In der immergrünen Alten Försterei

“Der Platz ist in einem guten Zustand.” Das war die einleitende Bemerkung von Christian Beeck auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Übersetzt auf die absolut unüblichen Witterungsverhältnisse im Winter heißt das: “Der Platz ist bespielbar.” Von weitem betrachtet macht das heimische Spielfeld einen sehr guten Eindruck. Aber schon bei näherem Hinsehen sind entlang der noch zu bauenden Haupttribüne nur wenige rasenähnliche Stücke zu erkennen. Der Rest ist braun ohne ein Zipfelchen Gras gewesen.

gruener_rasen

Belastend kommt die momentane Situation auf den Trainingsplätzen hinzu. Es ist nur ein Kunstrasenplatz geräumt. Allerdings wechselt das sich darauf befindliche Wasser ständig den Aggregatzustand, so dass der Platz nur für Hartgesottene taugt. Die anderen Plätze überzieht eine dichte Schneedecke. Also trainierte die Mannschaft diese Woche neben Einheiten in der Halle direkt im Stadion.

nebenplatz

Mein Vorschlag zur Unterstützung der Rasenpfleger: Den Rasen besingen. Pflanzen sollen ja angeblich auf Musik ansprechen. Und was liegt da näher als das Stadiongrün mit einer Ode zu beglücken und über den schweren Winter hinwegzuhelfen. Gibt es bei Union im Standardpaket. Also bitte alle gegen Koblenz mitsingen und “immergrün” besonders inbrünstig intonieren:

In unserm Stadion,
in der Hauptstadt,
in der wunderschönen immergrünen ALTEN FöRSTEREI
ja da spielt
der FC UNiON
und der schießt ein Tor für uns!!!

Das ganze nach der Melodie von “Bella Ciao”

6 Gedanken zu „In der immergrünen Alten Försterei

  1. an ;)
    an der wunderschönen immergrünen alten försterei
    oder sing ick dit falsch?

  2. @bimmelbammel gute frage. falsch verstanden? möglich. denn die texte werden ja von der stillen post übermittelt, die auf dem geschäftsfeld ein monopol besitzt.
    aber mal im ernst: grammatikalisch haste recht. weil es ja auch stadion an der alten försterei heißt. aber ich sage immer: ich gehe in die alte försterei zum fußball. traditionalisten mögen mich teeren und federn ;)

  3. Teer und Federn vergessen …
    aber sach doch wat du willst, Hauptsache du kommst hin an die alte Försterei

  4. Wunderbar gedichtet, Bella ciao. Großartig. Die lange Zeile scheint mir aber auch die einer oder andere Silbe zu viel zu haben. Geht ja aber auch ums Rund hier, und nicht das Versmass.

  5. Nönö, die lange Zeile passt schon, allerdings war ich überrascht, dass die dazu normalerweise gesungene “Melodie” Bella Ciao sein soll- hätte ich so nicht erkannt.
    Schöne Version übrigens: http://www.youtube.com/watch?v=1qwkb_frx04 (sind zwar St. Pauli Fans, aber keiner ist perfekt)

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