Monthly Archive for Februar, 2011Page 2 of 2

Hertha gewinnt Union das Derby.

Das Derby zwischen Hertha und Union war ein besonderes Spiel. Deshalb gibt es auch einen besonderen Podcast. Wir freuen uns, Uwe Bremer von der Berliner Morgenpost und Blogger auf immerhertha.de in unserer Runde begrüßen zu dürfen. Ebenfalls dabei sind Mathias Bunkus vom Berliner Kurier und unsere Herthafreundin Kerstin. Komplettiert wird die Besetzung von Hans-Martin und Robert.

Bild: Robert Schmidl

Themenliste:

  • Es geht 90 Minuten ums Derby. Viel Union. Viel Hertha.
  • O-Töne von Andre Mijatovic, Christian Lell, Dominic Peitz, Paul Thomik und Patrick Kohlmann ab Minute 60:00
  • Ungefähr vier Mal gibt es für fünf bis zehn Sekunden Störgeräusche durch Mobiltelefone. Wir bitten das zu entschuldigen.
  • Das Gespräch über das Projekt “Immer Hertha” von der Berliner Morgenpost veröffentlichen wir separat.

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Der große ultimative Derbyvergleich

Union und Hertha kann man nicht miteinander vergleichen. Ein vielgehörter Satz heute bei den Pressekonferenzen beider Vereine vor dem Derby im Olympiastadion. Die ebenso oft gegebene Antwort darauf lautet: “Ich kann auch ein Sommerkleid mit Hitler vergleichen, wenn ich will.” Und heute will ich einmal. Und zwar exklusiv das Catering bei der Pressekonferenz vergleichen.

Foto: Bunkus

Bei Union liefert ein mittelständischer Sponsor Brötchen auf zwei Tabletts. Dazu gibt es Kaffee aus einer Thermoskanne. Sogar ein Bauarbeiterfrühstück (Hackepeterbrötchen mit Zwiebeln und dazu Kaffee mit Milch) wäre im Angebot. Das ganze steht im Hintergrund des Medienarbeitsraumes, der auch für Pressekonferenzen genutzt wird. Mit ein bisschen Glück empfängt man zusätzlich noch ein Fitzelchen W-LAN. Alles gut. Oder wie der Berliner sagt: Da kannste wirklich nicht meckern.

Bei Hertha gibt es eine Art Aufwärmraum. Ein Sponsor präsentiert das Catering nicht. Das Büffet fällt dafür ebenso wie die Zahl der anwesenden Journalisten um einiges üppiger aus. Hamburger und Fleischspieße. Dazu noch Häppchen und Gebäck. Für jeden etwas dabei. Zwei große Kannen Kaffee und Softgetränke zum Selbstzapfen. Herz, was willst Du mehr! Von dem ganzen Trubel bleibt die eigentliche Pressekonferenz verschont. Die findet nebenan statt. Internet gibt es von Hertha allerdings nicht. Ansonsten top professionell

Eine Auswirkung auf die Dauer der Pressekonferenzen konnte ich nicht feststellen. Union benötigte 10:33 Minuten und Hertha 7:40 Minuten, um die gestellten Fragen zu beantworten. Was uns das für das Derby sagt? Nichts.

Dominic Peitz ist nicht Messi und Michael Parensen nicht aus der Region.

Auch wenn sich in dieser Woche viele Fragen dem Spiel gegen Hertha BSC unterordnen, werden die Punkte voraussichtlich in anderen Spielen geholt. Möglicherweise zuhause gegen Osnabrück. Hoffentlich mit Michael Parensen und Dominic Peitz. Beide sind angeschlagen, beide waren trotzdem gestern beim Fantreffen in der Q-Bar. Die ersten, weil drängendsten Fragen galten natürlich der Einsatzfähigkeit beider Spieler. Und nein, Gewissheit darüber gibt es nicht.

Direkt von der ärztlichen Untersuchung kommend sagte Michael Parensen “Der einzige Punkt: Ich muss damit klarkommen. Alles andere hilft nicht, sie können nicht viel machen. Das ist irgendwie eine ganz blöde Stelle, wir sind uns noch nicht ganz im Klaren, warum ich dort Schmerzen habe. Fest steht, dass ich´s immer wieder hab, und mich das im Spiel immer mal wieder behindert. Aber wir werden alles versuchen, dass es eventuell bis zum Wochenende klappt, aber ich allerspätestens zum Heimspiel gegen Osnabrück wieder auf dem Platz stehe. Ich werde auf die Zähne beißen und alles versuchen, was möglich ist.”

