Monthly Archive for September, 2008

paradies hoch 2:1

um gleich eine potentielle unannehmlichkeit auszuräumen – ja ich musste arbeiten!

…und gab doch alles mir mögliche für einen sieg!

nachdem ja letzte woche ne erfolgreiche auswärtstrikottrageaktion nur halbwegs erfolgreich verlief, sollte heute ein nochmaliges vollschwitzen desselben von vollem erfolg gekrönt sein.

in der ersten halbzeit hielt brian sergio die omme dahin, von wo der ball am schönsten ins dreiangel fliegt!

doch es kam noch besser:

und dieses wortspiel muss jetzt einfach sein – van(ne) eck(e) fiel die pille genau auf stuffis rübe und von dort wohl knapp hinter die torlinie – 2:1 und yippieyeah!

was sonst noch zu vermelden ist: ca.2000 unionista, die nicht arbeiten mussten; nen getrennter gästeblock – hervorragend geeignet und genutzt für nen wechselgesang; ne gemeinsame aktion der ultrasblöcke für hehre ziele!

und: STEFFI KANN KATZENPISSE IM DUNKELN RIECHEN!

Ein Siegtreffer ist ein Siegtreffer ist ein Siegtreffer.

Union gewinnt in Jena 1:2 durch die Tore von Shergo Biran und, na klar: Christian Stuff. Der selbstverständlich als Verteidiger aufgestellt war. Sagen die, die es gesehen haben.

(Und die Ultras fordern unabhängige Medien. Ja, hier! Ichichich! Aber das güldet wahrscheinlich wieder nicht.)

Enjoy the Silence.

Was es mich freut, dass Union einstweilen nicht in die Verlegenheit kommt, gegen Hoffenheim zu spielen! Wir sparen uns das Plenum zum Thema “Was ist eine Beleidigung im strafrechtlichen Sinne“, keiner zeigt wen an, völlig unbeteiligte Tatortdarsteller werden nicht in Versuchung geführt, niemand muss Herrn Hopp zwangsbeschmusen und ich sag keinen einzigen Ton. Diese Stille! Schön ist das. Nachgerade paradiesisch.

Gefühl und Verstand.

Die Süddeutsche war eine alteingesessene, wohlangesehene Zeitung aus München, die über beides gleichermaßen verfügte, Gefühl und Verstand. Ich mochte sie, ich las sie, ich kaufte sie sogar im Urlaub und verliebte mich in das jetzt!-Magazin. Allein, soviel warme Zuneigung bekam dem Blatte nicht, es wurde hochmütig. Man stellte die jetzt! ein, ersetzte sie durch eine gleichnamige online-Plattform mit BRAVO-content, bloß ohne Dr.Sommer-Team und Starschnitt, bereicherte das Internet um eine gräusliche Firmenwebseite, und vorhin zwitscherte nolookpass, ein neues Fußballportal der Süddeutschen habe das Licht der Bildschirme erblickt. Leider hat er, und das hätte er besser nicht, auch gesagt, wie das Kind heisst. An Kevin, Marvin, Justin und Dustin haben wir uns inzwischen gewöhnt, aber MyMannschaft kommt mir nicht ins Haus. Echt nicht. Da hört sich der MySpass einfach auf.

(Oder vielleicht bin ich auch einfach bloß so sauer. Der ganze schöne FCU kommt nicht drin vor. Die Dritte Liga nicht. Dafür aber: Bayern München und so feinsinnige Reime wie “Mehr Esprit mit Ribéry“. Das ist grad so, als würde der Tagesspiegel vorgeblich eine Fußballwebseite eröffnen, und dann gehts aber um Hertha und TeBe. Das scheiterte bislang vermutlich daran, dass keinem Sportredakteur spontan ein eleganter Reim auf Patrick Ebert eingefallen ist.)

Und überhaupt, Christian Stuff.

“He’s big, he’s red, his feet stick out the bed” haben sie in Liverpool (»Livrepol, where the Betales came form«) über Peter James Crouch gesungen. Sein Wiedergänger Christian Stuff ist ein Jahr jünger, zwei Zentimeter kürzer und spielt nicht beim FC Portsmouth, sondern für Union.

Beide verfügen über die geschmeidige Gelenkigkeit von Brechstangen, wie man sie nur von sehr, sehr, sehr großgewachsenen Menschen kennt. Zwei Chancen gibt es für einen solchen Spieler, zu unsterblichem Ruhm zu gelangen. Erstens, er kreiert einen Tanz. Zweitens, er schafft einen perfekten Hattrick.

Nun weiß ich wohl, was mir lieber ist, warte aber gespannt, wofür sich Christian Stuff entscheidet.

You will be responsible for the bratwurst but we’ll make the final decision on the green.

Jetzt weiß ich, warum der Stephan Zeisig immer so lange Überschriften macht. Da fällt der Text weniger auf. (Diese hier ist ein Fundstück, gedichtet von zille im Union-Forum.)

Am Sonntag: Union in Jena. Ich freu mich schon!

Freunde der Statistik und des wikipedischen Gedankens können zur Spielvorbereitung das FCC-Wiki auswendig lernen und am Rande des Spielfelds die Bela-Rethy-Faktenmaschine anwerfen. Die mich brennend interessierende Frage, ob wir Christian Stuff wieder als Stürmer sehen werden, wird dort allerdings nicht beantwortet.

