Monthly Archive for November, 2010

Sich verkaufen. Aber bitte mit Identität.

Es tut sich etwas in Berlin. Gemeinsam mit dem Basketballklub Alba und dem Eishockeyverein Eisbären Berlin eröffnet Hertha BSC einen Fanshop im Foyer des Berliner Ostbahnhofs. Es ist bereits der siebte Fanshop von Hertha in Berlin. Allerdings nicht der erste in Berlins ehemaligen Osten. Nur zwei Stationen mit der S-Bahn entfernt gibt es im Kaufhaus am Alexanderplatz ebenfalls die Möglichkeit, Merchandisingartikel zu kaufen.

Interessant ist, dass sich die drei größten Vereine ihrer Sportart, die sich als “Die Drei von der Spree – Hauptstadtclubs” vermarkten, zusammengetan haben. Der Sinn erschließt sich jedem, der das Bahnhofsfoyer betritt. Fast in der Mitte befindet sich der rundum verglaste Verkaufsraum. Die Halle der Eisbären befindet sich in der Nähe. Es ist ein Ort, an dem viele Reisende halten. Hier wird sich mit Souvenirs eingedeckt. Da hat es für die drei Vereine Sinn, sich zu präsentieren und wahrgenommen zu werden. Und für die Fans gibt es die Möglichkeit, bequem Eintrittskarten zu kaufen.

Wer einmal für Fanartikel extra in den über zehn Kilometer vom Ostbahnhof entfernten einzigen Fanshop des 1. FC Union Berlin gefahren ist, wird sich fragen, warum Union nicht mitgemacht hat. Wie Unions Presseprecher Christian Arbeit bestätigte, gab es das Angebot an den Verein, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen. Aber trotz mehrfacher Vorstellungen des Konzeptes habe man sich dagegen entschieden. Christian Arbeit nennt auch den Grund dafür: “Weil es nicht zu uns passt.”

Natürlich vergibt der Verein damit eine Chance auf einen zentralen Standort und der daraus folgenden Wahrnehmung. Betrachtet man sich allerdings die Größe des Ladens genauer, wird klar, wie schmal die Möglichkeit einer Präsentation wäre. Mehr als ein normaler Auftritt mit ein paar Souvenirs im Regal und einigen Trikots und T-Shirts wäre nicht unterzubringen. Hinzu kommt ganz im Unterschied zu den Eisbären oder Alba, dass Hertha ein direkter Konkurrent in der Sportart wäre. Da gilt es, sich auch abzusetzen und deutlich zu machen, warum man Fußball im Stadion an der Alten Försterei sehen müsse und nicht im Olympiastadion.

Eine Frage wird sich Union allerdings stellen und für sich beantworten müssen. Wenn eine bestimmte Art nicht zu Union passt, welche Präsentation passt dann zu Union? Die Argumente gegen eine Zusammenarbeit mit Hertha, Eisbären und Alba sind nachvollziehbar. Aber trotzdem möchte man natürlich wachsen. Dirk Zingler wird in der BZ auch damit zitiert, in welchem Bereich Union die Erträge steigern soll: “Vor allem im Bereich Merchandising gibt es Potential.”

Hier liegt die Verantwortung bei Doyoufootball, an die Union noch bis 2012 die Merchandisingrechte vergeben hat. Besonders glücklich ist man in der Anhängerschaft, die das Fanartikelangebot sehr kritisch betrachtet, nicht mit Doyoufootball. In der vor kurzem stattgefundenen Mitgliederversammlung ließ Präsident Zingler auch durchblicken, dass es wohl durch das Insolvenzverfahren bei Doyoufootball die rechtliche Möglichkeit gebe, den Vertrag zu kündigen, sollte die Firma ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Das hört sich bereits so an, als hätte der Verein einen Plan B in der Schublade. Denn nur eine Konzentration auf Köpenick würde wohl kaum Wachstumspotential versprechen.

