Beim stilhaeschen habe ich dieses schnurrpurzelige Zimmerpflanzenvideo gefunden – super Symbolfilm zu des Trainers Beitrag über Torsten Frings & Kevin Kuranyi.
Hauptsachen. Nebensachen. Anziehsachen.
Beim stilhaeschen habe ich dieses schnurrpurzelige Zimmerpflanzenvideo gefunden – super Symbolfilm zu des Trainers Beitrag über Torsten Frings & Kevin Kuranyi.
Heute vormittag, kurz nach zehn. Auf dem Platz hinter dem VIP-Zelt stehen gelbe Hütchen. Von der Mannschaft ist noch nichts zu sehen. Auf dem Nebenplatz trainieren Holger Bahra und Jan Glinker. Das sieht nach Kräftemessen aus. Schaff´ ich es, dir einen reinzuballern? – Nicht, wenn ich es verhindern kann. Als sie gegen halb zwölf vom Spielfeld kommen, haben beide den einen oder anderen Grashalm im Gesicht kleben, sind etwas sandig und gut durchgeschwitzt, aber bestens gelaunt. Das war Arbeit, sagen sie.
Ich geh noch ein bißchen im Stadion spazieren. Es ist ungefähr eins, bis alle mit allem fertig sind – duschen, reden, essen, fönen: was man so muss. Wir einigen uns auf Holger, Steffi und Du-Sagen und gehen für´s Interview* ins Büro. Auf dem Gang verteilt Elvira Henschke eben die letzten Nudeln auf drei Teller, und ich werfe einen kurzen Blick in einen Raum, in dem mehr Schuhe stehen als bei Imelda Marcos. Fußballschuhe allerdings.
Ob man sich langweilt, frage ich Holger später, weil man täglich dem selben Menschen gegenübersteht und das Gleiche macht. Das, was du heute gesehen hast, erklärt er mir, war nur ein kleiner Teil von fünf- oder sechshundert möglichen Übungen. Langweilig wird das nur, wenn man nicht variiert und der Torwart weiß, jetzt ist es 10:15 Uhr, die und die Übung ist dran. Und entscheidend ist letztlich, dass beide an einem Strang ziehen.
Das tun sie offenbar.
*Das Interview ist fertig abgetippt und erscheint hier, sobald es genehmigt ist.
Ich war am Freitag abend so vorlaut, Holger Bahra um ein Interview zu bitten. Hat er gesagt, ja, ist okay, kommen Sie nach´m Training, dann machen wir einen Termin. Das ist ne Zusage, oder? Ich sammle also Fragen an einen Torwarttrainer. Bitte hier in die Kommentare, per Mail, als tweet oder mittels Telefon in mein Ohr gesprochen. Danke!
Bin maulfaul. Kucke Länderspiel.
BFV-Pokal, 2. Runde +++ 1. FC Union Berlin vs. Grünauer BC 6:0 +++ Fotos vom Spiel
Der schönste Dialog des gestrigen Stadionbauerfestes war der zwischen Christian Arbeit “Oh, Du hast wieder ´n Bart. Woran liegts, am Tabellenplatz?” und Nico Patschinski: “Nee, am Jesicht.” Aber mal unter uns Mädchen: Besser kann man den Unterschied zwischen ordinärem Hausmeisterschnäuzer und Retro-Pornostyle nicht veranschaulichen. Barttrachten, die ich gerne noch sähe, wären der Backenbart, der Kaiser-Wilhelm-Bart, der Spitzbart oder die Schifferfräse.
(Grüße gehen raus an Matthias Koch, der mir dieses herrliche Foto zur Verfügung gestellt hat!)
Kein Fußballspiel in der Alten Försterei mehr, dieses Jahr. Das gibt uns viel Zeit, in entspannter Atmosphäre gemeinsam über die Frage nachzudenken, wie wir die Stadioneröffnung zelebrieren wollen. Wir rollen unsere Yogamatten aus und setzen uns im Schneidersitz auf den Boden. Wir legen die Hände auf die Knie und atmen tief durch. Wir machen den Kopf ganz leer und sagen “Ey, gegen die Nationalelf wär doch ´n geiles Eröffnungsspiel”. Wir kleben dem Gedanken das Label “bescheuert” auf und schicken ihn weg.