Statt Zucker.

Grad zum FrühstücksKaffee ein bißchen bei twitter gelesen und einen sehr possierlichen Dialog gefunden.

Guten Morgen, liebe Experten! 60,5 Prozent der Bild-Leser fordern die Rückkehr von Oliver Kahn. Tolle Idee. Wirklich. Ganz, ganz tolle Idee.
[spox]

Darauf kickersofc:

@spox na, die müssen’s ja wissen. die sind ja auch bundestrainer, papst und kanzler.
[kickersofc]

Darauf ich: *hihi*

Bergsafari.

Irgendwas war mit Fußball. Und irgendwas war auch mit Löwen. Und irgendwie war ich am Ende nicht richtig zufrieden. Der von mir außerordentlich geschätzte Braunschweig-Anhänger Uli Hannemann aber auch nicht.

(Union und Braunschweig schieden unentschieden voneinander, 1:1.)

Auch mal nicht einer Meinung sein.

Der blauweiße Berliner Verein denkt laut über einen Stadionneubau nach.

Für einen Neubau sprächen eine bessere Infrastruktur für die Fans, vor allem aber “eine bessere Atmosphäre”. Wegen der Laufbahn rund um das Spielfeld ist im Olympiastadion die Distanz zu den Zuschauerrängen deutlich größer als dies bei einem reinen Fußball-Stadion der Fall wäre.

[kicker.de]

Der Trainer schreibt, und es klingt  ein kleines bißchen boshaft, dass, wenn drinnen unter der Regierung Hoeneß die Hertha spielt,  die Spielstätte vernachlässigbar sei.

Endlich hat man erkannt, woran die schlechte Stimmung bei Fußballspielen der Hertha liegt. (…) Der Schuldige ist ausgemacht, und der kann sich nicht mal wehren: Es liegt am Stadion.

Um Abhilfe in punkto schlechte Stimmung zu schaffen, wird nun also ein neues Stadion gebaut und dann ist alles gut und morgen ist Weihnachten.

[Trainer Baade]

Der Unioner zuckt kurz und wackelt mit den Augenbrauen: Ach wat, die wollen jetzt auch´n richtiges Fußballstadion? Dass man in einem Nicht-Leichtathletik-Stadion besser sieht, ist eine laufbahnbrechende neue Erkenntnis. Hat in ganz Berlin noch keiner gehabt. Womöglich noch mit Stehplätzen, wa?!

In einem Punkt hat der Herr Hoeneß trotzdem rechter als der Herr Trainer. Das Olympiastadion  ist ein für Fußballspiele völlig ungeeigneter atmosphärischer Albtraum.

Na, Waldi – wo is´n der Ball?!

Was Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen betrifft, sind wir uns recht ähnlich, mein Hund und ich. (Wo ich drüber nachdenke, haben wir auch sonst viel miteinander gemein, nur sind seine Augenbrauen etwas voller als meine.) Norbert wirft also ein Stöckchen, so von hüben nach drüben, aus Hönow, und darf zu Recht erwarten, dass es zumindest bemerkt, wenn nicht gar gefangen wird. Wird es auch, aber wir sind nicht eben die schnellsten, Waldi und ich. Dafür reagieren wir beide auf das Zauberwort “Essen”.

1. Nenne drei Nahrungsmittel, die für Dich unverzichtbar sind.
2. Welche drei Nahrungsmittel magst Du überhaupt nicht?
3. Gibt es ein Nahrungsmittel das Du gerne mal probieren möchtest? Wenn ja welches?
4. Was ist Dein Lieblingsgetränk?
5. Welche Süßigkeit isst Du am liebsten?
6. Und die obligatorische Frage, die immer zum Schluss folgt: An wen gibst Du das Stöckchen weiter?

1. Öax, “Nahrungsmittel” klingt nicht lecker. Gilt die gesamte Kategorie “Obst” als ein Nahrungsmittel? Vitamine sind die Guten! Als Brandenburger will ich die Kartoffel nicht unerwähnt lassen, und das Mischbrot, selbstverständlich.

2. Essen, das Ersatz für Essen ist, finde ich sehr widerstehlich. Die beliebte Tofuwurst – da isse wieder. Essen, bei dem alles an einem Faden hängt. Austern und rohe Eier. Essen, das eine komische Farbe hat. Schlumpfeis und Rote Beete. Ebenfalls kein schöner Anblick ist Essen, das sich bewegt. Wer je eigenhändig einen Aal gebraten oder mit Heiko Werning ein Würmer- und Käferessen veranstaltet hat, weiß, was ich meine.

3. Dem mööp seine Kartoffelsuppe.Wird viel zu selten hergestellt, und ich meine mich zu erinnern, dass die ganz hervorragend schmeckt. Man müsste das nachprüfen.

4. Ein jedes, das zum Essen passt. Insofern scheiden eigentlich nur isotonische Sportgetränke aus.

5. Zucker, fest, flüssig oder gasförmig. Als Zuckerwatte,  als Karamel und um gebrannte Mandeln drum rum.

6. Das Stöckchen darf sich nehmen, wer mag! Ich würde aber gerne mal sehen, was ein Fußballprofi bei Frage 5 schreibt. Und ich läse nicht gerne “Milchschnitte”. Das ist was für Boxer und rythmische Sportgymnastinnen.