(steffi)
Erstaunliche Dinge passieren in der Welt Regionalliga: Ein Babelsberger StĂŒrmer mit 9 Toren in der ersten Halbserie arbeitet auf 150-Euro-Basis. DemnĂ€chst wahrscheinlich als Platzwart.
Quellen: Unionforum, Berliner Kurier, Tagesspiegel
Hauptsachen. Nebensachen. Anziehsachen.
(steffi)
Erstaunliche Dinge passieren in der Welt Regionalliga: Ein Babelsberger StĂŒrmer mit 9 Toren in der ersten Halbserie arbeitet auf 150-Euro-Basis. DemnĂ€chst wahrscheinlich als Platzwart.
Quellen: Unionforum, Berliner Kurier, Tagesspiegel
(steffi)
Heimat ist, wenn man durch die Kasseler Berge fĂ€hrt, und von des Fahrers Mixkassette erschallt es “Im Herzen von Europa liegt Frankfurt am Main”, und still hofft die Beifahrerin, dass wir auch auf dem RĂŒckweg noch einen rechten AuĂenspiegel besitzen werden.
Heimweh ist, wenn man statt des Adlers auf der Brust lieber den MĂ€usebussard auf mĂ€rkischer KrĂŒppelkiefer sĂ€he.
(Mixkassetten sind trotzdem toll und eine unbedingt pflegenswerte Tradition. Ebenso FuĂballfangesĂ€nge.)
(steffi)
Thomas König* geht der Frage nach, ob FuĂballzuschauer eine eigene Kultur bilden, oder ob sie eine Subkultur sind. Ob der Vielfalt der Definitionen von “Kultur” verwendet er diejenige von Roland Hitzler**. Der erklĂ€rtÂŽs so:
Kultur ist das, was man wissen muss, um [in der Gesellschaft] in einer akzeptablen Art und Weise handeln, um eine ĂŒbernommene Rolle spielen zu können.
König differenziert aber weiter:
Kultur ist die Summe aller [...] BrÀuche [... ] und Normen einer konkreten Gesellschaft. Subkultur ist Teil dieser Gesellschaft.
Gemeinsam schlussfolgern wir messerscharf, dass wir Subkultur sind. Meistens. Wenn wir jedoch, obwohl FuĂballfans, das machen, was alle machen, sind wir Kultur.
Deshalb fĂŒr all jene, die ein Kulturdefizit verspĂŒren: Weihnachtssingen an der Mittellinie im Stadion An der Alten Försterei, 23.12.07 um 19:00 Uhr.
* Thomas König: Fankultur. Eine soziologische Studie am Beispiel des FuĂballfans, LIT Verlag 2002, S.4-5.
** Roland Hitzler: Ist Sport Kultur? in: Zeitschrift der Soziologie 12/91, S.484.
Wir sind ein Arbeiterverein. Wenn wir Arbeit haben.
[Andora in "20 Jahre nach der Hölle" ]
Heute abend 19:00 Uhr im Kino Toni, WeiĂensee / Antonplatz gibtÂŽs das hier:
Zur Oberligasaison 1987 / 1988 begleitet ein Team der DEFA einen der zahlreichen Fanklubs des 1.FC Union Berlin, den BSV Prenzlauer Berg.
Siege, Niederlagen, viele persönliche Momente aber auch gewalttĂ€tige Auseinandersetzungen mit den jeweils gegnerischen Fanlagern bestimmen die gemeinsamen Reisen durch die sich auflösende DDR. Immer wieder scheinen die Reisen vor allem in fremde Stadien in einer explosiven Mischung aus Provokation und Gewalt unterzugehen. BedrĂŒckend dicht die Kamera von Michael Lösche an den SpeerzĂ€unen der Volkspolizei.
[...]
Gut zwanzig Jahre “nach der Hölle” stehen einige der BSVer wieder vor der Kamera. UnverbrĂŒchlich ihre Liebe zum 1.FC Union Berlin haben wir sie durch die Stadien der Republik begleitet. LĂ€ngst geben JĂŒngere auf den Bahnhöfen, den StraĂen und den Traversen den Ton an. Doch “Schulter an Schulter”, getreu ihrer Hymne, stehen sie gemeinsam fĂŒr EISERN UNION.
Den Trailer dazu kann man sich bei den Eisernen Menschen ansehen.
Schönes Interview, viel zu spÀt entdeckt:
Der Cottbusser Steffen Baumgart ist der Gegenentwurf zu Thierry Henry, dem Helden unserer Titelgeschichte. Er schuftet wie ein Irrer â und auf die Frage, wie wichtig ihm Eleganz sei, erleidet er einen mehrminĂŒtigen Lachkrampf.
…Verliert man irgendwann die Lust, nach Fouls wieder aufzustehen?
Nie! Das macht doch gerade SpaĂ. Das will ich ja. Es hat doch jeder mit dem FuĂball angefangen, weil er im Dreck und im Matsch spielen konnte. Und jetzt, da wir erwachsen sind, tun wir gerade so, als ob im Spiel die Haare liegen mĂŒssen.
[Steffen Baumgart im 11Freunde-Interview mit Maximilian Hendel]
Genau deswegen wird ihm ein roter Teppich von Cottbus bis Berlin ausgerollt, jetzt und immerdar.
Union gewinnt zu zehnt in DĂŒsseldorf 1:0. Die Haare von Nico Patschinski schieĂen zwar das Tor, Spieler des Tages ist trotzdem Jan Glinker.
Die Geschichte zum Spiel kann man im Forum nachlesen. Danke, yeti!
Andernorts, gleicherzeit auf einem idyllischen Sportplatz in einem winzigen Prignitzer Dorf mit KĂŒhen davor und KoppelzĂ€unen drumrum und kleinen roten BacksteinhĂ€uschen, efeuumrankt – direkt an der A24: Die Kuckuck Kickers gewinnen 2:1 gegen den Oranienburger FC Eintracht. Man hĂ€tte sich nicht gewundert, Herrn Fuchs und Frau Elster am Spielfeldrand zu begrĂŒĂen.