22 Gedanken zu „Wörter, die ich im Zusammenhang mit meinem Fußballverein nie wieder hören möchte (1).

  1. Nie wieder hören möchten ist gut, aber wage nicht, sowas zu hoffen.
    Mit der schrumpfenden Wirtschaft werden nicht nur Sponsoren, die sich für Fußballvereine interessieren, vergeblich um Hilfe schreien, auch die Gesellschaft wird zunehmend unter Sinnkrisen leiden, wo der Frust an den Wochenenden Ausgang bekommt. Obwohl, was unsern Verein angeht, sehe ich das eher optimistisch.

  2. ich hoffe vor allem, dass man die schlagzeilen von diesem montag nicht am kommenden montag in der wiedervorlagemappe findet. suche/ersetze ostseestadion / katzbach.

  3. Wo dann zu den restlichen Silvesterböllern “Alle Tuurken sind Schweine” gesungen wird. Spaß beiseite,Vielleicht, dass die großen Taten in ihrem Windschatten stillgelegte Energien mit aufwühlen. Mit etwas Selbstbewußtsein kann ich das(unter uns gesagt) als “mit Ecken und Kanten” abtun, alles chick geht nun mal nicht bei Union, wir werden keine Mainzer “Vorbildkultur”, wir würden uns so streßfrei auch gar nicht richtig wohl fühlen.

  4. stimmt schon, die jungs haben sich in den punktspielen sehr zusammengerissen, nicht auf spielberichtsbögen zu erscheinen, und irgendwann isset dann einfach mal wieder soweit. man hatte sich wahrscheinlich bißchen sehr an the sound of silence gewöhnt, zwischenzeitlich. also, ich jetze.

  5. und da genau unterscheiden wir uns gerade. Denn es gab bei den Punktspielen genug – nun – nennen wir es mal Ungereimtheiten. An den OFC hast du Steffi selber noch Töne in den Ohren. Da war der Bengalo bei einem Heimspiel. Das Abzocken vor dem Düsseldorfspiel. Kinderuntensilien präsentieren. Manch einer wollte ja sogar Baseballschläger erkannt haben. Auch ohne war das, was da lief, Mist. Brennendes Banner in Rostock gepaart mit Böllerwürfen, Platzbegehung in der Sömmeringhalle. Dazu das dumpfbackene ABSS. Ich habe bestimmt etwas vergessen. Das sind nur die Dinge, die mir aus dem Stehgreif einfallen. Ich mache mir Sorgen.

  6. Na Bunki, in der Aufzählung hört sich das für mich zu dramatisch an.
    Im legendären Pokalfight gegen Bochum dazumals brannten schätzungsweise 300 Bengalos an der alten Försterei, ein phantastischer Anblick ohne Probleme im fast vollbestetzten Stadion, nun aber leider leider verboten.Sowas würde ich gern mal selber wieder hochhalten, aber ich bin ja artig und tue das nicht.
    Zum Abzocken vor dem Düsseldorfspiel weiß ich nicht so viel (peinlich und miserabel ist das auf jeden Fall) Aber ich war vor schätzungsweise 7-8 Jahren in Düsseldorf, als deren Ultras heimlich das Transparent der “Massaker Amigos” ungesehen abgebunden und entführt hatten. Da gabs richtig Theater und ich muß lachen bei der Vorstellung, dass unsere jungschen Ultras diese Aktion niemals vergessen, obwohl sie sich kaum noch an ihre letzte Versetzung in der Schule erinnern können. Und das mit 15.
    Die Baseballschläger und Ketten gab es, sie wurden in der Milastraße gesichtet und es waren Biffzen, die ganz schnell wieder weg waren, wie ich hörte.
    Sömmeringhalle und Rostock- wie oben besprochen- bin trotzdem der Meinung, dass an der Platzbegehung der Tebespieler schuld war, wer so dermaßen frech provoziert….
    Ach so, dieses “Alle Bullen sind Schweine” find ich übrigens ähnlich witzig wie der Spruch an meiner Klotür inna Kneipe “Ich verachte Jugendliche”

  7. Genau jetzt ist aber der Zeitpunkt Ross und Reiter zu benennen und so oft ich mit bunki keiner Meinung bin; in diesem Fall hat er 100 %-ig recht. Auch mit seinen schonungslosen Kommentaren.

