Monthly Archive for May, 2007

Unbezahlbar.

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Nach 200 Pflichtspielen verlässt David Bergner den 1.FC Union Berlin, und in meinem LieblingsfuĂźballblog wird diskutiert, ob die Bundesliga Stars braucht, und ob nicht die englische Premier League sowieso viel toller ist. Wo ich so drĂĽber nachdenke: nö. Und zwar beides nö. Ballack in England – mir egal. Bergner in Halle – Höllenqual. (Na huch – ein Reim. Um die Zeit!)
Spieler, die Teil des Vereins sind, für den sie spielen, sind unbezahlbar. Und damit meine ich nicht die Trikot-Vereinsemblem-Küsser, sondern die, die einfach ´n guten Job machen. Die nie in den Schlagzeilen sind. Die soliden, vernünftigen. Die, die erst auffallen, wenn sie nicht mehr da sind.

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An der alten Försterei.

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Doppelsieg. Der BFV-Pokal steht jetzt zweimal in der Alten Försterei, die Frauen wie die Männer haben gestern gewonnen. Die Männer mit einem 7:0, dem höchsten Finalsieg in der Geschichte des Berliner Pokals. Das tat sehr wohl, nach dem Wuppertal-Spiel.

BiĂźchen gruselig aber, der Gastgeber einer Veranstaltung des BFV zu sein. Stell Dir vor, kommt einer in dein Wohnzimmer und macht ganz laut Whitney Houston an. Wirfst du den raus, oder wirfst du den raus?

Batman returns.

Stichwort Textilvergehen: Lass uns ĂĽber KleidungsstĂĽcke reden!

Die Studenten der portugiesischen Universitäten tragen Uniformen. Das sind weißes Hemd, Weste, Krawatte, Anzug und schwarze Schuhe für die Männer, und weiße Bluse, Weste, Krawatte, halbhohe Pumps und Kostüm für die Frauen, und beide tragen in Coimbra bodenlange schwarze Umhänge. Das sind die capas. Es ist kein Zufall, dass die Fledermaus das Maskottchen der örtlichen Erstligafußballmannschaft ist.

Um mal eine Lanze für seltsame Sitten zu brechen: capas sind praktisch, und sie sehen extrem gut aus. Man kann sie anziehen, wenn´s kalt ist, man kann drauf rumliegen, wenn es warm ist.

Die Studenten des letzten Jahrganges haben nicht nur die Uniformen und die schwarzen Umhänge, sondern auch Zylinder, Stock und Schleife in der Farbe ihrer Fakultät. Aus Gründen, die erstmal nicht so offensichtlich sind, darf man mit der bengala auf den chapeu hauen. Fragst Du warum, sagen sie: alte Tradition. Portugiesen halt.

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Schon seit dem cortejo (Festumzug) schwankende Gestalten allerorten. Wem es bei knapp 70 Wagen voller Freigetränke aller Sorten nicht gelingt, binnen einer dreiviertel Stunde so dunkelblau zu sein wie der Himmel hellblau ist, für den kann nichts mehr getan werden. Der muss zurück in sein Büro. Der Rest der Stadt feiert den Ausnahmezustand. Es ist mitten in der Woche, früher Nachmittag, alle Läden sind zu, die Leute sitzen auf Klappstühlen am Straßenrand und kucken. Und trinken. Und dann kucken sie wieder. Und dann holen sie neue Getränke. Und immer so weiter, bis abends um acht, bis der letzte Wagen durch die Stadt gefahren ist. Die älteren gehen dann nach Hause, die jüngeren gehen essen. Und dann wieder trinken. Und tanzen. Und trinken. Und irgendwann sehen sie so aus wie unten auf dem Bild.

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Ein Haifisch zum Mitnehmen.

Andere Sprachkundige bringen einem aber auch voelligen Bloedsinn bei. Ich vergesse immer, wie ich was zum Mitnehmen bestelle. Ich sage “zum nicht-hier-essen”. Evchen sagt, es muesste “para levar” heissen. Und Pedro hat mir das Wort fuer “Hai” buchstabiert. TubarĂŁo. Weil so viele Sachen auf einmal in mein kleines Koepfchen nicht reinpassen, hat mir Evchen auf die Rueckseite meines Fahrscheins geschrieben:

«Olá! Queres um tubarão para levar?»

Das erinnert mich an Fluppy, den Auswaertsdelfin. Auch so´ne Art Haifisch zum Mitnehmen.

Este bolo.

Teresa hat uns in der Kueche einen Kuchen hingestellt, mit einem Zettel dran:

Olá meninas! Este bolo é para vocÊs, foi a minha mãe que o fez!

Woertlich heisst das «Dieser Kuchen ist fuer euch, es war meine Mutter, die ihn gemacht hat.» Ich wusste in dem Moment sofort, dass mir diese Art des Saetzebildens ewig ein dunkles Geheimnis bleiben wird. Poesie im Alltag. Ueberhaupt, der ganze Kuchen: ein Gedicht!

Finalistas.

Die finalistas sind die Studenten im Abschlussjahr. Man kann viel Schoenes von ihnen lernen. Beispielsweise Trinkkultur.

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E se a Steffi quer ser cá da malta, tem que beber esse copo até ao fim.

Até ao fim!

E vai a cima e vai a baixo e vai ao centro e vai para dentro, vai pa dentro, vai pa dentro …

O jogo. A bola. Rekord.

So heissen drei der zahlreichen Fussballzeitungen, die die Portugiesen fuer ihr sonniges, fussballverruecktes Land taeglich bereit halten. Gottseidank steht nix ueber die Regionalliga Nord drinne. Zu traurig war das, am Sonnabend in Magdeburg, nachdem es einen kurzen Moment lang so schoen war, am Liveticker. Wie heisst es in dem wunderbaren Schlusslied von LSD? Traenen trocknen im Sonnenschein. Ich geh denn jetzt mal raus, Traenen trocknen lassen ;)