Ich wär ja dafür, zunächst das Dach auf´s Häuschen zu setzen, bevor ich die Umziehparty plane, und halte, wenn es denn soweit ist, des Malers Plan für charmant und sehr sozial gedacht.
Geben ist seliger denn nehmen, will sagen: irgendein no name team aus dem Umland einladen, welches gerade in finanziellen Schwierigkeiten steckt und dem wir mit der Hälfte der Einnahmen vielleicht über Jahre die Existenz sichern könnten. Nur so`n Vorschlag…..vielleicht auch in kommerziellen Zeiten umsetzbar. Vom Renomeè ganz zu schweigen. Der etwas andere Verein !
Wenn ich aber mal nur auf meinen Atem lausche, hört sich das eher so an:
Ob der Gegner nun Bayern oder Liverpool heißt ist doch völlig zweitrangig , meinetwegen auch ein Rückspiel gegen Grün Gold Güstrow . Hauptsache ist der 1.FC UNION spielt im Stadion an der Alten Försterei. [Schlosserjunge 06]
Ganz ehrlich, ich hab Heimweh.
Das klingt so unglaublich vernünftig:
Im jungen Alter ist man ja auch noch so naiv, dass man wirklich glaubt, dass man auf jeden Fall da oben ankommt, wenn nicht gerade irgendetwas dazwischen kommt. Wenn man dann aber in den Männerbereich kommt, sieht man eben schon, dass da ein anderer Wind weht und dass da eben noch andere Sachen dazu gehören. Nach den ersten Trainingseinheiten und nach dem ersten Regionalligaspiel… da habe ich mir dann schon gesagt, jetzt musst du die Sache hier ernst nehmen. Abitur zu Ende machen und danach dann wirklich richtig durchstarten.
[Daniel Schulz, unionjugend.de]
Der, der das sagt, ist 22 Jahre alt. Innenverteidiger von Gottes Gnaden. Wenig auf der Welt würde mich so freuen wie die Nachricht, dass Daniel Schulz wieder im Mannschaftstraining ist. Und kaum etwas auf der Welt fände ich so traurig wie die Mitteilung, dass das Knie zwar hervorragend für Wettervorhersagen, aber nicht mehr zum Fußballspielen geeignet ist.
Wie mööp sagt: “Das Knie ist eines der am beschissensten konstruierten Gelenke des gesamten menschlichen Körpers.”
Bei Medien-Sport-Politik erscheint das feine Magazin “Der Spielmacher” als PDF zum runterladen, selbstausdrucken & gut finden. Die Oktoberausgabe enthält eine Bestandsaufnahme zur Dritten Liga, die mich ob der Fotos sehr erfreut hat, auch wenn ich unter keinsten Umständen jemals einen Beitrag mit einem Grönemeyer titeln würde. Sehr lesenswert ist auch der Artikel über die beiden Leipziger Vereine.
[via Spielmacher // www.dugehstniemalsallein.de]
Ein schönes Interview zu einem gänzlichst unionfremden Thema heute bei den 11Freunden. Alle Fußballweisheit dieser Welt gipfelt in dem Satz
Erdgeschichtlich ist es nicht ungerecht, dass der FC Bayern mal nicht so erfolgreich ist.
[Jan Weiler: "Eine Portion Dämlichkeit", 11Freunde-Interview von Dirk Gieselmann]
Union gewinnt am Sonnabend 3:0 gegen einen äußerst schwachbrüstigen VfR Aalen und findet sich nunmehr auf dem Relegationsplatz wieder. Im Kaffeesatz lesen wir, dass wir ebendort am letzten Spieltag auch stehen werden. Daraufhin wechseln wir die Getränkesorte. In den Teeblättern meinen wir einen geschlossenen Regenschirm zu erkennen. Vorhersagen anhand von Bierschaum trauen wir uns noch nicht zu, und die Kristallkugel ist grad runtergefallen.
Und sonst?
5100 rotweiße Figüren singen ein Geburtstagslied für Torsten Mattuschka.
Ich entschuldige mich in Gedanken bei Shergo Biran. War mal fällig. Meine Stimme bei der Wahl zum Spieler des Tages bekommt trotzdem Nico Patschinski, und die von meinem Hund auch.
So. Mehr war nicht.