  8. (ich nehme an, niemand wundert sich, dass ich da doch eher bei milan bin, wa? wobei “ich verachte jugendliche” nicht soooo schlecht ist. also, für´ne klotür.)

  9. ick fand ja seinerzeit das müsteraner banner: ²studenten aufs maul!” janz klasse, damals als ich noch studierte…

    und wenn ich mich schon ansiedeln muss, dann zwischen bunki und milan

  10. Zu meinen Studienzeiten haben wir soetwas mit einer gepflegten Mensur ausgefochten. So, jetzt ist das auch raus. ;o)

  11. @milan

    klar, Bochum sah klasse aus. Keine Frage. Aber wir sind nun mal acht Jahre weiter.

    Und selbst die Bibel ist über ihr alttestamentarisches “Auge um Auge, Zahn um Zahn” im Neuen Testament hinausgekommen.

    Und die Aufzählung erhebt wie gesagt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist aber in der Summe richtig. Ich habe ja sogar unser Verhalten gegen Oberhausen vergessen. Und diese Summe der vielen kleinen Vorkommnisse führen dazu, dass wir in der Sicht von draußen ein arges Imageproblem bekommen, dass wir durch jüngste Nachlässigkeiten leider leichtfertig verstärken.

    Wenn man jetzt nicht versucht, der Dinge Herr zu werden, rechtzeitig Einhalt zu gebieten, reißt etwas ein. Ich habe keine Lust überall in der Republik in einem Atemzug mit Fans aus Dresden, Cottbus, Lok Leipzig, Hansa & Co genannt zu werden. Aber die Gefahr besteht imho, dass wir darauf hinsteuern.

  12. Na Steffi, machste auf dicke Hose ?
    Bin mal auf die nächste “Schlacht” gespannt, wenn StudentInnen und /oder Intellektuelle zwischen die Schottersteine kommen……

  13. Danke Steffi,ich wollt schon immer mal wissen, was imhotel bedeutet, ich habe es immer als “also” gedeutet, was gewisse Feingeister wegen seiner Gewöhnlichkeit meiden. Weil das aber auch selten passt, hab ich versucht , die Sätze ohne diese Wendung zu verstehen, was ja imho geht.
    Das immer häufigere Auftreten hat mich trotzdem nie verleitet, mal zu fragen oder irgendwo nachzuschauen, ich wußte, dass mir Erklärungen für solche Sprechrevolutionen eines Tages zufallen.

    Ja Bunki, das Assometer bei uns Union will ich nicht nur einfach runterspielen. Im Moment reden mir zu viele Außenstehende mit haarsträbenden Übertreibungen darüber, da will ich den Ball erst mal stoppen. Ansonsten muß das freilich auch ein Thema sein, das muß auch auf den Tisch selbstverständlich.

  14. Und noch was zum altestamentarischem Auge um Auge. Das neue Testament wird völlig zu Unrecht als Überwindung alttestamentarischer Kompromißlosigkeit gewürdigt, neben dem hirnerweichendem Lieben seiner Feinde sagt Jesus auch ” Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.” Nietzsche meinte, das neue Testament nur mit Gummihandschuhen lesen zu können, er war wohl wegen der haarsträubenden Geschichtsfälschungen entsetzt aber wie auch immer, heute gibt es sicherlich sehr instinktiven Widerstand gegen das schöne neue Testament deutscher Fußballkultur von DFB-Tanten verfasst.

  15. “Im Moment reden mir zu viele Außenstehende mit haarsträubenden Übertreibungen darüber, da will ich den Ball erst mal stoppen.”
    Dasselbe denke ich auch so!
    Ich möchte die Vorkommnisse der letzten Zeit auch nicht verharmlosen, aber zu der Situation beim Hallenturnier kann ich nur sagen, wenn der ein oder andere von Euch da gewesen wäre, würde er auch anders denken.

  16. Pingback: Das 8:0 hat nichts erledigt | ***textilvergehen***

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