Monthly Archive for July, 2008

ein klamottenladen mehr…

(mööp)

und ne weitere fähigkeit angeeignet – hurra, ich habe meine autorenrechte verstanden und  la lamm ist nicht mehr meine tipse!

ja, hurra, jawolla und holla – unser onlineshop hat geöffnet. bestellungen werden fortan unter http://www.eisern-union-shop.de/ entgegen genommen.

lieferzeiten sind noch unklar, das sortiment spärlich und sowieso mussten wohl am forsthaus bäume gefällt werden, um den wald, der da 3.liga heisst, sehen zu können. welche finanziellen chancen wurden abermals vergeben, welch teilweise haarsträubende unprofessionalität wurde augenscheinlich. meine gĂĽte – diese unsere neuen klamotten hätten mehr als vierstellige beträge (ungefähr jedenfalls) in die vereinskassen spĂĽlen, unionerseelen befriedigen und prachtexemplarische ungereimtheiten kaschieren können.

- die umbaubrille verzerrt wohl einige wahrnehmungen…

da freue ich mich doch lieber auf die beste neuverpflichtung der saison, besuche sie in ihrem kleinen lädchen und bedauere die exilanten AUFRICHTIG.

nairobi und mööp sagen – SYLVIE, SCHĂ–N DASS DU WIEDER DA BIST !

Um die Wurst drum herum.

@mööp: Sind wir grad Deutschlands wurstigstes Blog, oder kommt mir das nur so vor?

Das blaue Band der Freundschaft.

Ich mag sie ja gerne, die 11Freunde. So gerne,  dass meine Freunde, obwohl sie keineswegs zu elft sind, mir das Papierformat abonniert haben. Zum Trost, glaub ich. Weil ich Geburtstag hatte, irgendwann im späten Frühjahr, und schrecklich alt geworden bin. Trost war vonnöten.

Das erste, was die Post mir in die neue Wohnung brachte, war das druckfrische, gĂĽldene Bundesligasonderheft. Drinnen stand, die Webseite sei ĂĽberarbeitet worden. In der Tat, das ist sie.  Sie tut jetzt so, als wär sie … aus Papier. Es miĂźlingt nichtsdestotrotz, ein Glas damit einzuwickeln. Mit anderen Worten: Tofuwurst. Das wäre auszuhalten, hätte man die Bebilderung nicht so gestaltet, wie bei Harry Potter beschrieben:

Harry turned the card back over and saw, to his astonishment, that Dumbledore´s face had disappeared.

“He´s gone!”

“Well, you can´t expect him to hang around all day”, said Ron. “He´ll be back.”

[J.K. Rowling: Harry Potter and the Philosopher´s Stone]

Und das hat mir schon bei Harry Potter nicht mal als Idee gefallen.

Ausdrücklich loben möchte ich, weil´s bei der Webseite wirklich allzu schwer fällt, den Aboservice der 11Freunde. Ein Anruf genügt, Adressänderung klappt wie´n Länderspiel, und der am Telefon sitzende Mensch ist bezaubernd. Dafür danke ich recht schön, und jetzt mach ich´s mir mit dem Heft gemütlich.

alleene jeloofen sind wa nich…

denn da waren noch einige 10000 andersblauweisse unterwegs. in der hoffnung mal dem ganz grossen fussball beizuwohnen gings per bvg ins 240 mill.-grab. oh gott, oh gott – wat nen stimmungsfriedhof – so stimmschwach hätte ich bertha dann doch nicht erwartet. nairobi berichtete zwar desöfteren davon, aber alles in allem machen da nicht mehr zeck als bei uns. erwähnenswert auch – bei bertha wird hysterisch geschrien bei aussennetztreffern. dafĂĽr gabs natĂĽrlich komische blicke und eimerweise stories aus unserem wohnzimmer – sämtliche blau-weisse waren gehörig angenervt von unserer köpenickfraktion. unserereiner wiederum war von den öfter vernommenen d-rufen aus dem liverpool-block zutiefst angewidert, zumal sich diese szenarien auch nach dem spiel wiederholten. wenn mich meine visuellen fähigkeiten nicht täuschten, waren von dieda mehr da als zu nem heimspiel von denen. man kann auch sagen – gewohnt merkwĂĽrdig diese figuren!

ansonsten konstatiere ich, dass, wenn man sich schon in einem vereinsfremden block stellt, die vereinsklamotten und fahnen zu hause bleiben lassen sollte. den aufschrei in mĂĽnchen will ich sehen, wenn die löwen versuchen sollten, ne löwen-fahne in unserem block zu hissen…

achso: nen ukrainer verschoss nen elfer und gojko mitic, sascha hehn und florian silbereisen sollen auch mitgespielt haben.

die weisswurst des jahres + das schnittlauchspätzle haben ahnungen

diese wurst weiss wahrscheinlich über den ostdeutschen fussball soviel wie das spätzle von grünen rezepten. die weisse wurst warnt vor marodierenden wesen mit budjonnymützen, welche auf ponywagen aus dem osten anreisen, und das lieblingsspätzle verheddert sich in seinem grünen gesetzesdschungel. wenn die beiden die hochschulreifen ihrer länder haben sollten, dann qualifiziert mich das brandenburger abi für ne professorenstelle!

ich schlage vor:

jeder unioner verwendet seinen solizuschlag zur anschaffung eines dirndls, organisiert sich in arrestzellen und lernt das fleischerhandwerk in ulm, um hernach vereinspräsident in münchen oder berlin zu werden.

und: die weisse wurst und das schwäbische schnittlauch erhalten ne sechs und dürfen sich setzen.

come on reds!

