Monthly Archive for Juli, 2008

Um die Wurst drum herum.

@mööp: Sind wir grad Deutschlands wurstigstes Blog, oder kommt mir das nur so vor?

Das blaue Band der Freundschaft.

Ich mag sie ja gerne, die 11Freunde. So gerne,  dass meine Freunde, obwohl sie keineswegs zu elft sind, mir das Papierformat abonniert haben. Zum Trost, glaub ich. Weil ich Geburtstag hatte, irgendwann im späten Frühjahr, und schrecklich alt geworden bin. Trost war vonnöten.

Das erste, was die Post mir in die neue Wohnung brachte, war das druckfrische, güldene Bundesligasonderheft. Drinnen stand, die Webseite sei überarbeitet worden. In der Tat, das ist sie.  Sie tut jetzt so, als wär sie … aus Papier. Es mißlingt nichtsdestotrotz, ein Glas damit einzuwickeln. Mit anderen Worten: Tofuwurst. Das wäre auszuhalten, hätte man die Bebilderung nicht so gestaltet, wie bei Harry Potter beschrieben:

Harry turned the card back over and saw, to his astonishment, that Dumbledore´s face had disappeared.

“He´s gone!”

“Well, you can´t expect him to hang around all day”, said Ron. “He´ll be back.”

[J.K. Rowling: Harry Potter and the Philosopher´s Stone]

Und das hat mir schon bei Harry Potter nicht mal als Idee gefallen.

Ausdrücklich loben möchte ich, weil´s bei der Webseite wirklich allzu schwer fällt, den Aboservice der 11Freunde. Ein Anruf genügt, Adressänderung klappt wie´n Länderspiel, und der am Telefon sitzende Mensch ist bezaubernd. Dafür danke ich recht schön, und jetzt mach ich´s mir mit dem Heft gemütlich.

Stimmungshochhalter.

Diese Testspiele zwischen zwei Spielzeiten sind ja auch bloß Ersatzdrogen. Dazu passt: Alkoholfreies Bier und Tofuwurst. Grad heute war wieder so ein Tofuwurstspiel. Und Freitag gibts noch eins. Wir Süchtigen sagen aber vorfreudig Generalprobe dazu. Jahnsportpark, abends um 7, gegen Victoria Žižkov aus Prag. (Ich hab da mal gewohnt, in Žižkov. Is aber länger her.) Jedenfalls: nix wie hin, schon mal das Trikot vorglühen und immer schön die Stimmung hochhalten!

Die Goldenen ZitronenLied der Stimmungshochhalter

[Passt nicht hier her, hält aber auch die Stimmung hoch, weil es mich so kullerkeksmäßig freut: auf spreeblick.com gibt es heute paar Fotos von mir zu besichtigen. Kann sich noch wer erinnern, wie sich Olli Kahn dazumals auf die stolzgeschwellte Brust zu hauen pflegte? Genau.]

Testbild.

Gegen Esbjerg FB aus Dänemark 1:4 verloren. Bißchen wie das legendäre 3:4 der Österreicher gegen die Niederlande, nur eben weniger legendär. Das ging klar, soweit.

Mein Liebling des Tages: die Coachingzone. Der Osten lebt, und mit ihm die Gabe der Improvisation.

Reisevorbereitungen.

Allen Auswärtsfahrern sei dieses Video freundlichst empfohlen von probek.

… wie man Eindrücke gewinnt.

Heute bei A BOLA  gelesen:

Mannschaft recebida por milhares de adeptos

Sinngemäß steht da, dass die selecção da Alemanha von tausenden Fans empfangen wurde. Öax, dachte ich, wie sieht das denn aus? Ist vielleicht doch gar nicht so günstig, seine Fremdsprachenkenntnisse so punktuell einzusetzen.

Ich stelle mir den durchschnittlichen Leser von A Bola vor, der seinem angetrauten Eheweib diese Überschrift vorzulesen beabsichtigt.

- Du, Anamaría Tereza, hör mal zu, was hier steht …
- Na, Rui, sag: was steht denn da?
- Also, öhm … irgendwas mit der deutschen selecção, glaub ich, aber ich weiß nicht, wie man das ausspricht.

Genau. So bringt man Menschen in Verlegenheit. Das hat schon Thomas Mann gemacht, und ich hab mich drüber geärgert, jedesmal wieder. Als wollte mich mutwillig jemand aus einem Text aussperren, in den ich eben noch eingeladen war. Drecksbildungsbürgertumprotzerei, dachte ich. (Ich denke ja öfter mal zusammengesetzte Substantive, mit und ohne Fugen-S.)

Und dann lese ich auf meiner eigene Webseite “Na shledanou!”, werde bißchen rosa um die Ohren, denke nochmals laut und vernehmlich “Drecksbildungsbürgertumprotzerei”, und überlege, in wievielen Sprachen ich das Wort für “Entschuldigung” kenne.

Ausgezeichnet. Ausgezeichnet!

Immer, wenn ich höre, wie jemand “ausgezeichnet!” sagt, sehe ich C. Montgomery Burns alle acht Fingerkuppen seiner langen gelben Spinnenhände aneinander legen und fiese-glücklich im Kreis grinsen. Mit einem ganz ähnlichen Gesichtsausdruck stand ich heute am Briefkasten: ein Krokodil in Frauenkleidern. Ich ward nämlich – ausgezeichnet! Für hervorragendes Verwandeln einer sensationellen Vorlage. Und ganz ehrlich, das freut mich sehr, weil es bedeutet, dass hier nicht nur Menschen mitlesen und -schreiben, die von mir persönlich dazu genötigt wurden (“Wie jetze, Abendbrot? Aber erst schreibste mir noch n Kommentar!”), oder die ich durch Dritte nötigen ließ (“Was, www.textilvergehen.de kennste nich? Musste lesen, Keule!”), oder die von Natur aus Angst vor mir haben. Menschen also, die freiwillig vorbeispaziert kommen, obwohl wir uns in der Draußenwelt, in der Fußball gespielt wird, selbst wenn es regnet, gar nicht kennen. Schön, dass ihr da seid!

Spezialgrüße und ein Umzugsauto voller Dankeschöns gehen an mein Lieblings-EM-Blog, das, so twittern es die Vögel von den Bäumen Spatzen von den Dächern, demnächst an anderer Stelle weitermachen will. Und ich kuck jetzt mal, was Sixt so für Cabrios hat ;)

(Und ja, das IST Ralf Bauer auf dem Bild. Falls das noch jemandem was sagt. *lachtränenwegwisch*)

Bildungsurläube.

Nachdem wir endlich sowas ähnliches wie  einen Spielplan haben, könnten wir nunmehr  zur Planung von Städtereisen übergehen. Ich ärgere mich wie Sau, dass Bayern II im Grünwalder terminlich mit meinem Umzug kollidiert, an dem nicht teilzunehmen ich leider keine Möglichkeit sehe :(

Also: Wohin des Wegs, Unioner? (Wer das jetzt auf Latein übersetzt, kricht Klassenkloppe.)