Karim Benyamina jetzt mit internationaler Klasse

Das 1:0 gegen Düsseldorf wird uns für immer im Gedächtnis bleiben. Des Ergebnisses wegen. Ansonsten ist es sicherlich ein Spiel gewesen, das schnell dem vergessen anheim fallen wird. Darum haben wir uns mit Hans-Martin, Robert und Martin vor allem um die Besetzung der Sechserposition im nächsten Spiel und über Kenan Sahin unterhalten.

Als Gast zugeschaltet haben wir dieses Mal den freien Journalisten Matze Koch, der als einziger deutscher Journalist bei Karim Benyaminas Länderspieldebüt vor einer Woche vor Ort war.

Zum Schluss reden wir noch ein wenig mit Martin über seine leichte Kritik an den Ultras von Union, die für einige Aufregung gesorgt hat.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Déjà vu.

Letztes Jahr hat Union 2:1 in Frankfurt verloren. Diese Saison erneut. Die “Vorlage” von Dominic Peitz zum 1:0 des Gegners gab es ähnlich schon einmal von Christian Stuff bei 1860 zu bewundern. Frühe Rückstände sind bei Union auch nichts Neues und, dass man nach einer vergebenen Möglichkeit das Gegentor bekommt, hatten wir auch schon im letzten Spiel.

Trotzdem trafen wir uns mit Hans-Martin und Robert zum Podcast und haben uns vor allem über Unions augenfälliges Chancenverwertungsproblem unterhalten. Ein anderes wichtiges Thema: Die Qualität aller Stürmer, die sich im Mannschaftskader befinden. Der Jugend eine Chance geben oder neue Stürmer nachverpflichten?

A propos Qualität. Bei der nächsten Ausgabe hoffentlich wieder dabei: Mathias Bunkus vom Berliner Kurier.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tusche tanzt Twist

Die entscheidende Szene noch einmal aufgearbeitet.

Live von der Mitgliederversammlung

Heute 19.30 h beginnt in der Ballspielhalle in der Hämmerlingstraße die Mitgliedersammlung des 1. FC Union Berlin. Wir sind, soweit uns die Technik trägt, live dabei. Kommentieren darf jeder.

Leider muss die Liveübertragung kurzfristig wegen Personalmangels (ich bin verhindert) ausfallen. Ich finde das schade. Aber vielleicht gibt es einige Bilder und Meldungen über Twitter oder die Facebookseite des Vereins.

Ein Bilderbuchsieg.

Zum Spiel wurde bereits viel im Podcast gesagt. Deshalb an dieser Stelle nur ein Bilderbuch vom 2:1 Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen.

Bilder: Stefanie Lamm

Gewinner. Verlierer.

Nach dem Spiel gegen Oberhausen ziehen wir ein Saisonzwischenfazit und stellen gemeinsam mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Hans-Martin Spielerpaare zusammen, auf die die Beschreibung “Gewinner. Verlierer.” passt. Ganz prominent dabei natürlich die Torhüterposition. Das gleiche findet man aber auch im Sturm oder auf der rechten Außenbahn. Zum Schluß überlegen wir, wer Union vielleicht zur nächsten Saison verlassen könnte.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Wider die Fluchangst.

Beim Gespräch über den ersten Auswärtssieg seit Äonen setzen wir uns mit (vergangenen, kommenden, bestehenden) Flüchen auseinander. Gemeinsam mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Robert wird über den Auswärtsfluch, Torhüterfluch, Mosquerafluch, Benyaminafluch und Trainerfluch debattiert. Zwischendurch lernen wir, wie Journalisten wetten und Tage zwischen sieglosen Spielen zählen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Warum Jan Glinker an der Flanke vorbeiflog.

Crowd Sourcing und Datenjournalismus machen es möglich. Textilvergehen hat exklusiv die Ursache für Jan Glinkers Flug durch das Bielefelder Stadion aufgedeckt. Aus wie gewöhnlich gut informierten Kreisen wird süffisant auf ein falsch eingestelltes Jetpack verwiesen.