Stimmungshochhalter.

Diese Testspiele zwischen zwei Spielzeiten sind ja auch bloß Ersatzdrogen. Dazu passt: Alkoholfreies Bier und Tofuwurst. Grad heute war wieder so ein Tofuwurstspiel. Und Freitag gibts noch eins. Wir Süchtigen sagen aber vorfreudig Generalprobe dazu. Jahnsportpark, abends um 7, gegen Victoria Žižkov aus Prag. (Ich hab da mal gewohnt, in Žižkov. Is aber länger her.) Jedenfalls: nix wie hin, schon mal das Trikot vorglühen und immer schön die Stimmung hochhalten!

Die Goldenen Zitronen – Lied der Stimmungshochhalter

[Passt nicht hier her, hält aber auch die Stimmung hoch, weil es mich so kullerkeksmäßig freut: auf spreeblick.com gibt es heute paar Fotos von mir zu besichtigen. Kann sich noch wer erinnern, wie sich Olli Kahn dazumals auf die stolzgeschwellte Brust zu hauen pflegte? Genau.]

Testbild.

Gegen Esbjerg FB aus Dänemark 1:4 verloren. Bißchen wie das legendäre 3:4 der Österreicher gegen die Niederlande, nur eben weniger legendär. Das ging klar, soweit.

Mein Liebling des Tages: die Coachingzone. Der Osten lebt, und mit ihm die Gabe der Improvisation.

Reisevorbereitungen.

Allen Auswärtsfahrern sei dieses Video freundlichst empfohlen von probek.

andere stadteile haben auch schöne plätze.

vorgestern also mal andersrum in meinen geliebten sĂĽdöstlichen lieblingsbezirk gefahren – man, dieser stadtbezirk kann ooch hässlich aussehen – oder ums wohlwollend zu sagen: weniger attraktiv.
gegen def aus adlershof gings vorgestern zum 4.testspiel – verdächtigungen hinsichtlich zweiter garnituren widerlege ich gleich anfangs – nen richtiges testspiel also. befreundete schreiberlinge vermeldeten handgezählte 300 zuschauer auf der einen seite – multitaskingfähig nennt man solch fähigkeiten!
unsere brasilianer hatten in der ersten halbzeit wohl noch gummibänder um die hĂĽften – zu lahm und ungenau wirkte unser spiel – die angezogene handbremse triffts diesbezĂĽglich auch.
zur zweiten halbzeit ergatterte man sich ne gemĂĽtliche holzbank am spielfeldrand – und prompt relativierte sich unser SITZENISTFĂśRNARSCH – das spiel wurde besser, die tore fielen wie am fliessband, herr dogan zeigte einige kabinettstĂĽckchen, kreative freistossvarianten wurden ausm hut gezaubert und auch die schlange am bierstand wurde kĂĽrzer. fĂĽr die notenvergabe sind andere verantwortlich – gefallen konnte am allermeisten:

sportsfreund rösler mit der bemerkung: “mach du mal den einwurf – ick kann dit nich!”

und damit bin ich dem gestrigen versprechen nachgekommen, das zu veröffentlichen…

… wie man EindrĂĽcke gewinnt.

Heute bei A BOLA  gelesen:

Mannschaft recebida por milhares de adeptos

Sinngemäß steht da, dass die selecção da Alemanha von tausenden Fans empfangen wurde. Öax, dachte ich, wie sieht das denn aus? Ist vielleicht doch gar nicht so günstig, seine Fremdsprachenkenntnisse so punktuell einzusetzen.

Ich stelle mir den durchschnittlichen Leser von A Bola vor, der seinem angetrauten Eheweib diese Ăśberschrift vorzulesen beabsichtigt.

- Du, Anamaría Tereza, hör mal zu, was hier steht …
- Na, Rui, sag: was steht denn da?
- Also, öhm … irgendwas mit der deutschen selecção, glaub ich, aber ich weiß nicht, wie man das ausspricht.

Genau. So bringt man Menschen in Verlegenheit. Das hat schon Thomas Mann gemacht, und ich hab mich drüber geärgert, jedesmal wieder. Als wollte mich mutwillig jemand aus einem Text aussperren, in den ich eben noch eingeladen war. Drecksbildungsbürgertumprotzerei, dachte ich. (Ich denke ja öfter mal zusammengesetzte Substantive, mit und ohne Fugen-S.)

Und dann lese ich auf meiner eigene Webseite “Na shledanou!”, werde bißchen rosa um die Ohren, denke nochmals laut und vernehmlich “Drecksbildungsbürgertumprotzerei”, und überlege, in wievielen Sprachen ich das Wort für “Entschuldigung” kenne.