
marcel rath
Fred bemängelt die Trikots der Cottbuser (die auf Eva Heller* und/oder mich gehört haben), und auch die von Marseille wurden irgendwie nicht so richtig schön gefunden. Ich dachte voller Wehmut an Marcel Rath und das 2004/05er Auswärtstrikot von Union und beschloss, die Reihe orangener Trikots, die auĂźer mir keiner mag, fortzusetzen. Kuck doch ma, wie schön es sich vom grauen Hamburger Märzhimmel absetzt …
*Eva Heller: Wie Farben wirken, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2004; Stimmt das wirklich, dass die gelbe Ampelphase in Frankreich “feu orange” genannt wird? Und dass sie trotzdem gelb ist?
Die Morgenpost an die Dresdner:
Familienspaziergänge im Großen Garten sind eher nicht zu empfehlen.
Der Dresdner Liveticker schreibt hartnäckig unseren Keeper falsch. Ich höre währenddessen den unglaublich großartigen Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung: Volksmusik. Und dann schießt Daniel Schulz den FCU zum Auswärtssieg. Wird mir gleich janz schunkelich, und ich bin auf´s Äußerste versöhnt :)
Nein, mit der Tatsache, als menschgewordenes Sicherheitsrisiko betrachtet zu werden, versöhnt man sich eigentlich nicht. Und die tausendfünfhundert Rot-Weißen, die jetzt in Dresden sehr viel Grün, Schwarz und Gelb sehen müssen, befinden sich in keiner sonderlich komfortablen Lage. Also, liebe rotweiße Familie: nicht in den Großen Garten rennen, bitte! Und ja niemanden schubsen! In Grünanlagen pullern is´auch verboten!
Heute frĂĽh im Forum gelesen:
… wenn ein verein aufgelöst werden mĂĽĂźte damit union in einem testspiel einen einwurf bekommt,dann sind mir andere vereine sowas von sche..Ăźegal, ICH MĂ–CHTE DEN EINWURF FĂśR UNION!!!!!!!!
[reiher]
Zum fast genau selben Thema Jörg Scharnweber bei footage. Jaja, die Fanartikelindustrie …
Union verputzt gestern die Hamburger und hüpft auf den fünften Tabellenplatz. Das war´n schönes Spiel, wenn man die letzten zehn Minuten kurz vergisst. Den Bericht zum Spiel gibts bei suk. Unbedingt den Ton angeschaltet lassen!
Und: Guido Spork wird in der Tat zu wenig gelobt.

Aqui estou em casa. Hier bin ich zuhause. Das steht auf dem kükengelben Shirt, das ich seit gestern habe. Und das Intro gab´s auf portugiesisch:
Ninguém tinha ideia naquele instante de que se tornava testemunha de um momento historico. [...] Surgia uma lenda, um mito nascia. E ele nunca mais, nunca mais será esquecido: Eisern Union!
Heißen Dank dem Übersetzer, Márcio W.S. Damasceno.

Sicher gibt´s irgendwo einen lesenswerten Beitrag zum Thema Fußball & Heimat. Wer den findet, schicke mir bitte den Link.

(Den Titel hab ich bei Fred geklaut. Junge, komm bald wieder! Nulldiät zum Spieltag is´ echt oll.)
Dieter H. Jütting zeigt den Zusammenhang zwischen Fußball und Zivilgesellschaft, rechnet´s nach und findet heraus, dass [Amateur-] Fußballvereine das dichteste zivilgesellschaftliche Organisationsnetz in Deutschland bilden.
“Im Vergleich wäre die Chance, in einem FuĂźballverein Vertrauen aufzubauen, Einfluss durch Kommunikation zu nehmen, gemeinsame Ziele zu finden etc. etwa acht Mal größer als in einer katholischen Pfarrgemeinde und sieben Mal in einer evangelischen.”
Jütting, D.H.: Zivilgsellschaft und Fußball in Deutschland, in: kursiv – Journal für politische Bildung, 3/2005
Im gleichen Beitrag steht ein Satz, der, aus dem Zusammenhang gelöst, Applaus verdient, weil sein Inhalt wünschenswert ist:
“Der Handlungsmodus der privaten Haushalte ist die Liebe. “
“Die Gerechtigkeit ist oft krank. Aber sie stirbt nicht.” schreibt mein Lieblingskinderbuchautor in eine seiner Illustrationen rein.
Und so gewinnt Union trotz wegen Steffen Baumgart gegen Cottbus II auswärts 0:2.
Die Steven-Ruprecht-Festspiele. Was mich das gefreut hat!