Bei Dominic Peitz verhält es sich ähnlich. Sein Auge ist nach wie vor leicht lädiert. Eine neue Maske aus Hartplastik und einem Silikonüberzug wurde bereits angefertigt, nachdem die Carbon-Maske offenbar das Gegenteil von Schutz bot. “Ich hoffe, dass sie funktioniert.” – Klar ist aber auch “Zwei Wochen dauert so ein Nasenbeinbruch. Die Gefahr besteht darin, dass, wenn ich nochmal was auf die Nase bekomme, ich dann langfristig ausfalle. Ich weiß nicht, ob ich in den sauren Apfel beißen muss und am Samstag nicht spielen kann. Aber auch ich werde alles dafür tun, dass ich spielen kann.”

Der weitere Verlauf des Abends war vor allen Dingen unterhaltsam. Michael Parensen kannte Nina Hagens “Du hast den Farbfilm vergessen” nicht und entschuldigt sich mit “Ich komm nicht aus der Region.” Charmanter hat noch nie jemand “Ich bin nicht aus´m Osten” gesagt. Dominic Peitz wunderte sich noch immer ein bißchen über die Fair-Play-Medaille der Deutschen Olympischen Gesellschaft, mit der er ausgezeichnet worden war. “Ich wollte damit gar nichts ausdrücken, ich hab mich einfach bloß an die Regeln gehalten”, meinte er rückblickend über seine Aktion, die die gelbe Karte für Gegenspieler Chong Tese verhinderte. Von Moderator Tino Czerwinski mit der Tatsache konfrontiert, er sei zwar nicht so gut wie Messi, aber im Grunde viel beliebter, gelangen beiden, Peitz  und Czerwinski, nur mühsam ein würdevolle Gesichter. “Wir haben den Glücksfall, dass beim Fußball 11 Spieler in einer Mannschaft stehen. Ich habe 10 Kameraden, die meine Schwächen wettmachen, das sind schon mal 10 mehr als bei einem Tennisspieler.”

So ganz kam man dann um das Derby-Thema doch nicht herum. Die Stimmung in der Mannschaft, Dominic Peitz? “Ob wir jetzt 12 Verletzte haben oder 15 oder die A-Jugend da hinschicken müssen, ist uns relativ wurscht – wir wollen das Spiel gewinnen, das steht fest. Wir werden uns nicht verrückt machen lassen. Lasst uns einfach das Spiel spielen!”

Medizin nach Noten.

Uwe Neuhaus steht vor jedem Spieltag vor der Frage, wen er eigentlich noch aufstellen kann. Wir stehen momentan vor jedem Podcast vor der gleichen Frage. So verzichten wir notgedrungen auf Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Hans-Martin. Dafür ist Robert wieder dabei und wird von Jan unterstützt.

Über die Notenvergabe für die Spieler wird ebenso erbittert gestritten wie sie von anderer Seite belächelt und abgetan wird. Wir haben uns die drei großen Boulevardblätter Berlins (Bild, BZ und Berliner Kurier) genommen und versucht, die Noten und unsere Spieleranalyse miteinander zu vergleichen. Damit das nicht zu langweilig wird, haben wir das nur mit den statistischen Rausreißern nach oben und nach unten gemacht.

Völlig subjektiv hat Sebastian eine Kaderliste mit den entsprechenden Attributen wie gesperrt/verletzt/krank/aussortiert/usw. zusammengestellt. Die stimmt sicher nicht bis ins letzte Detail mit der Wirklichkeit überein, erklärt aber das Dilemma, in dem Uwe Neuhaus steckt. Eine beliebige Taktik lässt sich so jedenfalls nicht mehr umsetzen.

Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten, unser gesammeltes Nichtwissen zusammenzulegen und für Uwe Neuhaus eine Derbytaktik zu entwerfen. Der Dank des Trainers wird uns sicher sein.

Themenliste:

02:34 Öffentliche Medienschelte oder wie mache ich einen Artikel bekannt?
16:10 Torwartdiskussion: Hat Union zwei beschädigte Torhüter?
42:47 Notenvergabe: Waren Stuff und Ede wirklich so gut und Younga, Thomik und Mosquera so schlecht?
75:10 Michael Parensen: Das Kreuz mit dem Knie
81:10 Spiel gegen Hertha: Wir basteln uns eine Taktik.

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