auf den Text “Die Allerletzten“. Darin geht es um eine Statistik, welche Vereine wie häufig den letzten Platz in der Bundesliga belegt haben. Und ich genieße es endlich, dass Union noch nie Bundesliga gespielt hat. Den Spitzenplatz in der Liste nach absoluten Spieltagen als Tabllenletzter belegt übrigens der andere Berliner Verein. Aber der hat auch einige Jahre Vorsprung. Na wartet!